Freitag, 7. Februar 2020

Stoffdesign für Stoff und Liebe *Änni*

Vor einigen Monaten hatte ich ein paar glückliche Zufälle. Erst habe ich mich durch Maarikas Designbeispiel zu einem Peppa Wutz-Stoff gezwungen gesehen, eben diesen Stoff bei Stoff und Liebe zu kaufen, dann war ich überrascht von der genialen Qualität, denn ich wußte nicht, dass Peppa ein Bioschwein, äh Stoff ist.
Ein paar Tage später saß ich alleine bei der Nähfete von Konfettipatterns am Buffet an einem größeren Tisch. Meine Mädels waren kurz zuvor alle zu ihren Workshops verschwunden und ich hatte den Plan, die Zeit zu nutzen um Kuchen zu essen mit anderen ins Gespräch zu kommen.
Dass die "Anderen", mir nicht bekannten Personen allesamt sehr netten Menschen des Stoff&Liebe-Teams waren, kam zwar in meinem Plan nicht vor, aber der Zufall wollte es wohl so.  Zufall, ich liebe Dich!

Ok, das war der nicht so spannende Teil. Der für euch interessante kommt aber nun.
Das Resultat dieses Zufalls liegt seit kurzem in Ballen bei Stoff&Liebe im Lager und ist ab heute Abend im Shop.
Mein erstes Design für Daniela und Markus heißt Änni und wartet in zwei Farbstellungen auf euch. Die feine Materialmischung aus 45 % Biobaumwolle, 45% Modal und 10 % Elastan fällt richtig schön und ist dabei noch Traum unter der Nähmaschine. Ich hatte zwar nicht wirklich viel Zeit für ein Designbeispiel, aber die fünf Nähte mit der Ovi und drei mit der Cover waren herrlich zu nähen.
Inspirierende Beispiele gibt es trotzdem reichlich. Und was für schöne! Ich bin so begeistert was die Mädels alles gezaubert haben. Von Jäckchen über Oberteile zu Rock und diversen Kleidern ist alles dabei. Habt herzlichen Dank ihr Lieben!






































Efantie






Stoff: Mein Design "Änni" für Stoff&Liebe, ab 7.2. abends erhältlich 
Schnitt: FrauTina von Studio Schnittreif


Dienstag, 14. Januar 2020

Kuscheltier nähen: Dackel Detlef aus Frottee

Eigentlich wollte ich nie wieder Stofftiere nähen. Diese fummeligen Kleinteile die gewendet und gestopft werden müssen sind einfach gar nichts was mir Spaß macht. Aber dann kam Dackel Detlef und ich musste einfach. Ist der Dackel nicht niedlich?



Man braucht in der Originalgröße tatsächlich nur Stoffreste, aber auch in größer macht er was her. Ein Dackelnackenkissen brauche ich unbedingt noch...



Da ich Detlef aus Frottee genäht habe, gar es kleine Engpässe beim Wenden der Dackelbeinchen und diese sind etwas kurz geraten. Aber bitte, wer wenn nicht ein Dackel kann kurze Bein tragen?! Eben.






Schnitt: Dackel Detlef von Halfbird








Montag, 2. Dezember 2019

Blogtour Buchvorstellung #nähenmachtsüchtigbuch



Heute startet unter #nähenmachtsüchtigbuch die kleine, gemütliche Vorstellungsrunde von Petras neuem Buch. Zwar ist das Buch schon eher für Nähanfänger gedacht, aber auch alte Hasen können noch die ein oder andere Idee mitnehmen. Also haben sich diese alten Hasen einmal quer durchs Büchlein genäht und zeigen diese Woche ihre fertigen Werke.

 Auf Grund von Zeitmangel und dem Plan, nur noch das zu nähen, was ich wirklich benötige beziehungsweise verwenden werde, sind es bei mir eher die ganz kleinen Projekte geworden: Socken braucht man immer und ein Topfuntersetzer war sowieso auf meiner Einkaufsliste. Ok, zugegeben. Die Schale war völlig unnötig. Aber was sollte ich machen... nähen macht süchtig! Und wenn man schon zehn Meter Seil hat, stoppt man ja nicht nach drei Metern und packt den Rest wieder umständlich zusammen.



Ropebowl war ja schon länger DER heiße Scheiß und ich wollte es unbedingt auch mal ausprobieren. Zufällig hatte ich auch schon vor knapp zwei Jahren ein Seil dazu von Dominique bekommen.
Die Anleitung für einen Untersetzer oder eine Schale ist also natürlich nicht neu, aber da ich alle anderen nicht kenne konnte ich so tun als ob. Grundsätzlich gebraucht hätte ich die Anleitung sicher nicht, aber der Luxus, dass die perfekte Stichbreite für meine Seildicke in der Beschreibung stand, war schon auch fein. Ich mache es mir ja auch gerne mal einfach.



Etliche Runden und zehn Meter später hatte ich nun also einen Untersetzer – ganz clean, weil ich mir nicht sicher bin, wie sich so ein heißer Topf auf eingenähte Stoffstreifen auswirkt – und eine Schale mit bunten Akzenten. Mag ich beides sehr.



Ein weiteres Projekt aus dem Buch sind Socken. Ich habe letztes Jahr schon zwei Paar genäht und finde sie sind eine witzige Resteverwertung. Ich kann also meine Erfahrung mit nun insgesamt drei Paaren beschreiben und für mich sind die Socken zwar tragbar, aber schon eher ein netter Gag.



Aus Jersey sind sie doch viel weniger haltbar als "richtige" Socken, aber das ist sicher von Fuß zu Fuß unterschiedlich. Ebenfalls nicht ganz unwichtig für das Sockennäh-Erlebnis ist die Form der Füße.



Ich habe einen recht hohen Spann und daher brauche ich beim über die Ferse ziehen eine größere Dehnbarkeit als andere. Bei Petras Modell wird mir die Fersennaht zum Verhängnis: die sieht zwar mehr nach "richtiger Socke" aus, aber so eine Naht geht natürlich deutlich auf die Dehnbarkeit. Die Falten und der heller werdende, stark gedehnte Stoff zeigen ganz gut, an welchen Stellen mein Fuß nicht zum Schnitt passt.



Was den Tragekomfort angeht, finde ich die Socken prima. In der Praxis ist es für mich aber nicht realistisch, sie so vorsichtig anzuziehen, dass jede Naht hält. Daher werde ich sie wohl für mich selbst kein zweites mal nähen. Ist aber kein Problem, denn die ungefähr 15 anderen Projekte des Buches wollen ja schließlich auch mal drankommen. Es ist also nur gerecht.



Wer nun angefixt vom ropebowlen ist, einen schlanken Fuß hat und dringend Socken braucht, oder einfach gespannt auf die anderen Anleitungen ist, der hätte heute die Chance, bei Petra an der Buchverlosung teilzunehmen und die ganze Woche noch bei den anderen Mädels unter #nähenmachtsüchtigbuch Inspiration zu bekommen.
Guckt unbedingt auch bei Miriam und Anke vorbei die beiden eröffnen heute mit mir die Nährunde.




Buch: Nähen macht Süchtig von Petra Wünsche, emf Verlag






















Montag, 25. November 2019

#mettlerblogger2019

Wow, das war ein Wochenende! Gestern und vorgestern bin ich den ganzen Tag über den Messeherbst geturnt – wobei das gestern mit Kind mehr zutraf als am Samstag, wo es beim Bloggertreffen der Kreativ doch zum Glück ganz gemütlich zuging.
Leider hatte ich deswegen wenig Zeit den Freitag zu verdauen und der war der Hammer. Ich war mit vielen anderen beim Bloggertreffen von Mettler in Bönnigheim. Dank kurzer Anreisen kann man ja mal mehrere Events in ein Wochenende packen.


Die Mettler-Crew hat wirklich alles gegeben und uns einen wunderschönen, aber auch informativen Tag gezaubert. Nach Begrüßung und Firmenvorstellung durften wir gleich mal zur Fadenkunde antreten. Was auf den Bildern in den Insta-Stories vielleicht wie Freundschaftsbänder-Knüpfen aussah, war knallharte Faden-Analyse! Welche Drehrichtung hat der Faden? Wie dick ist er? Warum ist der eine flauschig-fusselig und der andere seidig-glatt? Ist Baumwolle eigentlich das nachhaltigere Produkt? Welcher ist der Reißfesteste?


Ich werde das neu gewonnene Wissen sicherlich in meine zukünftigen Posts einfließen lassen und speise euch daher erst mal mit der Erkenntnis des Tages ab:
Das Garn muss auf der Nähmaschine so abrollen, wie die Toilettenpapierrolle im Bad. Das Zusammenspiel von Fadendrehung und Abrollrichtung minimiert Fadensalat. Wisst ihr bescheid!


Ein kurzer Rundgang vorbei an dem „Fadenschubberding“ (testet die Belastbarkeit des Garnes durch mechanischen Abrieb), der „Fritteuse“ (ich hab ja noch nie das riesige Ölfach einer Industrienähmaschine geöffnet gesehen, aber wir waren uns sicher, dass man damit in der Nähpause Pommes machen kann!) und der weltgrößten (behaupte ich einfach mal so) Stickmaschine machte uns dann hungrig genug für’s Mittagessen. Hier sagen Bilder mehr als Worte...



Dem theoretischen Teil und dem Mittagessen folgten die Workshops. In kleinen Gruppen durchliefen wir nacheinander die drei Workshop-Stationen. 


Mein Startpunkt war die Mini-Bogo-Tasche von Cherrypicking. Die hatte ich schon vorher bewundert und mich total darauf gefreut. Ich nähe Taschen nicht gerne, aber das liegt eigentlich nur daran, dass mir oft der Überblick fehlt, es zu viele sehr ähnliche Schnittteile sind und überhaupt, nichts zum Anziehen dabei raus kommt. ;-)
Betreutes Taschennähen ist für mich also der Idealfall! Und es wurde noch besser: Wir durften uns nicht nur eines der wunderschönen Taschensets aussuchen, ich durfte auch feststellen, dass im Set alles schon zugeschnitten war. Juhu, die fiese Vorarbeit war gemacht! Alle Knipse die ich eh vergessen hätte waren schon im Stoff. Und ja, selbst die Fransenborte war schon zugeschnitten. Anke hat sich wirklich richtig viel Arbeit gemacht und uns blieb nur noch die Qual der Wahl welches der Sets wir nähen wollten.


Das Nähen selbst ging flott – möglicherweise auch, weil die Meisterin mit wachsamem Auge alles verfolgte und uns zur Hand ging. „Näh Du mal das Futterteil weiter, ich knipse Dir die Nahtzugaben ein!“.
Der Knaller war: „Ich mach Dir mal die Wendeöffnung größer, Du wirst es mir nachher danken“. Kann ich bitte immer jemanden neben mir haben, der meine 2,5-cm-Wendeöffnung auf 10 cm erweitert? Ich kann mich gar nicht mehr ans Wenden erinnern, so schnell ging das! ;-) 
Offenlassen ist in diesem Fall allerdings definitiv nicht möglich, ich werde also sogar noch ein paar Handstiche in dieses Projekt fließen lassen.
Meine Tasche ist noch nicht ganz fertig, ich will noch wegen einer spontanen Löwenmähnen-Ähnlichkeit der Fransen Schnurrhaare aufplotten, aber dazu muss ich erst mal schwarze Folie besorgen.




Nach Hochgeschwindigkeitstaschennähen durfte ich dann zum etwas passiveren Workshop gehen: Claudia von Il Coccolino hat einen wunderschönen Quilt genäht und die verschiedenen Mettler-Garne darin in ihrer Eigenschaft gezeigt. Mal abgesehen vom Quilt, der schon ohne Fadenwissensvermittlung ein echter Knaller ist, ist es auch toll, die Garne in ihrer Verarbeitung zu sehen und sie so miteinander vergleichen zu können. 


Ich wäre im Leben nicht darauf gekommen, dass man zum Beispiel transparentes Garn nutzen kann, um einen Handquilt-Stich mit der Maschine zu simulieren. Praktische Anwendungsmöglichkeiten sind einfach immer gut. Leider habe ich nun auch wahnsinnig Lust auf einen Nähkurs bei Claudia in München…

Der nächste Workshop holte uns wieder zurück an die Nähmaschinen. Ach, bevor ich das noch vergesse, die Maschinen waren natürlich Berninas. Extra für uns bereitgestellt. So ergab es sich ganz nebenher, dass ich auch noch zwei unterschiedliche Maschinen unter einen realistischen Bedingung, also mit einem tatsächlichen Projekt und nicht nur einem Stoffstreifen testen konnte. Wusstet ihr, dass Bernina Nähmaschinen mit Mettler-Garnen getestet werden und somit perfekt auf diese eingestellt sind? 

Der Tasche folgte nun eine kleine Partybörse aus Snappap. Was das Nähen angeht ist die Pappe sicher nicht mein liebstes Material. Sie verzeiht keinen Fehlstich, ist etwas störrisch und ist bei mir bisher nur als Label zum Einsatz gekommen. Aber für Minigeldbeutel, die sich dadurch auszeichnen, dass sie nicht gedoppelt werden müssen ist Snappap eine tolle Sache. Der Schnitt von Mettler-Außendienstler Uwe besteht aus nur einem Schnittteil, welches durch Faltung und aufnähen zweier Teile für ein Kleingeldfach zum schnellen Geldbeutel wird, der Platz für Kreditkarte, Geld und Ausweis bietet. Eine Partybörse für das nötigste also.



So, nun merke ich auch, dass ich Probleme mit der Reihenfolge der Programmpunke bekomme. Ich glaube vor dem gemütlichen Ausklang bei Snacks und Punsch hat und ein Mitarbeiter von Amann-Mettler noch an verschiedenen Exponaten außergewöhnliche Einsatzarten von Mettler-Garn gezeigt. Von Airbags und bestickten Wakeboards über Garn als Tonträger in Musikboxen bis hin zu Leitmaterial für leuchtende Abendkleidung gab es da viel neues zu entdecken.



Eigentlich war ein Tag viel zu kurz für so viel Wissen, Aktionen und schönen Austausch, also seht es mir bitte nach, wenn ich etwas vergessen habe.
Danke liebes Mettler-Team für einfach ALLES! 
Und danke an alle Sponsoren des Events – das Goodiebag war reich gefüllt!








Da alle Teilnehmer auf verschiedenen Kanälen bloggen, verlinke ich euch hier einfach mal schnell die Insta-Accounts. Mir scheint das ist der Kanal der von allen bespielt wird. Und bitte meldet euch, wenn ein Link nicht stimmt oder ich gar jemanden vergessen habe.










Montag, 11. November 2019

Mantel Frau Linda von Schnittreif #cozysewtogether



Nachdem unser #gustasewtogether ein voller Erfolg war, knüpfen wir praktisch nahtlos daran an, hielten dieses mal das Thema aber etwas offener. Hauptsache kuschelig! Unter #cozysewtogether findet ihr bei Instagram also vom Kuschelpulli in Herbstfarben bis zum warmen Mantel einiges.



Für meinen Beitrag, den Mantel Linda, brauchte ich definitiv den kleinen Schubser, den sozialen Druck, den das Gruppennähen mit sich bringt. Ich war mir einfach nicht sicher, ob Linda der richtige Schnitt für mich ist. Nun weiß ich: er ist es. Zwar nicht in Kaufgröße, aber wie bei Schnittreif üblich  nach einfach eine Größe kleiner und schon sitzt das Mäntelchen ganz fein. Verlängert habe ich trotz meiner Größe nicht.



Ich entschied mich schnell für einen von Mira vorgestellten Walk, der sich auch ganz großartig vernähen lies. Lediglich die kleinen fiesen Fusseln die beim Zuschnitt entstanden werden mich wohl noch eine Zeit lang zum öfter Staubsaugen animieren. Aber gut, das bringt das Material nun mal mit sich und es gibt wahrlich schlimmeres.
Walk ist nichts für superempfindliche Haut, beziehungsweise muss man bei dieser den Walk in der Schnittauswahl bedenken. Ich hab Schwierigkeiten mit reiner Wolle, aber beim Mantel Linda ist der Kragen weit genug vom Hals weg, so dass ich bei Bedarf den Schal innen tragen kann und mir so die naturbedingt etwas kratzige Wolle vom Hals halten kann.



Genäht ist Linda flott, da sie kein Innenfutter besitzt und auch eher schlicht designt ist. Ich persönlich hätte sie mit Futter zwar grundsätzlich schöner gefunden, aber nachdem ich sowieso etwas knapp mit der Zeit war, passte das dann doch ganz gut. Extra ein Futter basteln wäre mir aktuell zu aufwändig gewesen, dann hätte ich eher einen anderen Schnitt gesucht. Aber wenn Brid und Anja irgendwann mal noch ein Innenfutter nachlegen, wäre ich auf jeden Fall dabei ;-) 



Versteckte Druckknöpfe (bisher nur drei, ich erweitere aber nachdem ich die Bilder begutachtet habe definitiv um ein bis zwei) machen den mantel etwas eleganter und mit dem Partyknopf am Kragen lässt sich Lindas Stil noch ein bisschen unterstützen.



Ich habe mich nach langem hin und her für einen für meine Verhältnisse eher eleganten Knopf aus meiner Sammlung der traurigen Single-Knöpfe entschieden. Ganz weit Vorne mit dabei war aber auch ein gelber Knopf im Monstera-Blatt-Design.
Den spare ich mir jetzt aber lieber als Broschen-Erstz um ihn flexibler einsetzen zu können. Ein wirklich schlichter Mantel ist ja definitiv ein Must-have, der kommt auch gut ohne gelben Monstera-Knopf aus.







Schnitt: Frau Linda von Studio Schnittreif
Stoff: Wollwalk (gekochte Wolle) in anthrazit von Swafing über Mira – kleine Naht ganz groß (gibt es in ganz vielen Farben! Wer es etwas bunter braucht, ist bei dem Material auch gut aufgehoben)

















Dienstag, 5. November 2019

Tasche nähen: Solo oder Duett *Machwerk*



Ok, jetzt kommt's: ich hab schon wieder eine Tasche genäht! Hier wirkt das nun so, als würde ich nichts anderes mehr tun – aber ich kann euch beruhigen.
Dazwischen lagen zwei Kinderoberteile, zwei Jogginghosen und ein halber Pulli für mich. Ihr müsst euch keine Sorgen machen, ich komme nur einfach nicht dazu die Sachen auch zu zeigen.



Aber nun zur Tasche. Es ist die neue von Machwerk. Ich kam zu ihr wie die Jungfrau zum Kinde. Unter dem Insta-Post meiner Tessa schrieb ich, dass mich die vielen Teile beim Taschennähen stören und Frau Machwerk hatte die Lösung parat: einfach mal nur ein Schnittteil. EINES! Damit forderte sie mich heraus und da ich bisher nur Gutes über ihre Schnitte und Anleitungen gelesen habe, wollte ich das gerne selbst testen. Um etwas Spannung raus zu nehmen: ja, stimmt. Die Anleitung ist toll. Aber dazu gleich mehr.



Die Tasche Solo und ihre Schwester Duett kommen im Doppelpack daher. Ich überlege gerade, ob die Solo nun jetzt nur eine halbe Tasche ist, denn die Duett ist doppelt. Solo ist die Halbschwester. Genug mit dem Qutatsch, das ist eine ernste Angelegenheit...



Ein Blick auf den Schnitt verrät: es ist alles wie immer, ich hab mich wieder mal vor der Hälfte der Arbeit gedrückt. Solo ist ein schickes kleines Täschchen, aber der richtige Knaller ist Duett. Duett wird aus zwei mal Solo plus Reißverschlussverbindung genäht. Das macht richtig was her und ist trotzdem auch für Anfänger gut machbar. Habe ich mir sagen lassen. Ich selbst bin ja irgendwie bei Solo hängengeblieben.



Die Anleitung ist sehr detailliert und gut fotografiert. Das ist für mich als Nicht-Taschennäherin wichtig. Ich mag nicht rätseln müssen, sondern will auf einen Blick erfassen können um was es geht. Martina weiß, was sie tut und so macht sogar mir das Taschennähen Spaß. Huch, hab ich den zweiten teil des Satzes jetzt wirklich geschrieben? 



Ich hab schon für meine letzten Taschen (also die Yello und die Tessa in diesem Jahr, sonst liest es sich gleich wieder so viel ...) das Zubehör, bei Martina gekauft. Dominique von Kreamino, meine persönliche Taschen-Assistentin (Stichwort: betreutes Nähen!) hat mir Machwerk wegen der schicken Reißverschlüsse empfohlen.
Nun konnte ich dieses mal den Service genießen, dass Martina mir ein schönes Set aus passenden Riemen und Reißverschlüssen zusammengestellt hat. Ein großes Glück für mich, denn es wäre ja nicht das erste Mal gewesen, dass ich roségoldene Zipper am kupferfarbenen Reißverschluss habe.
Dieses mal ist alles aus einem Guss und harmoniert wunderbar mit Moskau.
Moskau liebe ich ja sehr. Ein wunderschöner Stoff, toll im Griff und am Wichtigsten: mit so viel Stand, dass man bei kleineren Taschen auch mal getrost die Einlage weglassen kann. Genau so habe ich es auch gemacht. Das bringt noch den Vorteil, dass ich die feste Einlage die für Solo gedacht war, nun in der nächsten Tasche verarbeiten kann. Es wird wahrscheinlich eine Solo in Laptoptaschengröße – eine der Solo/Duett-Probenäherinnen hat das gemacht und es reizt mich sehr. Zumal ich dringend eine Laptoptasche brauche.






Schnitt: Solo/Duett von Machwerk
Stoff: Moskau von Swafing (rest vom #machdeinding2018-Rucksack)
Zubehör: Set für Tasche Solo von Machwerk