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Sonntag, 1. September 2019

Hoodie Citytrip Dia *About Blue Fabrics



Streifenmonk zu sein ist ein hartes Los. Ich kann mich mittlerweile gut locker machen wenn Querstreifen in der Seitennaht nicht ganz exakt passen. Darf man halt die Arme nicht heben...
Aber was mich wirklich sehr nervös macht, sind diagonale Streifen. An der Stelle fällt mir ein, dass ich euch noch mein Designbeispiel für Giraffe schulde. Ups. Kommt noch.



Diagonale Streifen sind super. Auf dem Vorder- und dem Rückteil. Diagonale Streifen sind für mich persönlich oft eine schlimme Katastrophe auf Ärmeln. Die Hitliste der ungünstigsten Schnitte für diagonale Streifen wird angeführt von Raglanschnitten. Das darf man nicht tun! Dann kommt lange nichts, dann folgt der normale Arm, dann der überschnittene Ärmel (oder war es die überschnittene Schulter?) oder am besten gleich ganz ärmellos.



Ärmellos und der Plan "Herbstgarderobe Nähen" schließen sich aus, also musste ich ganz tief in der Schnittkiste graben um einen locker sitzenden Hoodie mit angeschnittenen Ärmeln zu finden.
Je überschnittener, desto besser für mein Auge.



Ganz ideal ist es noch nicht, aber das ist wohl der Part an dem ich mich etwas entspannen muss. Der locker sitzende Pulli mit recht kastiger Schnittführung sitzt sonst echt gut und die zwei, drei Zentimeter die er noch zu groß ist, sind im Herbst auch Geschichte.



Der Junge liebt seinen neuen Pulli. "Seh ich cool aus, Mama?""Ja, sehr." "Wie ein großer cooler Junge?" "Ja, sehr cool."



Als ob er nicht immer cool aussehen würde...



Schnitt: Kapuzensweatshirt von Katia
Stoff: Moonwalk Dia von About Blue Fabrics

Plott: eigene Datei

Donnerstag, 25. April 2019

#nordsüdhudie *Insta-Sewalong*

Nach dem Riesenspaß den uns #nordsüdyello Anfang des Jahres beschert hat, war es Zeit für eine neue Instagram-Aktion: #nordsüdhudie musste starten!
Wir nähen zusammen in zwei Tagen Prüllas Hoodie Hudie. Gemeinsam und doch jede für sich in ihrem eigenen Tempo.



Ein schnelles Projekt zwischendurch, ohne viel Anleitung, ohne viel Zeit.
Wo Dominique und ich bei #nordsüdyello gefühlt 1000 Insta-Stories filmten um die Mitnäher auch bei den kniffeligeren Stellen der Yello-Bag nicht alleine zu lassen, war #nordsüdhudie eher eine flotte Angelegenheit. Die einzig komplizierte Stelle, nämlich die "eingeklappte" Tasche, zeigt Danie sehr gut in einem Youtube-Video, so dass von uns keine weitere Hilfe nötig war. Nachgefragt werden durfte natürlich trotzdem.



Es war also deutlich mehr Rudelnähen, als Hilfestellung angesagt, der Spaß war aber der gleiche. Es ist unheimlich motivierend und inspirierend, wenn viele Menschen gleichzeitig den gleichen Schnitt nähen. Da werden Hoodies zu Jacken geteilt, von Kapuzen befreit und die Schnittmuster neu aufgeteilt bis zum Schluss jede, trotz des Blickes nach links und rechts ihr ganz individuelles Teil gefertigt hat.



Ich wollte eigentlich lediglich die Tascheneingriffe und ein Kapuzenteil aus altrosa Sweat nähen und den Rest aus dem feinen Sprenkel-Sweat von About Blue Fabrics fertigen. Das nachmessen des Stoffes ergab aber, dass ich meine Pläne andern musste und so folgte ich bei Insta dem Hashtah #hoodiehudie und stieß auf eine bezaubernde Version, die eine Teilung beinhaltete. Das war die Lösung!



Ganz so harmonisch würde meine Teilung natürlich nicht aussehen, mehrere gleich helle Farben mit zwei sehr Kontrastreichen zu vergleichen hat was von "Äpfeln mit Birnen", aber ich hatte einen Ansatzpunkt.
Bis zuletzt ließ ich es mir offen, ob die Ärmel auch noch im oberen Teil rosé werden sollen, entschied mich dann aber dagegen und bin somit wieder ein ganzes Stück weg von meiner Inspirationsquelle.



Mit dem Ergebnis bin ich mehr als zufrieden. Der Pulli ist nicht zu bunt (im Sinne von durcheinander), ich habe den Sprenkel-Sweat komplett verbraucht und generell auch nur Material aus meinem Vorrat verarbeitet. Das mit dem Stoffabbau läuft also zumindest ein bisschen ;-)



Herzlichen Dank an die liebe Dominique mit der das Nähen jedes mal eine Freude ist und an all die lieben Mädels, die mit uns #nordsüdhudie durchgezogen haben.
Ich bin dann mal bei Instagram, Hudies gucken.




Verlinkt: Du für Dich
Schnittmuster: Hoodie Hudie von Prülla
Stoff: Spotty von aboutbluefabrics 



Montag, 18. Februar 2019

Hoodie 19 von Milchmonster *Konfetti*



Beim Nähwochenende in Helmbrechts bei Zuleeg habe ich ja tatsächlich auch etwas genäht. Ja, ich muss das so betonen, denn das Nähen auf Nähtreffen ist so gar nicht meine Stärke. Mich stresst im Vorfeld die Packerei und das Wissen, dass ich eh irgendetwas vergessen habe weil mir vor Ort dann einfällt, dass ich lieber schwarze statt graue Bündchen will. Am entspanntesten nähe ich einfach daheim in meinem Nähzimmer. Zu Nähtreffen gehe ich wegen des Austausches, den Geschenken, dem Kuchen, dem Sekt und dem Wiedersehen mit all den lieben Menschen die ich Laufe der letzten Jahre kennengelernt habe.



Eigentlich war der neue Hoodie von Milchmonster/Antonia Montano als Kleid geplant. Beim Zuschnitt habe ich aber auf das Verlängern auf meine Körpergröße verzichtet, da ich das Kleid eher kurz wollte. Leider war es dann so kurz, dass die Grenze des guten Geschmackes erreicht war und ich musste schweren Herzens auf die Pulli-Länge kürzen.



Am meisten tat mir leid, dass ich den Beleg des geschwungenen Saumes so gerne aus Konfetti genäht hätte – ich finde so eine kleine, dezente Wiederholung wäre das gewisse Etwas gewesen.



Der Hoodie sitzt locker, ist aber durch die Teilungsnaht im Rücken durchaus auch figurbetonter zu tragen.







Schnitt: Hoodie 19 von Milchmonster/Antonia Montano
Stoff: Sweat in Bordeaux und Biojersey mit meinem Design Konfetti in bordeaux




Donnerstag, 10. Januar 2019

Hudie-Kleid grau in grau *Stoffiserie*


Als ich euch im letzten Jahr ("vor zwei Wochen" hört sich viel unspektakälärer an ;-)) mein Weihnachtskleid zeigte, war das nur die halbe Wahrheit. Oder vielmehr, ein Drittel, denn an Weihnachtskleidern mangelte es dieses Jahr nicht! Zumindest nicht, wenn man einfach alle Kleider dazu zählt, die man kurz vor dem Fest genäht hat.


Nach meinem Hoodie Hudie war klar, dass es bei einem nicht bleiben wird und ich suchte mir Stoffe bei Stoffiserie aus.  Kuscheligen Hilco-Sweat in zwei unterschiedlichen Farben und farblich passende CuffMe-Bünchen. Mein erstes mal mit diesen Fertigbündchen und natürlich habe ich sie am ersten Ärmel auch gleich falsch rum mit der Naht nach außen angenäht, ich Depp. Ich bin es einfach nicht gewöhnt, dass Bünchen nicht von beiden Seiten schön aussehen. Davon mal abgesehen, sind sie aber schon ziemlich toll. 
Wer mir auf Instagram folgt, kennt dieses Kleid bereits als die #öseneskalation. Es ging schief was schief gehen konnte. Ich hatte noch eine Vorversion des Schnittes auf dem die Ösen falsch eingezeichnet waren und leider mein Hirn nicht an. Also waren die ersten beiden Ösen schon mal an der falschen Stelle. Zwei richtige folgten. Damit die falschen nicht auffallen, hab ich daneben nochmal je eine gesetzt und eine Fake-Kordel durchgezogen. Also fünf Zentimeter der grauen Flachkordel die ich links und rechts der Öse festgenäht habe. Seht ihr die falschen Ösen? Nein? Ja, Tatsache ist, man sieht sie gar nicht wenn ich das Kleid trage! Die Kapuze fällt darüber, das konnte ja vorher aber wirklich niemand ahnen... viel Drama um Nichts. Sie, also die vier falschen Ösen, sind auf Höhe der richtigen Ösen, dort wo die Kapuze ans Oberteil genäht ist. 


Dass der Hudie spontan ein Hudiekleid geworden ist, war eine knappe Angelegenheit was die Stoffmenge anging. Hat aber gerade so gereicht und ein wunderbarer Nebeneffekt meines kuscheligen Kleides ist, dass ich noch so viel Bündchen übrig habe, dass es nochmal für einen Pulli reicht. Es sei denn, ich entscheide mich wieder für ein Kleid, dann reicht es noch für drei...




Verlinkt: Du für Dich, Sew La La
Stoff: CuffMe-Bündchen (College) und Sweat Crop von Hilco über Stoffiserie
Schnitt: Hoodie Hudie von Prülla










Dienstag, 11. Dezember 2018

Sweater und Pants *fabricsxmaschallenge*


Ist so ein richtiges Chill-Outfit nicht perfekte um die Weihnachtsfeiertage entspannt zu begehen? Ich glaube Joggingsanzug sagt man dazu mittlerweile nicht mehr. 




Zwischen den verschiedenen Besuchen bei der Familie soll es bei uns dieses Jahr ganz gemütlich zugehen. So zumindest mein Plan... ich hoffe die Jungs spielen mit... Das Outfit dafür steht. Also eines von dreien. Aber es ist ja noch Zeit.
Genäht habe ich dem Jungen ein Set aus Hose und Hoodie und bin mit dieser Kombi bei der #FabricsXMasChallenge von Katia dabei. Unter dem Hashtag auf Instagram und auf der Facebookseite findet ihr die Kreationen der Teilnehmer aus verschiedenen Ländern die bis zum 16. Dezember eingereicht werden.




Ich hab zuvor noch kein Schnittmuster der spanischen Firma verwendet und war erst mal positiv überrascht, dass die Anleitung unter anderem auch auf Deutsch ist und die Schnittteile sehr großzügig angelegt sind. Will heißen: ich hab knallhart ausgeschnitten und mich diebisch gefreut, dass das lästige Abpausen entfällt. Es sind ja die kleinen Dinge, die glücklich machen ;-) 




Eine klassische Joggingshose für's Kinderturnen fehlt dem Jungen im Moment sowieso und der Sweater unterscheidet sich auch deutlich von den hier bisher genähten Modellen. Er ist kastig und eher kurz geschnitten. Letzteres ist im Moment aber noch nicht ganz ersichtlich – ich hab die größte Größe, also 3 bis 4 Jahre, genäht und es hat noch etwas Platz im Oberteil und dem Hosenbund. Finde ich aber für bequeme Kleidung gar nicht verkehrt und über die Feiertage wird da bestimmt auch der eine oder andere Zentimeter zugelegt...










Verlinkt: Menschen(s)kinder
Schnitt: Kapuzensweatshirt und Hose von Katia
Stoff: Sweat mit Eisbären von Katia















Mittwoch, 28. November 2018

Hoodie Hudie



Die Zeiten in denen Kapuzenpullis mein wichtigstes Kleidungsstück waren, sind vorbei. So richtig bewußt wurde mir das aber erst, als Danie Prülla ihren neuen Schnitt Hudie vorstellte. Meine etwas schizophrene Antwort auf die Frage, wer ein Beispiel nähen will, war etwas in dieser Richtung "Ich trag keine Hoodies, aber ja!". Und genau so ist es. Irgendwann in den letzten Jahren bin ich den Hoodies entwachsen ohne es zu merken. Wo ich früher an keinem Kapuzenteil vorbei kam, liebe ich nun Sweater und Schals.



Aber für Hudie musste ich eine Ausnahme machen, da mir die Taschen so gut gefallen. Ähm, ich verbessere: zwei Ausnahmen. Der nächste Stoff ist schon geordert.



Dieser hier war eigentlich für den Mann bestimmt. Vor etlichen Jahren gekauft, wartete er auf ein passendes Schnittmuster und als er dann so wartete fand ich ihn plötzlich zu hellblau für einen ausgewachsenen Mann. Und das stattliche Stück von 1,50 zu lang um es für den weniger ausgewachsenen Jungen zu vernähen. Dabei ist der melierte Farbton eigentlich ein helles Petrol und nicht schnödes Hellblau. Diese Farbe, die Kameras ganz schlecht einfangen können. Ihr wisst was ich meine. 



Der nächste wird übrigens gelb mit grau und ich bin schon ganz heiß auf's Nähen! Zuvor warten aber noch Wichtelgeschenke, Adventskalender und ein klitzekleiner Berg Arbeit auf mich.





Verlinkt: After Work Sewing
Stoff: melierter Sweat unbekannter Herkunft (petrol) und Sweat mit Waffelmuster von Nosh
Schnitt. Hoodie Hudie von Prülla












Mittwoch, 7. November 2018

Sweatjacke aus Blockstreifen *Lebenskleidung*

Heute verleihe ich einen Preis. Kann man schon mal machen, oder?



In Näh-Kreisen liest man ja oft vom Lieblingsstoff, dem Stoffschätzchen, dem Traumstöffchen oder ähnlichem. Ich erzähle euch heute von genau diesem Stoff.
Es ist in meinem Fall DER Stoff für die ganze Familie und das Spannende dabei ist, dass meine Familie zu zwei Dritteln männlich ist und es ganz selten einen Stoff gibt, den ich wirklich für den Jungen, den Mann und mich gleichermaßen mag. Bei diesen Bio-Blockstreifen in Petrol/Navi ist es so.
Der Preis für den am flexibel einsetzbarsten Stoff 2018 geht an Lebenskleidung. Tadaa, Tusch, Applaus.
Herzlichen Glückwunsch dazu, dass statt MEINEM Sweatkleid, ein Pulli für den Mann und eine Sweatjacke für den Jungen entstanden sind – beide waren so heiß auf den Stoff, dass sie ihn mir quasi unter der Nähmaschine weggerissen haben. Lebenskleidung, ihr Lieben, man könnte sagen, ihr schuldet mir ein Kleid!



Den Männerpuli habe ich euch vor ein paar Wochen schon gezeigt, hier soll es nun um die Kinderjacke gehen.
Aus pedilus neuestem Buch (Alles Jersey//Hoodies for Kids//emf-Verlag) habe ich schon zur Veröffentlichung den Basicpulli getestet und damals schon die Sweatjacke auf die ToSew-Liste gesetzt.
Der Junge hat bisher genau eine (was übrigens auch sein einziges gekauftes Oberteil ist) und findet sie super. Seiner Meinung nach ein Kleidungsstück für große Jungs – das ist ihm extrem wichtig.
Ich hab den Schnitt ohne Änderungen in Größe 104 genäht und er passt prima. Lediglich die Tascheneingriffe sind etwas hoch oder schmal, das kann ich aber sehr gut verschmerzen.
Die Jacke ist wie im Schnitt vorgesehen mit Beleg genäht, die Versäuberung des Halsbündchens habe ich ergänzt.
Eine zweite Version die ich euch nächste Woche zeigen werde habe ich einfach gefüttert, das ging ebenfalls problemlos. Ich mag den Schnitt gerne und denke er wird uns noch einige Größen lang begleiten.



Die Kordel ist übrigens nicht nur Foto-Deko – ich überlege noch, ob ich sie in den Tunnelzug einziehen soll oder nicht, da sie mir etwas zu steif ist und andererseits Kordeln (auch wenn sie festgenäht sind) im Kindergarten nicht gerne gesehen sind. Aber gut aussehen würde es halt...



Verlinkt: Ich näh Bio, After Work Sewing, Menschen(s)kinder
Schnitt: Sweatjacke aus Alles Jersey – Hoodies for Kids
Stoff: Bio Komfort Sweat petrol/navi von Lebenskleidung








Mittwoch, 7. Februar 2018

Gestickter Lothar auf Robin Hoodie *Stoffreste*




Wie im Januar schon angekündigt, habe ich ein bisschen was aufzuarbeiten: viele Kinderteile sind genäht, fotografier und sogar getragen, schafften es aber über die gemütliche Weihnachtszeit nicht in den Blog. Da sich das natürlich ändern soll, darf heute Lothar an die Öffentlichkeit. Oder vielmehr Robin mit Lothar.
Als ich Lothar aus einer Laune heraus (natürlich ohne Plan!) auf den graublauen Sweat vom Stoffbüro stickte, bediente ich mich recht Wahllos an meinen Webwareresten. Irgendein Pulli sollte es werden, im Zweifelsfall ganz schlicht nur graublau, davon hatte ich noch genügend Stoff vorrätig.
Umso größer war die Begeisterung, als ich später bei den Sweatresten die gleiche Qualität noch in Bordeaux fand und diese wunderbar zu Lothars Nase passte. Und yeah, da gab es auch noch weiß-graublaue Ringel die gerade für eine Kapuze reichten! So ein Schuss weiß bringt einfach noch ein bisschen Frische rein, das mag ich gerne, obwohl es mir ja sonst auch nicht dunkel genug sein kann.



Ich bin ja wirklich Fan von passenden Kombinationen, aber richtig glücklich macht es mich, wenn ich dabei auch noch Reste aufbrauchen kann. In diesem Fall lief also wirklich alles rundum perfekt. Nicht nur farblich passen die Stoffe, nein, auch die Stoffqualität ist aus einem Guss: alle drei Stoffe sind Albstoffe, zwei davon exklusiv für das Stoffbüro produziert. Insider wissen: Das heißt, dass es auch passende Bündchen in der exakten Garnfarbe gibt!



Die Bündchenfrage habe ich seinerzeit auf Instagram in den Storys diskutiert und die Meinungen gingen sehr weit auseinander. So weit, dass ich viele neue Ideen mitgenommen habe und auf jeden Fall noch einen bordeaux-graublauen Pulli mit gelben Bündchen und einen mit taupefarbenen machen muss ;-)



Entschieden habe ich mich aber für Ton-in-Ton. Das Bordeaux kommt ebenfalls vom Stoffbüro und es ist das selbe Garn verstrickt wie im bordeauxfarbenen Sweat. Natürlich hätte es auch das Blaugrau gegeben, aber das hatte ich nicht mehr zu Hause und die Freude an der Resteverwertung überwog: es durfte noch ein Bündchen von Lebenskleidung mit an Board. Das passt farblich jetzt nur zu 99 statt 100 % aber damit kann ich wunderbar leben.



Für die Kapuze des Pullis habe ich mir mal eine andere Möglichkeit getestet. Bisher habe ich ja Bändel eher weggelassen weil sie eine unnötige Gefahrenquelle an kleinen Kindern sind. So verarbeitet, ohne lose Enden ist es aber etwas anderes... und wenn schon eine Kordel im Vorrat so gut passt, muss das ja ausgenutzt werden. Da kann mal auch mal darüber hinwegsehen, dass eine Öse nicht ganz perfekt ist.






Verlinkt: After Work Sewing, Ich näh Bio
Schnitt: Robin Hoodie von Fabelwald (Größe 98)
Stoff: Bio-Sweat in graublau, bordeaux (gerade nicht vorrätig) und gestreift (leider ebenfalls gerade nicht in dieser Farbstellung vorrätig) von Albstoffe für Stoffbüro; Bio-Bündchen von Albstoffe und Lebenskleidung 





















Mittwoch, 18. Oktober 2017

Kapuzenpulli Toni *Lebenskleidung Digitaldruck*



Die Abstimmung für die Realisation der neuen Digitalprints von Lebenskleidung ist in den letzten Zügen und ich will euch mein zweites Designbeispiel natürlich nicht vorenthalten.



Wie schon beim grauen Wolkenprint war es eine Überraschung und dementsprechend staunte ich nicht schlecht als ich das Paket öffnete. Da hatte ich erstmal so gar keine Idee. Das Design ist für mich etwas zu unruhig und spontan ehrlicherweise auch eher nicht mein Fall. Aber, ich liebe Herausforderungen und war mir sicher, dass ich ein schönes Teil für den Minimann daraus nähen kann. Und wie es dann so ist, gefällt mir der fertige Pulli doch viel besser als erwartet. Der Minimann sieht richtig niedlich in im Weltall aus!



Noch bevor ich eine Schnittidee hatte, war übrigens klar, dass ich auf jeden Fall ein mit "Astronaut" bedrucktes Snappap-Label anbringen möchte. Der Stempel wartete schon lange auf seinen Einsatz und hier ist er wirklich gut aufgehoben. Wie schon ein paar mal auf Instagram erwähnt benutze ich keine spezielle Stempelfarbe sondern ein handelsübliches Stempelkissen aus dem bürobedarf/Bastelmarkt. Bisher hat sich die Farbe auch nie beim Waschen verabschiedet sondern verblasst höchstens ein bisschen – da stemple ich im Zweifelsfall dann einfach nach.



Um die Pulliform im wirren All mit den geometrischen Figuren nicht untergehen zu lassen, hab ich die Raglannähte weiß gecovert – für mich mittlerweile beim Pullis in kleinen Größen mit Muster ein absolutes Muss. Wenn man nicht gerade Uni, Ringel oder Punkte vernäht, geht einfach sehr viel des Designs durch das Aufeinandertreffen der Raglannähte verloren. Um das ein bisschen "aufzuräumen", helfen Covernähte für mich ganz gut. Selbstverständlich erfüllen auch Paspeln den gleichen Zweck, aber da muss man ja auch erst mal Lust drauf haben...









Verlinkt: After Work Sewing, Ich näh Bio
Schnitt: Hoodie Toni von Schnittreif/Fritzi
Stoff: Bio-Digitaldruck auf Sweat von Lebenskleidung – noch nicht erhältlich, hier kann aber abgestimmt werden, ob er gedruckt wird oder ein anderes Design das Rennen macht
Label: Snappap bestempelt, mit dem Cutter ausgeschnitten und die Ecken mit dem Ecken-Abrunder gestanzt














Sonntag, 8. Oktober 2017

Kapuzenpulli Toni *All animals are equal*



Die Produktion der Herbst-Wintergarderobe für den Minimann ist in vollem Gange und heute zeige ich euch, einen kuscheligen Toni-Hoodie. Der Pinguin-Stoff ist einer von vier neuen Sweats aus der neuen Kollektion "All animals are equal" von Chat Chocolat aus Belgien. Vielleicht erinnert ihr euch an meinen lachsfarbenen Pulli den ich aus der letzen Kollektion genäht habe?



In dieser Runde hatte ich die Auswahl aus vier tierischen Prints auf unifarbenem Sweat und es fiel mir wirklich schwer mich zu entscheiden. Alle Stoffe sind einfach genau mein Ding: mit grafisch reduziertem Design in unregelmäßiger Musterverteilung kriegt man mich einfach.



Und jetzt bitte Applaus für meine grenzenlose Selbstlosigkeit, dass ich trotz großer Begeisterung nähtechnisch an mein Kind gedacht habe und Stoffe für ein Kinderteil bestellt habe.
Ich erzähle nur den Lesern mit den guten Augen, dass ich noch beim Zuschneiden mit mir ringen musste nicht doch sofort einen Pulli für mich zu nähen. Natürlich habe ich besonders stoffsparend zugeschnitten und mit ein bisschen schwarzem Sweat als zusätzlicher Kombistoff geht da sicher auch noch was für mich...



Der Pingu-Stoff ist also sowohl für Große, als auch für Kleine verwendbar, allerdings muss man bei den kleinen Größen eventuell ein bisschen mehr Stoff einplanen als eigentlich im Schnitt vorgesehen ist, denn der ein oder andere Pinguin ist etwas größer als seine Artgenossen und es braucht mehr Freiraum um ihn wirken zu lassen. Ich mag wie erwähnt diese unregelmäßige Anordnung sehr und hab auch bei Größe 98 nicht auf den Musterverlauf geachtet. Ihr wisst ja, ich wollte Stoff sparen!
Lediglich bei den Ärmeln habe ich zum unifarbenen Kombistoff der gleichen Qualität gegriffen um an den Raglannähten nicht so viele halbe Tiere aufeinandertreffen zu lassen. #pinguingulasch 
Die gecoverten Nähte bringen hier zusätzlich noch etwas Ruhe rein und betonen zudem die Schnittführung.
Im Moment ist der Pulli noch etwas groß, was aber auch bei der Doppelgröße 98/104 und etwas über 90 cm Körpergröße kein Wunder ist. Den gleichen Schnitt habe ich letzten Herbst in 86/92 genäht und der wiederum ist schon viel zu klein. Ich finde es gibt aber auch im Herbst wenig gemütlicheres als sich als Jackenersatz in einen großen Hoodie einzumümmeln. Hoffentlich sieht der Minimann das auch so – beim Fotoshooting war er schon mal ganz kooperativ und das will was heißen.



Die fiesen Schrammen im Gesicht sind übrigens kein Laufradunfall (da trägt er selbstverständlich einen Helm wenn er wirklich fährt und nicht nur neben dem Gefährt steht) sondern ein kleiner Sturz vom Klettergerüst am Tag zuvor. Natürlich fällt er auf der Seite vom Spielgerät an der statt feinem Sand grober Schotter liegt – war ja klar. Den ganzen Sommer stehe ich helikopternd neben ihm wenn er auf das fiese Ding klettert, stets bereit ihn aufzufangen (was natürlich NIE nötig war)  und dieses eine mal hab ich rabenmuttermäßig eine Nachricht an unser verspätetes Spielplatzdate geschrieben und... zack, sofort die Quittung bekommen. Zum Glück ist nichts Schlimmeres passiert.



Und weil es mit Unfällen in den vergangenen Woche noch nicht gereicht hat, hab es noch einen Zwischenfall bei dem ich in Gedanken mal ein bisschen mehr auf den Rollschneider gedrückt habe als gut war. Leider mit dem Finger auf das rotierenden Teil... Autsch. Wesentlich schlimmer war dann trotzdem, dass meine Ovi sich verabschiedet hat. In Selbstdiagnose vermute ich eine Schramme/Unregelmäßigkeit am Metall der Stichplatte weshalb alle paar Zentimeter der Faden reißt. Nähe ich wirklich langsam, was bei einer günstigen Maschine ohne Geschwindigkeitsregler echt nicht leicht ist, kann ich das reißen auf ungefähr 10-15 cm hinauszögern. Bei Normalgeschwindigkeit reißt der linke Oberfaden noch bevor ich einmal die Länge des Nähfüßchen genäht habe.
Ihr könnt euch vorstellen was für Laune ich habe! Der Hoodie hat gefühlt eine Woche gedauert und an die eigentlich geplante passende Jogginghose war definitiv nicht zu denken. Und jetzt, wo das Shooting zum Pulli auch ohne die passende Hose über die Bühne ging, steht nur noch die Frage welche Maschine es werden soll dem Nähen eines Oberteils für mich aus den Pingu-Resten im Wege. Höhöhö.



Verlinkt: Ich näh Bio, Menschen(s)kinder
Stoff: Bio-Sweat Pinguine und Kombi-Uni von Editex/ Chat Chocolat
Schnitt: Kapuzenpulli Toni von Fritzi/Schnittreif


















Mittwoch, 8. März 2017

RobinHoodie *Konfetti*



Des Minimannes zweiter Robin Hoodie wird schon fleißig getragen obwohl  er eigentlich noch etwas groß ist. Die umgeschlagenen Ärmel verraten, dass die Größe 92 bei diesem lockeren Strick noch Reinwachspotential hat. Zumindest in der Länge, die Breite geht natürlich schon...
Ich bin ziemlich verliebt in den Schnitt, der ist einfach klasse. Sitzt gut, ist schnell genäht und von den zig Varianten habe ich ja auch erst zwei genäht – da geht also demnächst noch was.



Interessant zu sehen wie sich die Stoffwahl auf die Passform des Schnittes auswirkt, der erste Robin saß deutlich enger und natürlich stand die Kapuze (aus zwei Lagen Sweat) deutlich mehr ab. Damit diese hier etwas mehr Stand hat, habe ich einen eher steifen Jersey für die Innenseite verwendet. Und hach, es passte halt auch so gut zur Plott-Idee...



Apropos lockerer gestrickt: Aus diesem Stoff hatte ich meine erste Frau Isa genäht und es hat leider so gar nicht funktioniert, weshalb meine erste Frau Isa nun der zweite Robin Hoodie geworden ist. Totaler Näh-Fail, hing wie ein nasses Cape an mir und der eigentlich so schicke Ausschnitt hat sich in alle Himmelrichtungen verzogen. Große Katastrophe.



Ich war erst mal so traumatisiert, dass ich den Schnitt ein paar Wochen liegen lassen musste und das "Cape" so lange unter einem Stoffstapel versteckte. In der Zwischenzeit habe ich doch noch eine Isa genäht die aussieht wie sie geplant war und dementsprechend konnte ich mich für diesen Robin auch sehr gut vom missglückten Isa-Versuch trennen.
Und so als Kleinerjungenpulli finde ich den Stoff auch viel schöner als im Riesencape.



Der Minimann hatte leider ziemlich miese Fotolaune und war unter anderem nicht bereit seine linke Seite fotografieren zu lassen. Den linken Teil des Plotts gibt es deshalb also ohne Kind darin.










Verlinkt: After Work Sewing, Made4Boys
Stoff: lang abgelagerter, dünner Strickstoff von Lillestoff und Ringeljersey der ebenfalls schon ein paar Jahre auf dem Buckel hat aber ein wahres Kombiwunder ist – passt immer wenn sonst nicht passt!
Schnitt: Robin Hoodie von Fabelwald