Donnerstag, 26. März 2020

Canvas Tasche #machdeinding2020

Nur weil die diesjährige h+h abgesagt ist, heißt das noch lange nicht, dass es keine #machdeinding2020-Tasche gibt! Die ist sowas vom am Start und da ich dieses Jahr zum kleinen und feinen Designnähteam gehörte, hab ich schon ein paar Wochen Vorsprung und deshalb auch schon zwei Taschen genäht.



Nummer eins kommt bald auf den Blog, heute macht jedoch Nummer zwei den Anfang für die ich einen tollen Stoff von Rico bekommen habe.



Aus wunderbarem Canvas von Rico genäht und mit zartrosa Baumwollwebware gefüttert ist sie nicht die typische Busy Bigbag wie von Designerin Anke von Cherrypicking geplant. Macht aber nicht, denn #machdeinding.



Ich hatte kein Kunstleder mit schöner Rückseite, also plante ich den Canvas gleich mit Futter ein. Auch an der Größe habe ich etwas gedreht: die Tasche ist gut 4 cm weniger hoch und 6 cm weniger breit. Dieses unproportionale Skalieren ist allerdings meiner Verpeiltheit geschuldet. Geplant war es anders, aber ich kann das Problem jetzt nicht mehr so genau nachvollziehen. Egal. Die Größe mag ich so ganz gerne, also ist es gut.



Da meine Tasche gefüttert ist, konnte ich mir auch den Knoten im Kopf beim Reißverschluss-Einnähen sparen. Der wird im ungefütterten Original "verkehrt herum" genäht und mit einer Blende versäubert. Im Video zum Sewalong wird das zwar erklärt und ist dann gar nicht mehr so kompliziert, aber mit Futter sieht bei mir ja auch die herkömmliche Nähweise einer Reißverschlusstasche sauber aus. Also nehme ich gerne den einfacheren Weg.





Schnitt: Die Busy Bigbag von Cherrypicking über die Initiative Handarbeit kostenlos zu bekommen.
Material: Fester Canvas von Rico und passende Webware als Futter, Reißverschluss und nicht ganz perfekt passender Zipper aus meinem Vorrat, Webetikett #mehrEtikette von Prülla und mir













DIY Mundschutz oder Gesichtsschutz

Die einen belächeln ihn, die anderen tragen ihn: der genähte Mundschutz spaltet definitiv die Geister.



Ich selbst brauche keinen, denn ich bin gesund, kann mich die meiste Zeit vor anderen Menschen zurückziehen und werde wahnsinnig, wenn etwas vor meinem Mund ist – selbst meine Musslintücher stören mich da.
Aber wer weiß, was noch kommt, also hab ich zumindest mal einen Schnitt getestet und für gut befunden.

Die wichtigen Information zuerst: So ein Mundschutz ist kein Schutz vor Vieren und Bakterien. Händewaschen ist DAS Mittel der Wahl zur Eindämmung von Corona.
Der Gesichtsschutz könnte aber davon abhalten, sich in der Öffentlichkeit, beim Einkaufen beispielsweise, ins Gesicht zu greifen. Auch von einem selbst ausgehende Tröpfchen bleiben erst mal in ihm hängen. Vielleicht signalisiert er anderen „Achtung, ich könnte krank sein, komm mir nicht zu nahe!“.
In den sozialen Medien liest man gerade häufig, dass selbstgenähte Mundbedeckungen hängeringend gesucht werden. Ich hielt das ehrlich gesagt erst mal für einen Scherz. Die Welt hat auf uns Hobby-Näherinnen gewarten? What?!
Scheinbar ist es aber so, dass die richtigen Schutzmasken die nach Standards FFP1 bis FFP3 eingeteilt sind, sind nicht mehr so leicht zu bekommen sind. Sie sollten dem medizinischen Personal vorbehalten sein das im OP steht oder mit der Risikogruppe Kontakt hat oder denen, die sich wirklich schützen müssen.
Trotzdem gibt es noch genügend Berufsgruppen, die einem zwangsweise näher kommen müssen als sie vielleicht gerade wollen und dabei kein Lager voller Mundschutze im Hintergrund haben:
Physiotherapeuten, Friseure, die nette Frau in der Bäckerei – nur um mal ein paar zu nennen.
Die alle könnten sich zumindest etwas mehr bedecken als es ohne Schutz der Fall ist. 


Ihr braucht:

Baumwollwebware, 
Pfeifenputzer oder Blumendraht, 
Schnürsenkel, Gummibänder, Schrägband nach Wahl
passendes Garn


Nähanleitung für den Mundschutz:
Ein Rechteck von 22 x 24 cm im Bruch zuschneiden.


Das 22 x 48 cm Stoffstück Rechts auf rechts legen und seitlich absteppen – Wendeöffnung dabei nicht vergessen, sie sollte an einer der längeren Seiten liegen!


Wenden und an der Seite mit der Wendeöffnung einen Tunnel steppen. Dieser verschließt die Wendeöffnung. Den Tunnel jedoch nicht ganz durchsteppen, sondern etwa einen Zentimeter vom Rand entfernt eine Öffnung lassen.
Durch das Loch kann der Draht oder der Pfeifenputzer , der die Maske besser auf der Nase fixiert, eingeführt werden.




Die Falten habe ich wie in den Bildern zu sehen verteilt. Erst eine in der Mitte, dann oben und unten weitere.


 Jede gelegte Falte ist ungefähr 1,5-2 cm groß, wichtig ist nur, dass die linke und die rechte Seite gleich sind. Die Faltengröße selbst ist nicht entscheidend.



Die gelegten Falten fixieren und je nach Materiallager über die Art der Befestigung entscheiden: Schrägband, Jerseynudel oder Schnürsenkel?



Beachtet die Waschbarkeit der Materialien, wollt ihr den Mundschutz wie empfohlen bei 60 Grad waschen, nehmt am besten das Schrägband oder den gerollten Jerseystreifen. Mit farblich perfekt passendem Garn wird die Naht am schönsten.



Hier ist es mit mir ein bisschen durchgegangen, aber ich konnte den glitzernden Schuhbändeln nicht widerstehen. Und dem Etikett auch nicht. Vielleicht bringt es ja jemanden zum Schmunzeln – Lachen hält ja angeblich gesund!




Stoff: Baumwollwebware von Rico



















Donnerstag, 19. März 2020

Stoffdesign für Hilco HW20/21 *Feuerwerk*

Seit ein paar Wochen ist mein neues Design Feuerwerk für Händler bei Hilco vorbestellbar. Feuerwerk kommt in zwei Farben auf schönem Baumwolljersey (220 g/qm) mit 10 % Elastananteil daher und passt perfekt zu Blauminttürkisaquapetrol. Und weiß. Und rosa. Und Pink. Und Senf. Für alle die es etwas bunter mögen, gibt es hier definitiv unbegrenzte Möglichkeiten. Die farblich etwas zurückhaltenden Schneiderinnen halten sich an Blauminttürkisaquapetrol.


Meine Designnäherinnen haben wieder mal alles gegeben und beweisen, dass Feuerwerk in beiden Farben für Klein und Groß der passende Stoff ist. Herzlichen Dank ihr Lieben!


Madebyminouki

Mein gewisses Etwas

Nähwald

Prülla

Weisnaehschen

Anni Handmade

Kreamino

 Kathis Nähwelt
Kathis Nähwelt






Feuerwerk ist in beiden Farbstellungen für Händlerkunden vorbestellbar. Der Stoff wird voraussichtlich Ende August ausgeliefert und hier gibts noch die Links zum Hilco-Shop:
Feuerwerk türkis
Feuerwerk braun






Freitag, 7. Februar 2020

Stoffdesign für Stoff und Liebe *Änni*

Vor einigen Monaten hatte ich ein paar glückliche Zufälle. Erst habe ich mich durch Maarikas Designbeispiel zu einem Peppa Wutz-Stoff gezwungen gesehen, eben diesen Stoff bei Stoff und Liebe zu kaufen, dann war ich überrascht von der genialen Qualität, denn ich wußte nicht, dass Peppa ein Bioschwein, äh Stoff ist.
Ein paar Tage später saß ich alleine bei der Nähfete von Konfettipatterns am Buffet an einem größeren Tisch. Meine Mädels waren kurz zuvor alle zu ihren Workshops verschwunden und ich hatte den Plan, die Zeit zu nutzen um Kuchen zu essen mit anderen ins Gespräch zu kommen.
Dass die "Anderen", mir nicht bekannten Personen allesamt sehr netten Menschen des Stoff&Liebe-Teams waren, kam zwar in meinem Plan nicht vor, aber der Zufall wollte es wohl so.  Zufall, ich liebe Dich!

Ok, das war der nicht so spannende Teil. Der für euch interessante kommt aber nun.
Das Resultat dieses Zufalls liegt seit kurzem in Ballen bei Stoff&Liebe im Lager und ist ab heute Abend im Shop.
Mein erstes Design für Daniela und Markus heißt Änni und wartet in zwei Farbstellungen auf euch. Die feine Materialmischung aus 45 % Biobaumwolle, 45% Modal und 10 % Elastan fällt richtig schön und ist dabei noch Traum unter der Nähmaschine. Ich hatte zwar nicht wirklich viel Zeit für ein Designbeispiel, aber die fünf Nähte mit der Ovi und drei mit der Cover waren herrlich zu nähen.
Inspirierende Beispiele gibt es trotzdem reichlich. Und was für schöne! Ich bin so begeistert was die Mädels alles gezaubert haben. Von Jäckchen über Oberteile zu Rock und diversen Kleidern ist alles dabei. Habt herzlichen Dank ihr Lieben!






































Efantie






Stoff: Mein Design "Änni" für Stoff&Liebe, ab 7.2. abends erhältlich 
Schnitt: FrauTina von Studio Schnittreif


Dienstag, 14. Januar 2020

Kuscheltier nähen: Dackel Detlef aus Frottee

Eigentlich wollte ich nie wieder Stofftiere nähen. Diese fummeligen Kleinteile die gewendet und gestopft werden müssen sind einfach gar nichts was mir Spaß macht. Aber dann kam Dackel Detlef und ich musste einfach. Ist der Dackel nicht niedlich?



Man braucht in der Originalgröße tatsächlich nur Stoffreste, aber auch in größer macht er was her. Ein Dackelnackenkissen brauche ich unbedingt noch...



Da ich Detlef aus Frottee genäht habe, gar es kleine Engpässe beim Wenden der Dackelbeinchen und diese sind etwas kurz geraten. Aber bitte, wer wenn nicht ein Dackel kann kurze Bein tragen?! Eben.






Schnitt: Dackel Detlef von Halfbird








Montag, 2. Dezember 2019

Blogtour Buchvorstellung #nähenmachtsüchtigbuch



Heute startet unter #nähenmachtsüchtigbuch die kleine, gemütliche Vorstellungsrunde von Petras neuem Buch. Zwar ist das Buch schon eher für Nähanfänger gedacht, aber auch alte Hasen können noch die ein oder andere Idee mitnehmen. Also haben sich diese alten Hasen einmal quer durchs Büchlein genäht und zeigen diese Woche ihre fertigen Werke.

 Auf Grund von Zeitmangel und dem Plan, nur noch das zu nähen, was ich wirklich benötige beziehungsweise verwenden werde, sind es bei mir eher die ganz kleinen Projekte geworden: Socken braucht man immer und ein Topfuntersetzer war sowieso auf meiner Einkaufsliste. Ok, zugegeben. Die Schale war völlig unnötig. Aber was sollte ich machen... nähen macht süchtig! Und wenn man schon zehn Meter Seil hat, stoppt man ja nicht nach drei Metern und packt den Rest wieder umständlich zusammen.



Ropebowl war ja schon länger DER heiße Scheiß und ich wollte es unbedingt auch mal ausprobieren. Zufällig hatte ich auch schon vor knapp zwei Jahren ein Seil dazu von Dominique bekommen.
Die Anleitung für einen Untersetzer oder eine Schale ist also natürlich nicht neu, aber da ich alle anderen nicht kenne konnte ich so tun als ob. Grundsätzlich gebraucht hätte ich die Anleitung sicher nicht, aber der Luxus, dass die perfekte Stichbreite für meine Seildicke in der Beschreibung stand, war schon auch fein. Ich mache es mir ja auch gerne mal einfach.



Etliche Runden und zehn Meter später hatte ich nun also einen Untersetzer – ganz clean, weil ich mir nicht sicher bin, wie sich so ein heißer Topf auf eingenähte Stoffstreifen auswirkt – und eine Schale mit bunten Akzenten. Mag ich beides sehr.



Ein weiteres Projekt aus dem Buch sind Socken. Ich habe letztes Jahr schon zwei Paar genäht und finde sie sind eine witzige Resteverwertung. Ich kann also meine Erfahrung mit nun insgesamt drei Paaren beschreiben und für mich sind die Socken zwar tragbar, aber schon eher ein netter Gag.



Aus Jersey sind sie doch viel weniger haltbar als "richtige" Socken, aber das ist sicher von Fuß zu Fuß unterschiedlich. Ebenfalls nicht ganz unwichtig für das Sockennäh-Erlebnis ist die Form der Füße.



Ich habe einen recht hohen Spann und daher brauche ich beim über die Ferse ziehen eine größere Dehnbarkeit als andere. Bei Petras Modell wird mir die Fersennaht zum Verhängnis: die sieht zwar mehr nach "richtiger Socke" aus, aber so eine Naht geht natürlich deutlich auf die Dehnbarkeit. Die Falten und der heller werdende, stark gedehnte Stoff zeigen ganz gut, an welchen Stellen mein Fuß nicht zum Schnitt passt.



Was den Tragekomfort angeht, finde ich die Socken prima. In der Praxis ist es für mich aber nicht realistisch, sie so vorsichtig anzuziehen, dass jede Naht hält. Daher werde ich sie wohl für mich selbst kein zweites mal nähen. Ist aber kein Problem, denn die ungefähr 15 anderen Projekte des Buches wollen ja schließlich auch mal drankommen. Es ist also nur gerecht.



Wer nun angefixt vom ropebowlen ist, einen schlanken Fuß hat und dringend Socken braucht, oder einfach gespannt auf die anderen Anleitungen ist, der hätte heute die Chance, bei Petra an der Buchverlosung teilzunehmen und die ganze Woche noch bei den anderen Mädels unter #nähenmachtsüchtigbuch Inspiration zu bekommen.
Guckt unbedingt auch bei Miriam und Anke vorbei die beiden eröffnen heute mit mir die Nährunde.




Buch: Nähen macht Süchtig von Petra Wünsche, emf Verlag