Donnerstag, 14. März 2019

Frau Luise aus Lüneburg *Colourblocking*



Wie schon im vorletzten Post zur Yellobag erwähnt, benötigte ich für #lüneburgnäht2019 ein paar Projekte die weitgehen ohne Ovi auskommen beziehungsweise bei denen der Part der an der Overlock genäht werden sollte, rasch geht.
Neben der Yellobag habe ich mir also eine Frau Luise mitgenommen. Auf den Schnitt hatte ich schon länger ein Auge geworfen und kurz vor dem Kauf auch noch "zufällig" mein Uni-Sweat-Lager aufgefüllt. Das war quasi der Startschuß für Luise.



Da Miri und ich mit dem zug nach Lüneburg reisten, musste Gepäck gespart werden. Klar, dass da nicht 4 Meter Stoff mitfahren, sondern besser 1 Meter in zugeschnittenen Teilen. Der Plan war gut, lediglich die Zeit fehlte etwas. So kam es, dass ich am Donnerstag Abend um 20 Uhr von der Arbeit kam und noch schnell packen und zuschneiden musste, bevor am nächsten Morgen der Wecker um 4 Uhr klingelte. Ich schnappte meine Unis, legte verschiedene Möglichkeiten und entschied mich für diese Retro-Kombi. Ging schnell und wie durch ein Wunder waren am nächsten Tag tatsächlich alle Schnitteile in Lüneburg mit dabei.
Erschrocken bin ich allerdings als das Vorderteil fertig genäht war. Irgendwie hatte ich mir die Kombi   am Vorabend doch etwas weniger "jungsig" vorgestellt. Mittlerweile finde ich die Farbkombination aber wieder ganz prima, vor allem weil etliche meiner Tücher prima dazu passen.
Die nächste Luise wird wohl Bordeaux und Rosa (zu grau, weiß oder gelb) enthalten – wenn nicht sogar ein bisschen Musterstoff. Da muss ich nochmal in mich gehen...





Verlinkt: Du für Dich, Sew La La, After Work Sewing
Schnitt: Frau Luise von Hedinäht
Stoff: kuscheliger Sweat aus meinem Lager







Mittwoch, 13. März 2019

Bela für Jungs von Studio Schnittreif "Stoffiserie*

Der zweite neue Schnitt für Jungen von Studio Schnittreif heißt Levi und bringt eine horizontale Teilung mit. Wem die vorgezogenen Seitennähte von Bela zu fancy sind, der wird mit Levi sicher glücklich.



Das hier gezeigte Oberteil habe ich aus Sommersweat (unten) und Sweat (oben) genäht – diese Mischung geht, aber gleiche Qualitäten zu verwenden macht schon mehr Sinn. Ich wollte nur die Kängurus so gerne kombinieren und fand den Stoff so schön dazu....
Der Pulli ist übrigens schon etwas älter und wurde den ganzen Winter mit Freude getragen. Mittlerweile habe ich Levi auch schon ohne Teilung genäht und der Schnitt mausert sich definitiv zum neuen Favorit für Basicshirts des Jungens.
Ich bin zwar nicht der größte Doppelgrößenfan, aber bei den locker sitzenden Schnittreif-Schnitten weiß ich mittlerweile zum Glück wie ich anpassen muss damit sie nicht erst zu weit und dann zu kurz sind.






Verlinkt: After Work Sewing
Schnitt: Levi von Studio Schnittreif
Stoff: Bio Sweat Kangaroo von Elvelyckan und Hilco Sweat Crop in rotbraun, beides über
Stoffiserie

Donnerstag, 7. März 2019

#nordsüdyello Tasche Nummer 2

Tja, da merke ich gerade, dass ich den Blogpost zu DER #nordsüdyello unterschlagen habe. Ich liefere das nach, versprochen, aber jetzt gibt es erst mal meine zweite Yellobag. Ja, ich bin relativ begeistert von dem Schnitt und hab die Gelbe tatsächlich ganz oft im Einsatz – das war Grund genug, noch eine Nachzulegen.



Ein ganz klitzekleines Bisschen war vielleicht auch die Tatsache schuld, dass ich unbedingt den lustigen Sukkulentenstoff vernähen wollte von dem ich noch einen halben Meter im Schrank hatte. Ich steh total auf überraschendes Innenfutter und finde dass der Stoff perfekt für ein Taschenfutter ist.



Als Dominique während unseres Sewalongs ihre zweite Yello Bag nähte, habe ich mich spontan in den graublautürkisfarben Oilskin mit dem schönen Namen "storm" verliebt. Storm war in meiner Vorstellung der perfekte Partner für meinen Innenstoff. Ich habe Storm nie in echt gesehen, war mir aber sicher, dass ich ihn vernähen werde. Ich wusste auch schon wann: Nach Lüneburg zu #lüneburgnäht würde ich ohne meinen Nähmaschinen-Fuhrpark reisen, durfte dort aber von Danie ihre Bernina leihen. Es musste also ein Projekt her, welches nicht unbedingt nach einer Ovi verlangt. Wenn das mal nicht nach Tasche ruft! So laut, dass auch ich als erklärte Nichttaschennäherin es laut und deutlich vernehmen kann.
Ich bevorzuge das Reisen mit leichtem Gepäck* und so war der Plan den Oilskin direkt vor Ort bei Silke im Laden zu kaufen. (*Scherz, ich nehme auch auf einen minikleinen Kurztrip mehr mit als sinnvoll ist – auch wenn ich maximal umständlich mit der Bahn unterwegs bin... aber man könnte ja alles irgendwie brauchen.)



In der Tillabox – übrigens ein wirklich wunderschöner Laden mit tollsten Stoffen – hielt ich die Kakteen an den graublauen Sturm und es passte perfekt. Wirklich perfekt. So perfekt, dass es fast schon zu perfekt war. Eine kurze, nicht ganz repräsentative Umfrage unter den umstehenden Mädels ergab: perfekt, aber deshalb fast etwas zu langweilig.
Und dann passierte es: Mein geheimer Plan B (im falle des nichtpassens des Sturms einfach schwarz zu nehmen) verpuffte ohne je richtig auf dem Tisch gewesen zu sein, weil irgendjemand plötzlich den Oilskin mit dem Namen "fern" zu meinem Innenstoff hielt. Und ja, der passte genauso perfekt wie der Sturm, hatte nur etwas mehr Pepp, da mehr Kontrast.
Plötzlich hatte ich also den Farn neben meinen mitgebrachten Kakteen auf dem Ladentisch liegen und beschloss völlig gegen meiner eigentlichen eher schlichten Pläne, die türkisfarbenen Reißverschlüsse in den abgesteppten Nähten nochmal aufzugreifen. DAS war nun wirklich verrückt.
Es ist ganz komisch, ich kann es schwer erklären, versuche es aber: ich würde sofort eine gekaufte Tasche mit bunten Nähten tragen. Bei einem selbstgenähten Modell bin ich aber superkritisch, weil Taschen auf keinen Fall selbstgenäht aussehen dürfen. Es bestand also eine gewisse Gefahr, dass diese Tasche nicht benutzt werden würde...

Aber gut, ich machte kurzen Prozess und schleppte Farn statt Sturm zum Hotel und der Nähmaschine. Glücklicherweise besuchte uns Domi an diesem Tag und da ich unbedingt mal die bezaubernde Kreamini bespaßen wollte, konnte ich ihre Mutter dazu überreden, mir in der Zwischenzeit eine Innentasche ins Futter zu zaubern. Die Original-Innentasche der Yellobag hängt nämlich etwas unmotiviert frei in der Tasche rum, wirkt dadurch etwas instabil und wird nicht so benutzt wie man sie nutzen könnte. Ehrlicherweise hätte ich mich selbst aber nie dazu motivieren können sie eigenhändig zu verändern. Umso dankbarer bin ich Domi, dass sie das schnell für mich erledigt hat. Sieht wirklich gleich viel aufgeräumter und sauberer aus.



Eine weitere Änderung war das Kürzen der Henkel, wobei ich den Schultergurt sogar komplett unterschlagen habe da ich ihn bei meiner ersten Yello nicht nutze.
Die Henkel wurden deshalb gekürzt, weil ich die Tasche öfter auch einfach so in der Hand getragen habe und es dann trotz meiner Körpergröße öfter mal Bodenkontakt gab.



Ich liebe meine neue Yellobag und erfreue mich jeden Tag an ihrem Anblick. Allerdinsg muss ich zugeben, dass ich sie öfter mal als "zu bunt" im Schrank lasse. Das wäre sicher bei einem schwarzen Modell nicht passiert, aber schwarze Taschen passen auch einfach öfter als Farbfarbene, also alles fein. Und die schwarze nähe ich auch noch. Oder doch storm? Oder beide?




Verlinkt: Du für Dich, Sew La La, After Work Sewing
Schnitt: yellobag von Prülla
Stoff: Kakteen auf Baumwolle von Rico Design aus der Hygge Kollektion und Oilskin aus der Tillabox

Mittwoch, 6. März 2019

Bela im Dinodesign *Hilco*

Noch ist der Junge eher pflegeleicht was Klamotten angeht – hin und wieder findet er etwas "cool" und er hat auch diverse Lieblingspullis, aber zum Glück bliebt uns das Gegenteil erspart. Kleidungsstücke komplett verweigern ist bisher noch nicht vorgekommen. Kann jetzt natürlich auch daran liegen, dass er nur großartige Klamotten hat... man weiß es nicht.



Beim Dinostoff von Hilco war ich jedenfalls sehr sicher, dass er gut ankommen würde. Und siehe da, ich wurde mit einem begeisterten "oh der ist cool, das ist mein neuer Lieblingspulli" belohnt.
Wenn nur alles so einfach wäre...



Damit das gleichmäßige Design nicht zu schlafanzugig daherkommt und auch für erwachsene Augen erträglich ist, hab ich mit schwarz kombiniert – Bela von Schnittreif gefällt mir mit den schräg verlaufenden Seitennähten da wirklich gut. Die Männerversion gibt es ja schon sein letztem Jahr, der kleine Bela ist vor kurzem auf den Markt gekommen und eine echte Bereicherung für die Jungenschnitte.




Die Farbe des Stoffes ist ein gedecktes Grün. Je nach Lichtverhältnissen und in meinem Fall auch Kamera, wirkt es ein bisschen heller oder dunkler, aber es ist definitiv nicht quietschgrün. Da Winterlicht und dunkle Wohnung einiges an Einsatz verlangten, kann ich euch eine Mischung aus Handybildern und Canon sowie Nikon Spiegelreflex zeigen. Ich sag's mal so: ich feiere die Lichtverhältnisse schon jetzt, sie sind so viel besser als im Dezember als diese Bilder entstanden.



Und klar, euch ist natürlich aufgefallen, dass der Dino im Bild ein Drache ist. Das muss aber unter uns bleiben. Auch, dass ihm die Flügel fehlen. Es ist einfach der Dino mit den Löchern im Rücken.
Solange der Junge alles grüne mit Stacheln als irgendeine prähistorische Echse durchgehen lässt, ist mir das recht und wir missbrauchen den vererbten Drachen weiterhin als Dino. Hoffe es taucht nicht noch ein Ritter auf.












Verlinkt: After Work Sewing
Schnitt: Bela von Studio Schnittreif
Stoff: Baumwoll-Jersey mit Dino-Print aus der WH19-Kollektion (aktuell für Händlerkunden vorbestellbar)


Dienstag, 26. Februar 2019

Herbst-Winter-Easy *Hilco*



Bald ist Karneval/Fasching/Whatever, da kann man mal schon mal ein paar Posts in Folge Konfettistoffe zeigen. Afaaaf, Helauuuu, Narri Narro oder so. Auch bei Hilco ist der Konfetti-Trend nun angekommen und nächsten Herbst wird es diesen Stoff in den Läden geben.



Der Stoff ist im Gegensatz zu meinen eigenen Konfettistoffen (zum Vergleich hier lang zu blau und bordeaux) ein dünner Viskosejersey und somit auch ganz gut für Schnitte geeignet, die ein bisschen flatterigeres Material brauchen.



Bei mir ist es eine Easy geworden – ganz easy ohne Gürtel oder Tunnelzug, wie immer.



Und weil das Wetter so gar nichts für kurzärmelige Kleider aus dünnem Stoff war, hab ich mal wieder meiner Lieblingslocation für Indoorshootings einen Besuch abgestattet. Die Stuttgarter Bibliothek ist von innen einfach wahnsinnig schön und hält auch im Winter einigermaßen gute Lichtverhältnisse für Blitzverweigerer bereit. Allerdings muss man wenn man dort mit Fotoausrüstung anrückt sofort eine Erklärung unterschreiben, dass man keine Bilder zeigt auf denen die Architektur im Mittelpunkt steht. Der Architekt müsste diese wohl absegnen. Ich hoffe also, ich stehe ausreichend im Fokus...













Schnitt: Kleid Easy von Milchmonster/Antonia Montano
Stoff: Viskose-Jersey (M6623/97) aus der WH19-Kollektion (aktuell für Händlerkunden vorbestellbar)

Donnerstag, 21. Februar 2019

Frau Smilla als Kleid *Zuleeg*

Das zweite (und somit auch letzte Teil) das beim Nähwochenende in Helmbrechts entstanden ist, ist diese Frau Smilla. Den ersten Pulli könnt ihr in diesem Post sehen.



Wenn ihr sie nicht gleich erkennt, liegt es daran, dass ich ganz frech die Rüschen weggelassen habe und außerdem dehnbaren Stoff verwendet habe.



Im Fabrikverkauf von Zuleeg hat mich dieses "Küchenhandtuch" sofort angesprungen und wollte dringend ein Kleid werden. Soweit ich weiß, gibt es den Stoff nicht online, daher beschriebe ich ihn jetzt mal als eine Art Jacquard-Jersey. Dünn aber stabil und wie gemacht für das Kleid.



Ich habe aus ganz ähnlicher Stoffqualität schon eine Smilla genäht und trage sie wirklich rauf und runter, daher musste einfach eine zweite her.



Ein bisschen gespannt bin ich ja, ob ich es noch mal schaffe, den Schnitt aus Webware zu nähen. Geplant ist es nämlich schon lange aber irgendwie drängeln sich gerade immer dehnbaren Stoffe vor.





Verlinkt: Du für Dich, Sew La La, After Work Sewing
Schnitt: FrauSmilla von Hedinäht
Stoff: von Zuleeg aus dem Lagerverkauf













Montag, 18. Februar 2019

Hoodie 19 von Milchmonster *Konfetti*



Beim Nähwochenende in Helmbrechts bei Zuleeg habe ich ja tatsächlich auch etwas genäht. Ja, ich muss das so betonen, denn das Nähen auf Nähtreffen ist so gar nicht meine Stärke. Mich stresst im Vorfeld die Packerei und das Wissen, dass ich eh irgendetwas vergessen habe weil mir vor Ort dann einfällt, dass ich lieber schwarze statt graue Bündchen will. Am entspanntesten nähe ich einfach daheim in meinem Nähzimmer. Zu Nähtreffen gehe ich wegen des Austausches, den Geschenken, dem Kuchen, dem Sekt und dem Wiedersehen mit all den lieben Menschen die ich Laufe der letzten Jahre kennengelernt habe.



Eigentlich war der neue Hoodie von Milchmonster/Antonia Montano als Kleid geplant. Beim Zuschnitt habe ich aber auf das Verlängern auf meine Körpergröße verzichtet, da ich das Kleid eher kurz wollte. Leider war es dann so kurz, dass die Grenze des guten Geschmackes erreicht war und ich musste schweren Herzens auf die Pulli-Länge kürzen.



Am meisten tat mir leid, dass ich den Beleg des geschwungenen Saumes so gerne aus Konfetti genäht hätte – ich finde so eine kleine, dezente Wiederholung wäre das gewisse Etwas gewesen.



Der Hoodie sitzt locker, ist aber durch die Teilungsnaht im Rücken durchaus auch figurbetonter zu tragen.







Schnitt: Hoodie 19 von Milchmonster/Antonia Montano
Stoff: Sweat in Bordeaux und Biojersey mit meinem Design Konfetti in bordeaux