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Montag, 11. November 2019

Mantel Frau Linda von Schnittreif #cozysewtogether



Nachdem unser #gustasewtogether ein voller Erfolg war, knüpfen wir praktisch nahtlos daran an, hielten dieses mal das Thema aber etwas offener. Hauptsache kuschelig! Unter #cozysewtogether findet ihr bei Instagram also vom Kuschelpulli in Herbstfarben bis zum warmen Mantel einiges.



Für meinen Beitrag, den Mantel Linda, brauchte ich definitiv den kleinen Schubser, den sozialen Druck, den das Gruppennähen mit sich bringt. Ich war mir einfach nicht sicher, ob Linda der richtige Schnitt für mich ist. Nun weiß ich: er ist es. Zwar nicht in Kaufgröße, aber wie bei Schnittreif üblich  nach einfach eine Größe kleiner und schon sitzt das Mäntelchen ganz fein. Verlängert habe ich trotz meiner Größe nicht.



Ich entschied mich schnell für einen von Mira vorgestellten Walk, der sich auch ganz großartig vernähen lies. Lediglich die kleinen fiesen Fusseln die beim Zuschnitt entstanden werden mich wohl noch eine Zeit lang zum öfter Staubsaugen animieren. Aber gut, das bringt das Material nun mal mit sich und es gibt wahrlich schlimmeres.
Walk ist nichts für superempfindliche Haut, beziehungsweise muss man bei dieser den Walk in der Schnittauswahl bedenken. Ich hab Schwierigkeiten mit reiner Wolle, aber beim Mantel Linda ist der Kragen weit genug vom Hals weg, so dass ich bei Bedarf den Schal innen tragen kann und mir so die naturbedingt etwas kratzige Wolle vom Hals halten kann.



Genäht ist Linda flott, da sie kein Innenfutter besitzt und auch eher schlicht designt ist. Ich persönlich hätte sie mit Futter zwar grundsätzlich schöner gefunden, aber nachdem ich sowieso etwas knapp mit der Zeit war, passte das dann doch ganz gut. Extra ein Futter basteln wäre mir aktuell zu aufwändig gewesen, dann hätte ich eher einen anderen Schnitt gesucht. Aber wenn Brid und Anja irgendwann mal noch ein Innenfutter nachlegen, wäre ich auf jeden Fall dabei ;-) 



Versteckte Druckknöpfe (bisher nur drei, ich erweitere aber nachdem ich die Bilder begutachtet habe definitiv um ein bis zwei) machen den mantel etwas eleganter und mit dem Partyknopf am Kragen lässt sich Lindas Stil noch ein bisschen unterstützen.



Ich habe mich nach langem hin und her für einen für meine Verhältnisse eher eleganten Knopf aus meiner Sammlung der traurigen Single-Knöpfe entschieden. Ganz weit Vorne mit dabei war aber auch ein gelber Knopf im Monstera-Blatt-Design.
Den spare ich mir jetzt aber lieber als Broschen-Erstz um ihn flexibler einsetzen zu können. Ein wirklich schlichter Mantel ist ja definitiv ein Must-have, der kommt auch gut ohne gelben Monstera-Knopf aus.







Schnitt: Frau Linda von Studio Schnittreif
Stoff: Wollwalk (gekochte Wolle) in anthrazit von Swafing über Mira – kleine Naht ganz groß (gibt es in ganz vielen Farben! Wer es etwas bunter braucht, ist bei dem Material auch gut aufgehoben)

















Donnerstag, 6. Dezember 2018

Softshelljacke für Erwachsene *Fadenkäfer*

Gestern habe ich euch die Jacke für den Jungen gezeigt, heute geht es weiter mit meiner.
Wer von den Anfängen meiner Softshellbegeisterung, vom Nadelbruch und vor allem dem Reißverschluss-Desaster lesen möchte, klickt bitte zum gestrigen Post.



Die Jacke für den Jungen war fertig, meine lag zugeschnitten und nähbereit neben der Maschine. Los gehts!
Einer der ersten Schritte ist, den Reißverschluss auf die passende Länge zu kürzen. Das hatte ich bei der ersten Jacke komplett versemmelt. Einfach am falschen Ende angelegt und somit zu kurz abgeschnitten. Sollte mir auf keinen Fall ein weiteres mal passieren. Wäre ja aber auch zu blöd... Ups. Zu spät. Wieder zu kurz.
Kein Scherz, ich konnte es selbst kaum glauben. Es war nicht ganz so viel wie bei der Kinderjacke, aber dennoch fehlen einfach mal zwei Zentimeter in der Länge. Mit ein bisschen gefummel ging es dann doch, aber ich werde die Jacke definitiv nicht ganz entspannt bis oben zuziehen können. Der Reißverschluss endet nämlich einen Zentimeter unter dem Zipperstop. Da muss ich irgendwie noch was dranbasteln...



Der Rest des Nähvergnügens ging dann aber wieder ganz fluffig über die Bühne, Softshell ist ein tolles Material und da bei Carolins Schnitten die Nahtzugabe schon enthalten ist, passen die Schnittteile auch wirklich perfekt zusammen. Vorausgesetzt man hält die Nahtzugabe auch ein. Höhöhö. Bei vielen Einzelteilen finde ich es schon von Vorteil, auch wenn ich sonst gerne selbst die passende Zugabe ergänze.



Das Absteppen der dreifachen Stofflagen war wieder gar kein Problem, bei mehr als drei Lagen verabschiedeten sich aber erneut diverse Nadeln. Da ich am Wochenende nähte, brauchte ich praktisch meinen kompletten Nadelvorrat auf. Hätte ich genügend passende vorrätig gehabt, wäre das sicher nicht ganz so verheerend ausgefallen, aber da mir irgendwann die passenden nadeln ausgingen, durfte dann auch mal eine extradicke Universalnadel ran...
Ich hab es durchgezogen und die Fotos zur Veröffentlichung des Schnittes geliefert. Allerdings noch ohne die Reißverschlussnaht zu steppen und die Belege festzunähen. Ich hatte einfach keine Nadel mehr! Liest sich verrückt, war aber so! Ich bin einfach so frei, euch #fürmehrrealität auch die Bilder zu zeigen, bei denen sich der Kapuzenbeleg hochklappt.



Trotz meiner Größe habe ich das Schnittmuster übrigens nicht verlängert. Die Jacke ist gut lang und kann daher auch mit Tunnelzug genäht werden. Da ich sie hauptsächlich zum Joggen anziehen will, ist sie in der unverlängerten Länge für diesen Zweck genau richtig.
Ich bin sonst nicht so der Outdoormodeträger und lache immer herzlich, wenn ich bei uns in der Innenstadt ganze Familien mit Wanderrucksäcken und Softshelljacken im Partnerlook sehe... 



Bisher hatte ich noch keine Zeit die Jacke richtig zu vollenden, aber wenigstens die Nadeln sind schon im Nähzimmer. Dafür trage ich sie schon fleißig, das Wetter ist hier gerade perfekt dafür: Nicht zu kalt, aber komisch regnerisch. Softshelljackenwetter eben. Wie ich bisher ohne eine auskam ist mir ein Rätsel!







Schnitt: Softshelljacke von Fadenkäfer (Aktuell noch zum Einführungspreis zu haben!)
Stoff: Softshell vom Stoffmarkt














Mittwoch, 5. Dezember 2018

Softshelljacke *Füchse*

Wenn mir bis vor einem Monat jemand erzählt hätte, dass ich mal Füchse vernähe, hätte ich sicherlich sehr laut gelacht.
Der selbe Jemand hätte womöglich noch vorausgesagt, dass ich eine Softshelljacke nähe. Ich wäre vor Lachen zusammengebrochen. Wirklich! Ich hab keine Zeit Jacken zu nähen. Und Füchse kann ich auch nicht brauchen. So einfach ist das.



Wie es nun also zu diesem Post kam, kann ich nicht mehr so ganz genau sagen. Carolin von Fafenkäfer schrieb mich an  und fragte, ob ich ihren neuen Schnitt nähen wollte und eine Woche später stolperte ich beim Stoffmarkt über den wohl schönsten Softshell der Welt. Grau und Schwarz plus ein bisschen Motiv ganz nach meinem Geschmack.
Ein Zeichen! Natürlich hab ich zugesagt und nicht nur diesen Stoff, sondern auch gleich noch einen für mich gekauft. Carolins Jacke gibt es für die ganze Familie und wenn man schon mal dabei ist, kann man ja auch gleich mehrere. Eine ist keine.



Die Jacke des Jungen war zuerst dran und ich war völlig im Glück mit meinem ersten Softshellerlebnis. Kein Witz, Softshell ist mein Material! Nie habe ich akkurater genäht. Ohne Bügeln wohl gemerkt! Ich hab mich kaum noch eingekriegt vor Begeisterung und hab die Nähte im Rückteil und an der Kapuze vor lauter Freude gleich doppelt abgesteppt und auf allen Kanälen ordentlich damit angegeben. Herrlich!

Es lief einfach zu gut mit mir und der Kinderjacke, darum hab ich beherzt zur Schere gegriffen und den perfekten Reißverschluss einfach mal auf die falsche Länge gekürzt. Kann man machen.
Natürlich gab es den perfekten Reißverschluss dann nicht mehr und ich hab die zweite Wahl nehmen müssen. Strafe muss sein. Wenigstens konnte ich mich beherrschen und hab nicht nochmal falsch geschnitten...



Und plötzlich kam der Moment, wo es auch mit dem Absteppen nicht mehr so fluffig lief. Vier Lagen plus Reißverschluss der möglicherweise auch etwas knubbelig eingenäht war waren zu viel für Nadel Nummer eins. Nadel Nummer zwei bis drei folgten ihr recht schnell in die ewigen Jagdgründe das ewige Nadelkissen.



Trotzdem wurde die Jacke fertig, und ich finde sie echt hübsch. Kleine Schönheitsfehler gehören offensichtlich bei mir einfach dazu. Und ohne zu sehr zu spoilern: morgen zeige ich euch meine Jacke und ratet mal was hier beim Reißverschluss passiert ist...






Verlinkt: After Work Sewing, Menschen(s)kinder
Stoff: Softshell vom Stoffmarkt
Schnitt: Softshelljacke von Fadenkäfer (momentan noch zum Einführungspreis zu haben!)

Mittwoch, 7. November 2018

Sweatjacke aus Blockstreifen *Lebenskleidung*

Heute verleihe ich einen Preis. Kann man schon mal machen, oder?



In Näh-Kreisen liest man ja oft vom Lieblingsstoff, dem Stoffschätzchen, dem Traumstöffchen oder ähnlichem. Ich erzähle euch heute von genau diesem Stoff.
Es ist in meinem Fall DER Stoff für die ganze Familie und das Spannende dabei ist, dass meine Familie zu zwei Dritteln männlich ist und es ganz selten einen Stoff gibt, den ich wirklich für den Jungen, den Mann und mich gleichermaßen mag. Bei diesen Bio-Blockstreifen in Petrol/Navi ist es so.
Der Preis für den am flexibel einsetzbarsten Stoff 2018 geht an Lebenskleidung. Tadaa, Tusch, Applaus.
Herzlichen Glückwunsch dazu, dass statt MEINEM Sweatkleid, ein Pulli für den Mann und eine Sweatjacke für den Jungen entstanden sind – beide waren so heiß auf den Stoff, dass sie ihn mir quasi unter der Nähmaschine weggerissen haben. Lebenskleidung, ihr Lieben, man könnte sagen, ihr schuldet mir ein Kleid!



Den Männerpuli habe ich euch vor ein paar Wochen schon gezeigt, hier soll es nun um die Kinderjacke gehen.
Aus pedilus neuestem Buch (Alles Jersey//Hoodies for Kids//emf-Verlag) habe ich schon zur Veröffentlichung den Basicpulli getestet und damals schon die Sweatjacke auf die ToSew-Liste gesetzt.
Der Junge hat bisher genau eine (was übrigens auch sein einziges gekauftes Oberteil ist) und findet sie super. Seiner Meinung nach ein Kleidungsstück für große Jungs – das ist ihm extrem wichtig.
Ich hab den Schnitt ohne Änderungen in Größe 104 genäht und er passt prima. Lediglich die Tascheneingriffe sind etwas hoch oder schmal, das kann ich aber sehr gut verschmerzen.
Die Jacke ist wie im Schnitt vorgesehen mit Beleg genäht, die Versäuberung des Halsbündchens habe ich ergänzt.
Eine zweite Version die ich euch nächste Woche zeigen werde habe ich einfach gefüttert, das ging ebenfalls problemlos. Ich mag den Schnitt gerne und denke er wird uns noch einige Größen lang begleiten.



Die Kordel ist übrigens nicht nur Foto-Deko – ich überlege noch, ob ich sie in den Tunnelzug einziehen soll oder nicht, da sie mir etwas zu steif ist und andererseits Kordeln (auch wenn sie festgenäht sind) im Kindergarten nicht gerne gesehen sind. Aber gut aussehen würde es halt...



Verlinkt: Ich näh Bio, After Work Sewing, Menschen(s)kinder
Schnitt: Sweatjacke aus Alles Jersey – Hoodies for Kids
Stoff: Bio Komfort Sweat petrol/navi von Lebenskleidung








Montag, 29. Oktober 2018

Regenjacke Jara/Jaro *Friesennerz*



Noch nie hatte ich das Bedürfnis eine Regenjacke nähen zu wollen. Doch kann kam Julia von Kreativlabor Berlin mit ihrem Jackenschnitt Jara/Jaro ums Eck und ich bin da irgendwie so reingerutscht...
Der Schnitt ist eine Kinderjacke mit leichtem Retrolook, die je nach Belieben gefüttert oder mit Beleg genäht werden kann. Von Regenjacke keine Spur. Aber man kann ja praktisch aus jedem Schnitt eine Regenjacke nähen, wenn man wasserabweisenden/undurchlässigen Stoff verwendet. Und so sprang ich recht schnell auf Julias Hinweis an, dass ich ja einen Friesennerz nähen könnte. Ich finde die Kombi aus Gelb und schwarz-weißen Ringeln so cool, dass ich unbedingt auch eine für mich haben wollte.



Mit dem Ergebnis bin ich mehr als glücklich und ich finde, die Jacke sieht wirklich niedlich aus. Aber dennoch würde ich es nicht wieder tun. Zumindest nicht in dieser Form.



Jeder Stich in den Stoff muss von der Rückseite mit Nahtband versiegelt werden. Es gibt verschiedene Möglichkeiten dies zu tun (von mit dem Pinsel auftragen bis Aufbügeln ist alles dabei) und mir wurde im Stoffladen aufbügelbares Band empfohlen. Und ich sag es mal so: ICH kann es nicht empfehlen.



Etwas auf einen nicht bügelbaren Stoff aufzubügeln zu wollen ist einfach keine gute Idee. Ja, es geht wenn man sehr vorsichtig ist, aber zwischen das band hält nicht und der Stoff schmilz liegt ungefähr eine Millisekunde. Ich bin fast wahnsinnig geworden. Ein Bügelei hätte hier gute Dienste geleistet, aber mich hätte wahrscheinlich auch das nicht gerettet.
Um dem Regen weniger Angriffsfläche bzw mir weniger Bügelprobleme zu beschweren, habe ich die Kapuze komplett angenäht und nicht wie im Schnitt vorgesehen auf einem Steg befestigt und mit Knöpfen befestigt. Höhe ist trotzdem ausreichend da, selbst wenn der Junge noch eine Mütze in der Kapuze tragen würde.



Das Ende vom Lied: Die Jacke für den Jungen ist toll, aber am Ärmelansatz sicher nicht komplett wasserundurchlässig. Was allerdings viel schlimmer ist: ich bin so abgeschreckt von dem Material, dass ich mir keine Regenjacke nähen werde. Das wäre nämlich ja eigentlich der Folgeplan gewesen...






*** Werbung***

Verlinkt: Menschen(s)kinder
Schnitt: Jacke Jaro/Jara von Keativlabor Berlin
Stoff: Ringel von Noshorganics, Regenbekleidungsstoff vom örtlichen Stoffladen















Sonntag, 23. September 2018

Wendejacke *Babygeschenke*



Wenn die Babys alle auf einmal auf die Welt kommen, reicht die Zeit nicht für extra Babygeschenke-Posts. Da müssen dann schon mal zwei Teile zusammengefasst werden. Vor allem, wenn sie farblich so gut passen und gemeinsam genäht wurden. Ich habe quasi bis zum verbinden der vier Jackenteile überlegt, ob Konfetti nicht auf lieber zum auffälligen Nosh-Rosa kombiniert werden soll. Hätte auch gut gepasst, aber nun ich die Jacke etwas mehr unisex und ich finde es gerade deshalb bezaubernd. Da das Geschlecht im Vorfeld nicht jeder wusste, wurde bei Bordeaux sofort gemutmaßt, dass es mit diesem "eindeutigen Hinweis" nur ein Mädchen sein kann. Verrückt. Der Junge trägt übrigens auch bordeaux und ich finde es wunderbar jungsig – nicht nur für Säuglinge ;-)



Dass das Baby von Dominique eine Jacke aus Konfetti tragen wird und meine Babynichte mit ihrer Hundefan-Mutter die Möpse bekommt war übrigens gleich klar. Wenn ein Stoff mal so gut passt, muss das ausgenutzt werden!



Und um noch eins drauf zu setzen: Hätte ich einen passenden Stoff für die Außenseite gehabt, hätte ich auch eine Mädchenjacke aus dem Blauen Konfetti genäht. Jaja, das ist geht und ist ausdrücklich erlaubt!






Schnitt: YellowSkyJacke (nicht mehr erhältlich)
Stoffe: Pugville von ArtGalleryFabrics, mein Design Konfetti, Ringel, Uni-Bordeaux und Sweat in Waffeloptik von Nosh
Verlinkt: Ich näh Bio, Menschen(s)kinder

Donnerstag, 23. August 2018

Cardigan JOne von Prülla ist da *Hilco*



Schon mal dicken Kuschelstrick im Sommer kaufen wollen? Offline statt online, wohlgemerkt, denn ich wollte unbedingt fühlen ob er den Anforderungen für den geplanten Cardigan entspricht. Einfach war es nicht, aber zum Glück ist es von mir nicht weit bis nach Echterdingen zu Hilco. Und da ich in den Verkaufsräumen schon angekündigt wurde, durfte ich einen Blick auf die zu diesem Zeitpunkt noch versteckte Winterware unter den Tischen werfen. Was ein Glück, denn da lag mein Stoff für Danies neuen Schnitt.  Den Namen hab ich vergessen, aber es war so was wie Lammstrick. Also warm. Eigentlich war ich auf der Suche nach einem richtig groben Strickstoff. Also wirklich groooob, aber dieser hier hat dann doch überzeugt.



Und eben, man kann ja auch einfach einen zweiten #cardiganjone nähen wenn man denn dann den richtig groben Strick gefunden hat.



Anhand der Weinflasche verdeutliche ich übrigens nur, wie groß die Tasche ist.
Wenn ihr ein schönes Weinettiket in JOne fotografieren wollt, klappt das nicht. Die Flasche verschwindet nämlich komplett in der Tasche. 
Wenn ihr allerdings auf einem Weinfest günstig mit Selbstmitgebrachtem feiern wollt, ist Jone die richtige Wahl. Höhöhö.



Und nun zur Wahrheit: die Fotos waren eine echte Qual. Der Sommer 2018 hat offensichtlich nicht damit gerechnet, dass ich Kuschelcardigans fotografieren will und so posierte ich schick in Strick bei über 30 Grad.
Auch wenn der Schnitt oversized ist, besser sitzt er wenn ich drunter etwas mehr Stoff trage als ein hauchdünnes Viskoseblüschen ohne Ärmel. Aber bei aller Liebe, das war nicht drin!







Verlinkt: Du für Dich am Donnerstag
Schnitt: Cardigan JOne von Prülla
Stoff: Strick von Hilco. Selbstgekauft, aber Werbung wegen Markennennung...
Wein: Geschenk von Katja von schönstebastelzeit













Mittwoch, 10. Januar 2018

Babygeschenk *Yellow Sky Jacke und Halstuch*



Babykleidung nähe ich wahnsinnig gerne, allerdings bin ich gerade bei Geschenken oft etwas überfordert bei der Stoffauswahl. Kommen die Eltern mit kein-Blau-für-Jungs, ohne-Schnickschnack-für-Mädchen, lieber-kein-kein-Plott und statt dessen Ringel-für-alle-und-gerne-auch-schwarz klar?
Ich will etwas schenken was den Eltern gefällt, natürlich möchte ich aber auch voll und ganz dahinter stehen wenn ein Dritter erfährt, dass das Teil von mir ist. Wenn ich ahne, dass die Beschenkten einen gänzlich anderen Geschmack haben, würde ich wohl eher etwas kaufen.
Das war in diesem Fall nicht nötig, denn ich wußte schon vor der Geburt der kleinen Dame, in welchem Stil ich ihr Willkommensgeschenk nähen würde. Es hätte also ganz leicht werden können, wenn mein Stoffschrank die perfekte Kombi zugelassen hätte. Hat er aber nicht, also musste ich den "Umweg" über's Stoffbüro fahren und Catrin hat mir Bilder diverser babytauglicher Stöffchen ohne zu kindliches Motiv gemacht und am Ende habe ich mich für die Dreiecke entschieden. Hände hoch für besten Service! Wobei es fast schon frech war, dass sie bevor ich näher darauf einging direkt fragte, ob es eine Decke oder die Yellow Sky werden soll. Sie kennt meine Vorlieben einfach zu gut...



Ich mag den frischen, frühlingshaften Stoff total – auch wenn er auf den ersten Blick gar nicht in mein Beuteschema passt. Der Sweat in altrosa ist der perfekte Partner dazu, er nimmt den Dreiecken das "quietschige" und bringt die benötigte Ruhe rein. Eigentlich hatte ich natürlich kein Rosa geplant (zu naheliegend), aber mein Sweat in Petrol war doch zu blaustichig für die grünen und türkisfarbenen Dreiecke.



Mein favorisierter Jackenschnitt für sehr neue und kleine Menschen ist ja eine Wendejacke, und auch wenn es da für mich immer eine Außenseite gibt (nämlich die mit Sweat, nicht die aus Jersey), kann natürlich nach Lust und Laune gewendet werden. Da ist es schick, wenn auch die Bündchen auf beiden Seiten passend sind. Das gleiche zarte Altrosa hatte ich nicht, Weiß ist nie eine gute Idee, Grün war zu grell und Gelb zu hell. Blieb noch Taupe. Auf den ersten Blick nicht passend. Auf den Zweiten aber um so mehr. Graubraun zu Altrosa ist so verdammt edel!
Und in diesem Geschenk-Fall bin ich mir auch ganz sicher, dass die Eltern weder pinke Bündchen, noch einen Plott wie "frisch gepresst" vermissen werden ;-)



Ganz besonders freue ich mich ja, wenn der Stoff für das geplante Projekt reicht und nicht noch ein Rest übrig bleibt der zu klein für Kindersachen aber zu groß zum entsorgen ist. Hier habe ich nach zwei passenden Sabbertüchern noch ungefähr 15 Gramm Stoff übrig – in nicht zusammenhängenden Stücken. Das darf also als Punktlandung verbucht werden!



Diese kleinen Babyhalstücher nähe ich ja öfter und sie haben sich auch als kleines Solo-Geschenk echt bewährt. Mittlerweile mache ich es übrigens auch so, dass ich grundsätzlich Jerseyreste sofort mit der am Schneidetisch liegenden Tuch-Schablone zuschneide und die meisten Stoffreste gar nicht als Stück aufgehoben werden und statt dessen gleich in die Kiste mit den Sabbertuch-Zuschnitten wandern.











Verlinkt: After Work Sewing, Ich näh Bio, Sew Mini
Stoff: Jersey "Arboretum Dawn" von Art Gallery und Bio-Bündchen in taupe von Albstoffe für Stoffbüro hergestellt, Laine Slub in rose von Nosh Organics
Schnitt: Yellow Sky Jacke von DinoVanSaurier in Größe 62, ohne Öhrchen; Sabbertuch nach eigenem, jahrelang erprobtem Schnitt ;-)
Zubehör: weiße Jerseydrücker von Prym und ein Webband-Schnipsel



Mittwoch, 15. November 2017

Yellow Sky Jacke *Panda auf mint*



Die Yellow Sky Jacke ist einfach mein liebster Schnitt für Babygeschenke und so machte sich auch dieses Exemplar von vor einigen Wochen auf die Reise zu einem neuen Menschlein.



Als Set gab es noch das Sabbertuch und die passende Hose aus den grau-schwarzen Ringeln dazu – leider hat es die auf kein Bild geschafft. Als ich mich in einer Nacht-und-Nebel-Aktion entschied noch eine Hose zu nähen, waren Wendejacke und Tuch schon fotografiert und es musste schnell gehen.



Die Stoffwahl machte mir bei diesem Projekt besondere Sorgen, da ich den Geschmack der Mama nicht wirklich kenne, aber natürlich kein typischen Jungs-Jäckchen nähen wollte. Eine blaue Jacke mit grinsendem Bagger drauf könnte man schließlich auch im Laden kaufen. Nun hoffte ich also sehr, dass die Eltern keine größere Abneigung gegen Pandas und mint haben...
Seit mal eine Bekannte meine für ihre kleine Tochter genähte Wimpelkette mit Blumenmuster in hellgrün, türkis und nur ganz wenig rosa als "ungewöhnlich für ein Mädchen" bezeichnet hat, bin ich dezent traumatisiert.



Der Stoff ist übrigens einer meiner ersten Onlinekäufe und dementsprechend schon ein paar Jährchen alt. Ich mag ihn sehr, aber dennoch ist er leider zur Schrankleiche geworden.



In den Anfängen meiner Nähkarriere hatte ich einfach wenig Ahnung von Stoffqualitäten und kaufe quer durch die Shops ein. Ich meine mich zu erinnern, dass ich ihn als Passe für ein schwarzes Shirt oder als Kapuzenfutter gedacht hatte. Ja, ja, für mich... Bitte macht das Kopfkino wieder aus! Dass Sweat in einer T-Shirt-Passe keine gute Idee ist und im Hoddie auch eher etwas dick ist, kam mir dann wohl auch irgendwann und so lag das Stöffchen im Schrank. Natürlich war es auch nur ein knapper halber Meter –  da war nicht an größere Projekte zu denken. Umso mehr freue ich mich, dass ich mich von ihm trennen konnte und er ein niedliches Jäckchen wurde.



Verlinkt: After Work Sewing, Menschen(s)kinder
Stoff: Pandas auf Sweat von Andrea Lauren, Ringel von Nosh
Schnitt: Yellowskyjacke von Dino van Saurier












Mittwoch, 24. Mai 2017

Quatschkopf *Rapu-Ringel*


Okay, ich gebe es zu: Liebe auf den ersten Blick war es nicht mit dem Krebsstoff. Krebse halt! Konnt ich eigentlich noch nie leiden, musste ich wegen der Dinger doch schon im einen oder anderen Urlaub kreischend vom Strand flüchten. Ich hatte aber nun mal wahnsinnig Lust auf ein Kindershirt. Und zwar mal so richtig. Mit Motiv und nicht nur geringelt.
Also Krebsstoff bestellt und noch ein paar Kombiringel dazu. Gemischtes Sortiment aus Sweat und Jersey, denn ich hatte einen Plan. Jawoll ja, ich bestelle tatsächlich Stoff mit Nähplan!
Ich mach's kurz: das Paket kam und ich war hin und weg von den Krebsen. Schön plakativ und irgendwie niedlich ohne niedlich zu sein. Was ja bei Kinderteilen oft nicht ganz optimal ist, finde ich hier richtig toll: der Print ist recht groß und so passt in Größe 92 gerade mal ein blauer Krebs auf Vorder- und Rückteil. Gefällt mir wahnsinnig gut.



Eigentlich hätte ich ja die Ärmel gerne aus dem rot/weiß geringelten Jersey genäht, aber die Krebse sind aus dem lässigen Flame und ich bin irgendwie nicht in der Lage verschiedene Stoffqualitäten in einem Shirt zu kombinieren. DAS hatte ich bei meinem Bestellen nach Plan leider etwas aus den Augen verloren...
Macht aber nichts, das Shirt verträgt definitiv Krebse all over und so blieb der Ringelstoff als Innenseite der Wendejacke. Hat gerade so gereicht – ich bin ja immer wieder überrascht wie viel Stoff das Kapuzenschnittteil frisst und so musste ich sie, trotz 60 cm volle Breite, noch gegen den Fadenlauf zuschneiden.
Die Außenseite der Jacke kennt der aufmerksame Leser schon aus der letzten Woche: es ist der Rest vom geringelte Sweat aus dem ich mir meine Aiko mit den Partyknöpfen genäht habe.



Ich bin jedenfalls sehr angetan von den Stoffen und überhaupt dem kompletten Outfit. Den Minimann finde ich zum anbeißen niedlich in Krebsshirt und dem noch etwas großen Jäckchen und ich überlege nochmal Krebse nachzubestellen.
Leider habe ich vor lauter Euphorie vergessen, dass man nicht viel Zeit hat, wenn man das Kind zum fotografieren mit dem Gartenschlauch an Omas Wassertrog stellt. Ist ein bisschen wie mit diesen eigentlich immer grauenhaften Hochzeitsbildern bei denen sich die Braut in Schlamm/Wasser/Farbe wälzt. Es muss schnell gehen. Der Unterschied vom Hochzeitsfotograf zu mir wurde hier sehr deutlich. Es ging natürlich nicht schnell genug und deshalb gibt es mehr Bilder von hinten als von vorne und wir mussten schnell wieder rein um die drohende Erkältung abzuwehren. Ja, am Tag des Shooting war es natürlich kalt. War ja klar.






Verlinkt: After Work Sewing, Ich näh Bio, Menschenskinder
Stoff: Flamé Rapu in pepper, Streifenjersey in pepper/vanilla und Sweat in Vanilla/Navy von Nosh (Kooperation)
Schnitt: Shirt Quatschkopf (Freebook) von Mamamotz und Yellow Sky Jacke von Dinovanvaurier in Größe 92



Dienstag, 28. März 2017

YellowSkyJacke *Maritim*



Für zwei unabhängige Nähprojekte bestellt und nacheinander zugeschnitten, fiel mir auf, dass diese beiden Stoffe zusammen auch ganz toll aussehen. Also fluchs noch eine Yellow Sky Jacke für den Minimann zugeschnitten, genäht und am gleichen Tag nach der KiTa noch fotografiert. Man muss die Nähfeste feiern wie sie fallen – ich hatte gestern einen freien Tag den ich während der Abwesenheit des Kindes an der Nähmaschine verbracht habe.



Im Normalfall mach ich die Bilder ja am Wochenende, aber nun hatte ich einfach Lust schnell ein Ergebnis zu zeigen und hab deswegen die Widrigkeiten des Montags auf mich genommen.
Inklusive dreckiger Hose, quengeliger Nachmittagslaune und viel zu viel Sonne...



Da die Bestechungsvollkornbrezel vom Bäcker lediglich gegen die schlechte Laune, nicht aber gegen Flecken und Sonne half, ist die Bildausbeute nicht ganz so großartig.
Die Jacke hingegen finde ich extrem toll. Da der Dicke Minimann in der Breite schon hervorragend in Größe 92 reinpasst, die Länge aber noch auf sich warten lässt, ist die Jacke eher ein Mäntelchen. Eigentlich ganz praktisch, wenn er auf dem kühlen Frühlingsboden im Sandkasten rumsitzt.



Statt Ärmelbündchen zu vernähen, habe ich die Ärmel einfach ein bisschen verlängert um sie umschlagen zu können. Die Jacke ist im Schnitt vorgesehen als Wendejacke genäht und könnte somit auch mit der geringelten Seite außen getragen werden. Da der Sweat aber etwas robuster als der feine Jersey und deutlich weniger Schmutzanfällig ist, wird es in unserem Fall wohl eher eine graue Jacke mit geringeltem Futter sein.









Verlinkt: Creadienstag, Ich näh Bio
Schnitt: Yellow Sky Jacke von Dinovansaurier in Größe 92
Stoff: Bio Stretch Jersey Stoff Brest und Bio Sommer Sweat Sprenkel von Lebenskleidung