Posts mit dem Label Freebie werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Freebie werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Dienstag, 8. Januar 2019

Halstuch für Babys nähen *Freebie*

Da ich schon so oft gefragt wurde, hab ich mich mal über die Feiertage kurz hingesetzt und mein Sabberlätzchen-Schnittmuster für euch digitalisiert. Ihr könnt es hier über meine Dropbox runterladen.



Der Schnitt wird aus Jersey genäht und ist je nach Position der Druckknöpfe/Einhaltung der Nahtzugabe von 0 bis 2 Jahre verwendbar. Ich verschenke das Halstuch gerne mit passender Hose oder Jacke zur Geburt und mag es sehr – nicht nur an Spuck- und Sabberkindern.



Genäht wird es ganz einfach:

Zwei mal die Vorlage aus Jersey ausschneiden (im Schnitt ist die Nahtzugabe enthalten).

Dehnbare Vlieseline, Wonderdots oder Ähnliches an die Position der Druckknöpfe auf die linke Stoffseite aufbügeln.

Beide Teile rechts auf rechs zusammennähen, dabei eine Wendeöffnung von ca 5 cm lassen. Wenn ihr diese ca. zwei Zentimeter von der Spitze entfernt lasst, könnt ihr nachher noch ein Label oder Webband einnähen.
Näht ihr mit 1cm Nahtzugabe, ist das Tuch praktisch universell passend. Näht ihr mit 0,5 cm verkleinert sich der Ausschnitt entsprechend und ist eher für Babys bis zu einem halben Jahr geeignet.

Ich schneide bei Jersey die Nahtzugabe nicht zurück oder ein, ihr könnt das aber gerne machen bevor ihr das Tuch auf rechts wendet.

Nun die Ecken sauber ausstreichen, die Wendeöffnung nach innen schlagen (eigentlich legt sie sich von selbst in die richtige Position) und das ganze einmal bügeln.

Wer mag legt noch ein Label/Webband in die Wendeöffnung.

Nun steppen wir einmal knappkantig um das komplette Tuch und schließen so auch die Wendeöffnung. Ich liebe hierfür das Füßchen #5 (Blindstich) meiner Bernina oder einen Schmalkantfuß. Damit könnt ihr perfekt die Spur halten und die Naht wird richtig schön sauber. Man sieht bei den Beispielen unten sehr deutlich, welches die Älteren Tücher sind, bei denen ich das Nähfüßchen noch nicht gewechselt habe...

Druckknöpfe oder Kam Snaps anbringen und schon ist das Babytuch fertig.


Viel Spaß beim Nachnähen!


Ich hab mal bei Instagram als Inspiration meine Babygeschenke der letzten Monate gesucht und diese Bilder für euch gefunden:











Sonntag, 18. November 2018

Wachstuch/Zero-Waste-Frischhaltefolie herstellen *Beeswrap*

Schon lange wollte ich Wachstuch selbst herstellen und nun endlich bin ich dazu gekommen. Es ist wirklich supereinfach, lediglich ein paar Dinge solltet ihr beachten, wenn ihr euer Bügelbrett danach noch nutzen wollt...



Ihr braucht:

  • Bienenwachs 
  • Stoffreste (am besten dünne Webware)
  • Jojoba-Öl (oder anderes, nicht lichtempfindliches geruchsneutrales Öl)
  • Bügeleisen
  • Backpapier
  • alte Zeitungen
  • (Käse)reibe/Hobel
  • Zackenschere

So geht's:

Das Wachs mit der Reibe zerkleinern. Man kann es auch in Drops-Form kaufen, bezahlt dann aber mehr als im Block und hat es zusätzlich in Plastik verschweißt. Zerowaste und so...
Bügelbrett sorgfältig mit den Zeitungen abdecken. Und bitte, wenn ich "sorgfältig" schreibe, meine ich das auch so! Stoffrest auf Backpapier legen und im Abstand von ungefähr fünf Zentimetern mit Öl betopfen. 
Den geölten Stoff mit Wachsspähnen bestreuen, mit Backpapier abdecken und vorsichtig bügeln. Beginnt mit wenig Wachs, erhöht wenn ihr seht, dass die Menge nicht ausreicht um den ganzen Stoff zu durchtränken.
Ich fand, dass das Wachs sich durch das heiße Bügeleisen sehr gut verteilen ließ. Ich habe aber gelesen, dass manche das Überschmelzen im Backofen bevorzugen, um eine gleichmäßigere Schicht zu bekommen.

Das Wachstuch kurz abkühlen lassen und mit der Zackenschere hübsch in Form bringen.


Ich habe verschiedene Gößen für unterschiedliche Schüsseln hergestellt die ich in der Vergangenheit mit einer Art "Badehaube" abgedeckt habe. Das Wachstuch ist formstabiler als unbehandelte Webware, allerdings wird erst der längere Gebrauch zeigen, ob ich nicht doch noch ein Gummiband einnähen muss.
Zum einwickeln/frischhalten von Käse im Kühlschrank oder belegten Broten für die Mittagspause funktioniert es so aber definitiv.
Nach Gebrauch wird das Wachstuch einfach mit lauwarmem Wasser gereinigt. Dementsprechend solltet ihr natürlich auf das Verpacken von Fleich und Fisch verzichten.
Sollte das Wachs an einigen Stellen brüchig werden, kann einfach nachgebügelt werden.


Fun-Fakt am Rande: In meiner Erinnerung war die Zackenschere DAS Nähtool im Nähkästchen meiner Mutter. Ohne Zackenschere ging gar nichts. Als ich das Nähen für mich entdeckte und anfing mir Handarbeitszubehör zu kaufen, besorgte ich auch sofort eine Zackenschere. Heute habe ich sie zum zweiten (!) mal benutzt. Das erste mal war, als ich Filz für Nähgewichte zu Kreisen geschnitten habe. Nähgewichte die ich übrigens nie genutzt habe...
Nun frage ich mich, ist es der kindlichen Wahrnehmung geschuldet, weil ich die Zackenschere so beeindruckend fand, oder war die vor 30 Jahren wirklich so unverzichtbar?


Donnerstag, 8. November 2018

Genähte (Party)Socken *Freebook*



Socken nähen geht gar nicht. Socken nähen kommt genauso wenig in Frage wie Babybodys, Unterhosen und Unterhemden... oh, ups.



Da ich erst Bodys und später Unterwäsche für den Jungen dann aber schon mehr als einmal genäht habe, war ich in meiner Inkonsequenz jetzt einfach konsequent und hab Socken ebenfalls getestet.



Trägt sich erstaunlich gut, geht sehr schnell und das Beste: Man kann diese langen aber schmalen Jerseyreste verbrauchen die man für sonst nichts mehr verwenden kann. Kommt mir jetzt nicht mit Applis! Kein Mensch braucht so viele Reste für Applikationen, aber wegschmeißen geht ja auch nicht... 



Und bevor jemand fragt: Die Hose ist natürlich nur fürs Partysocken-Bild so hochgeschlagen. Eh klar.




***Werbung***
Verlinkt: Du für Dich, Sew La La, Ich näh Bio
Schnitt: Freebook Sockenliebe von Cherrypicking
Stoff: mein Design Konfetti (Biobaumwolljersey) und Ringel unbekannter Herkunft











Freitag, 11. Mai 2018

MOM WOW FlatlayfriDIY-Freebie

Wie bei Instagram versprochen, kommt hier der Download zu zwei Versionen von MOM WOW.



Das extra für den #flatlayfriDIY flachgelegte Oberteil ist die Frau Frida von Schnittreif kennt ihr übrigens aus diesem Post. Ich trage sie wirklich auch nach fast zwei Jahren noch sehr häufig und der Stoff zählt zu meinen absoluten Lieblingen.

Mittwoch, 14. Februar 2018

Traktoren auf Bodys und Shirts *Kinderkleidung*



Bei einem vorweihnachtlichen Nähtreffen welches ich übrigens ohne eine einzige Naht zu machen absolviert habe, hatte Kerstin einen witzigen Traktoren-Stoff dabei. Im Gegensatz zu mir, konzentrierte sich Kerstin nicht ausschließlich auf's Quatschen und so hatte ich das Glück, dass ich nachdem sie ihre Shirts fertig hatte den Rest von den Traktoren abgreifen konnte. Danke dafür!



Im Normalfall habe ich es ja nicht unbedingt mit Motivstoffen und "jungsig" mag ich auch nicht besonders, aber der hatte es mir sofort angetan. Vielleicht liegt es an den harmonischen Farben die allesamt sehr in mein Beuteschema passen.



Das bringt dann allerdings das Problem der Entscheidung mit sich. Gelb? Türkis geringelt, Türkis gestreift? Dunkelblau? Braun? Da passten wirklich so einige und schnell stand fest, dass ich einfach mehrere Teile nähen muss. Ich Fuchs! 



Für den Body gab es also statt der Standard-Ringeln mal türkisfarbene Dreiecke (wie aufregend!) . Das Shirt, ein Robin Hoodie ohne Hoodie, darf mit senfgelbem Melange-Stoff dafür etwas mehr basic daher kommen.



Auf Instagram habe ich schon in etlichen Storys erzählt, dass ich das Kind des öfteren verkehrt herum angezogen zurück bekomme. Das ist auch gar keine Kritik, denn klar ist, dass die großartigen Erzieherinnen einfach viel wichtigeres zu tun haben, als in unbelabelter, selbstgenähter Kleidung die Vorder- oder Rückseite zu suchen.



Großenetiketten aufbügeln wäre eine Idee, aber der Plotter und ich haben nach wie vor eine Krise und stehen ganz kurz vor der Trennung. Eine Tasche brauche ich auch nicht auf jedem Shirt und sonstiger Tüddelkram ist auch selten mein Ding. Irgendwann fiel mir dann das versteckte Saumbündchen ein und ich dachte das wäre DIE Idee. Was hab ich mich gefeiert, sieht das Ding ja noch dazu auch wirklich schick aus!
Die Begeisterung hat bis zum ersten KiTa-Einsatz gehalten. Ihr ahnt, was passiert ist. Wahrscheinlich kann nur ein V-Ausschnitt das "Problem" regeln. Ich werde berichten!






Verlinkt: After Work Sewing, Ich näh Bio
Schnitt: Freebook Regenbogenbody (Schnabelina), Robin Hoodie (Fabelwald) und dann hat sich noch ein Basicshirt (Fadenkäfer) auf die Bilder geschlichen
Stoff: Bagger und Traktoren von Fabrilogy, Dreiecke und Uni Melange in senf von Lillestoff sowie Ringel vom Stoffmarkt



















Donnerstag, 30. November 2017

HoHoHo! Nikolausstiefel *Freebie-Schnittmuster*



Letztes Jahr am 5. Dezember bekam ich in der KiTa die Info, ich möge bitte dem Minimann am nächsten Tag eine Socke oder einen Nikolausstiefel mitgeben. Natürlich hatten wir keinen extra Stiefel und irgendetwas in mir sträubte sich auch gegen die Vorstellung, dem damals Einjährigen einen von Papas Socken (Vorschlag der Erzieherin, die Socken der Kinder seien zu klein...) mitzugeben um ihn darin die obligatorische Mandarine und den Keks in Empfang nehmen zu lassen.
Aber kein Ding, ich hatte ja eine neue Stickmaschine hier stehen! Also schnell ein Stickmuster für eine ITH-Datei gesucht und total motiviert losgelegt. Heraus kam ein zauberhafter kleiner Nikolausstiefel. Oder besser gesagt ein Nikolausstiefelchen. Ich schätzte es auf Größe 21/22, drei Walnüsse gingen gerade so rein, die Mandarine natürlich nicht. Gut, mein Fehler, die Datei ist eigentlich ein Adventskalender von dem ich nur einen Teil gestickt und die Zahl weggelassen habe und der darf ja durchaus kleiner sein. Mir fehlte einfach noch ein bisschen das Auge für die Größe einer Datei die im Stickrahmen fertiggestellt wird. Süß fand ich sie trotzdem und ich hab den Plan sie für nächstes Jahr tatsächlich als Kalender zu sticken. Ich schriebe das jetzt, damit ich nicht vergesse damit im Januar anzufangen. Ich kenne mich nämlich, 24 mal das gleiche Sticken macht mir bis zur 2. Wiederholung Spaß, danach werden die Abstände zwischen den Stiefeln sicherlich immer größer und mit Glück bin ich dann im November fertig.
Aber gut, eigentlich geht es hier nicht um das Stiefelchen des Vorjahres, sondern um den neuen. Der hat nämlich nun die perfekte Größe und statt einfach frei Schnauze drauflos zu schnibbeln, hab ich ihn vorgezeichnet und stelle ihn euch auch gerne zum Download zur Verfügung.



Die Nähanleitung ist denkbar einfach:


Ihr braucht Webware (in meinem Fall ein paar kleine Reste) und Volumenvlies nach Wahl (bei mir war es ein Rest von einer Decke der nicht aufbügelbar ist), und eine Stofflasche oder ein Lederband das als Aufnähung eingenäht wird.
Wer dieses dann einzunähen vergisst, braucht auch noch eine zusätzliche Öse... (fragt nicht!)

Ausgeschnitten werden zwei mal seitenverkehrt das Oberteil und das Unterteil und einmal Ober und Unterteil zusammengesetzt als Innenfutter. Hier habe ich übrigens auch die Schuhspitze etwas gekappt, damit da nichts drin hängen bleibt und das Wenden später leichter geht. Und ja, natürlich auch wegen zu wenig Stoff.... Ihr kennt das ja! Die Außenform braucht ihr dann natürlich auch aus Vlies oder dem Material das ihr zum Füttern nehmt.
Wer die Teilung besonders hübsch ausarbeiten will, bügelt das Vlies auf die Einzelteile auf und steppt das Unterteil des Stiefels getrennt ab. Ich finde diagonale Linien oder Rauten besonders hübsch, aber ihr könnt euch natürlich auch beim Nähmalen oder aufwändig quilten austoben!
Danach näht ihr Ober- und Unterteil rechts auf rechts aneinander. Da ich kein Vlies zum aufbügeln hatte und aus mehreren kleinen Teilen gestückelt habe, habe ich die Teile erst zusammengenäht, das Vlies mit Patchwork-Sprühkleber auf der Stoffrückseite fixiert und dann trotzdem nur den unteren Teil abgesteppt.
Jetzt die Außen- und Innenteile jeweils rechts auf rechts aneinander nähen und bitte beim Außenteil das Bändelchen nicht vergessen und beim Innenteil eine Wendeöffnung lassen.
Einen Stiefel wenden, Stiefel ineinander stecken und aneinander nähen. Wenden, ausbeulen, bügeln und oberen Rand absteppen. Fertig! Ach ne, die Wendeöffnung, die könnte noch geschlossen werden.
Jetzt aber: fertig!



Und nun schnell raus damit vor die Haustür – vorausgesetzt ihr habt euch Zeit gelassen mit dem Nähen und es ist schon der 5.12. ;-)
Wenn nicht, vertreibt euch die Zeit doch erstmal beim Adventskalender im Stoffbüro.
Catrin und die Stoffbüro-Crew öffnen von morgen bis zum 24. Dezember jeden Tag ein Türchen. Viele Rabattaktionen, Anleitungen und schöne Posts die euch die Adventszeit versüßen sollen.




Stoffe: weißer Rest mit roten Punkten von Tante Ema, roter Rest mit weißen Punkten unbekannter Herkunft
Schnitt: kostenloser Download 









Dienstag, 7. November 2017

Kuori-Tasche *Freebook*

Es nun wirklich kein Geheimnis mehr, dass ich nicht gerne Taschen nähe. Durch eine glückliche Fügung habe ich neulich schon einen großen Shopper genäht und dachte, dass es das dann wieder für lange Zeit gewesen sein wird. Doch dann stolperte ich über Kuori. Kerstin nähte beim Sew7-Treffen ein paar Stück und ich war sehr angetan vom Schnitt mit der hübschen Unterteilung. Aber es ist halt ein Täschchen! Ich hab einfach keine Verwendung dafür: Mein Handy will ich nicht erst aus einer Hülle fummeln müssen, meine Brille habe ich auf der Nase, die Sonnenbrille hat ein Hardcase, ein Schminktäschchen für Unterwegs habe ich schon... Als dann aber meine Ovi kaputt war und ich definitiv keine Lust auf Shirts mit Zickzack-Stich hatte aber unbedingt nähen wollte, nahm ich das Thema nochmal in Angriff.
Die Stoffwahl hat unfassbar lange gedauert, denn Kuori wirkt am besten mit (Kunst-)Leder, beschichteten Stoffen, Cord oder irgendeinem anderen Material das Festigkeit und Struktur mitbringt. Und da sieht's bei mir ja ganz schlecht aus beziehungsweise gab es einfach kein Match zwischen Unistoff, Cord/Leder/Strukturstoff und Musterstoff. An der Stelle muss ich auch gleich beichten, dass ich direkt Kunstleder bestellen musste...
Irgendwie wurde ich aber doch noch im Jeansstapel fündig und der Stoff den ich vor, äh, einigen Jahren für einen Jeansrock gekauft habe, hat jetzt ein Eckchen weniger. Wahrscheinlich wird er jetzt für jeden Schnitt ein paar Zentimeter zu knapp sein, aber egal, es musste sein!



Der aufmerksame Leser fragt sich nun, woher die plötzliche Motivation kam die zwei Täschchen hervor brachte. Das lässt sich leicht erklären. Schon im Vorfeld hab ich öfter mal gelesen, dass Kuori ein Rudeltier sei und es meist nicht bei einem Exemplar bliebe. Und ich so: ja, is klar....



Nach dem Zuschnitt wurde mir schlagartig bewusst warum das Teil so oft im Doppelpack auftritt:
Einmal kurz nicht aufgepasst, hat man das Schnittmuster falschrum auf den Stoff gelegt und ebenso falsch geschnitten. Was bei einer symetrischen Tasche gar kein Ding ist, bringt bei Kuori gleich ein unbrauchbares Schnittteil und somit im Idealfall eine zweite, spiegelverkehrte Tasche hervor.
Sorry, an alle die noch an die Rudelgeschichte glauben: Wenn das Rudel verdächtig ähnlich aussieht steckt meistens ein Fehler im Zuschnitt dahinter.



Allerdings muss ich auch gestehen, dass ich dem Schnitt trotzdem etwas verfallen bin und gleich noch zwei weitere Taschen genäht habe. Also freiwillig zwei, denn ich konnt mich nicht für einen Stoff entscheiden und ich musste es ausnutzen, dass ich noch wusste welches Teil wie verstärkt werden muss. Nun, da das Ganze wieder drei Wochen her ist, hab ich schon wieder Angst  vor der falschen Einlage...



Leider muss an dieser Stelle auch erwähnt werden, dass ich mir jedes mal vor dem Einschlagen von Ösen wirklich sehr viel zeit lasse und alles andere mache bevor die Ösen dran sind. Selten ist mein zuhause sauberer als wenn Ösen anstehen. Da kann so viel schief gehen und einLoch in ein fertiges Stück zu machen fühlt sich einfach nicht richtig an. Außerdem plagt mich jedes mal die Frage, welche Seite der Öse oben sein muss. Ich weiß es vorher einfach nicht und nachher ist es doch meistens falsch. Aber es gibt schlimmeres und ich mag meine beiden Kuoris trotzdem sehr gerne. Da ich aber schon für eine  kleine Tasche keine Verwendung habe, wird mich eine in jedem Fall wieder verlassen.
Wenn ihr Taschennähen doof findet oder meinen Stoff (ein USA-Mitbringsel) schön findet, schaut einfach bei Facebook vorbei: dort könnt ihr eine der beiden Kuoris gewinnen.






Schnitt: Freebook Kuori von Hansedelli
Verlinkt: Creadienstag
Stoffe: lange abgelagerte Mitbringsel aus den USA (Joann) und dicker Jeansstoff unbekannter Herkunft











Mittwoch, 1. November 2017

Eisbär trifft Kombistoffe * Basicshirt und Freebook*



Eigentlich habe ich ja meine festen "Stoffquellen" und bin diesbezüglich auch eine recht treue Seele. Aber manchmal ist es auch schön, mal kurz über den Tellerrand hinaus zu blicken und zu gucken, was denn "die anderen" so haben. Und bei so einem kurzen Blickchen habe ich Meterlimit entdeckt. Melanies Shop ist noch relativ neu und sie verkauft in Deutschland bedruckten Stoff der, so verrät schon ihr Name, immer nur in limitierter Anzahl verfügbar ist. Ist er weg, ist er weg.
Diesen Monat sind nun also unter anderem die Eisbären in ihren Shop gewandert die ich vernähen durfte. Ein schönes Motiv – nicht nur für kleine Jungs! – das sich unfassbar gut kombinieren lässt. Ich bin ja nicht so die bunt-bunt-Kombiniererin und habe auch wirklich wenig Unis in meinem Stofflager. Meistens bestelle ich gleich den passenden Kombistoff und die Sache ist erledigt. Hier hatte ich nun also nur die Eisbären und eigentlich den Plan, diese mit etwas Kontrast zu versehen. Dunkel sollte es sein. Anthrazit, schwarz, dunkelgrau, wie auch immer – damit macht man ja nie etwas falsch.
Trotzdem kam mir die verrückte Idee, einfach mal meine wenigen Unis aus dem Stoffschrank zu holen und zu gucken, ob nicht auch ein helleres Stöffchen passen könnte.



Und siehe da, praktisch alle Stoffe die ich für geeignet hielt, passten auch wirklich! Da lobe ich mir den Farbverlauf im Bären – Digitaldruck sei Dank!
Was dann folgte war die Qual der Wahl und die Feststellung, dass ich im Shirt selber nur die Bären verwende und die Unis und Ringelstoffe lieber in Bodys oder Logsleeves verarbeite. So können immer wieder neue Kombinationen entstehen und es wird farbtechnisch nicht zu wild.


Wobei, merkt ihr was?! Der Minimann trägt regelrecht bunt und ich habe wirklich Spaß daran – so lange es sich gut kombinieren lässt und alles irgendwie zusammen passt ist das auch wirklich fein.




Damit dann auch wirklich keine grenzwertigen Kombinationen passieren und das Kind womöglich zum Eisbär die Fuchsmütze trägt, hab ich gleich noch eine passende Mütze rausgehauen. Der Unistoff ist übrigens eines meiner ersten Färbeexperimente – ein ehemals hellhellhellgelber Jersey aus einem Überraschungspaket – früher hieß das Putzlappenpaket und war für wenig Geld bei Trigema zu bekommen. Fragt nicht, was ich mir dabei gedacht habe den etwas dickeren gelben Jersey einfach mit ein paar Handtüchern türkis (ich glaube der Name war "Caribic") zu färben. Muss ich erwähnen, dass ich in den letzten paar Jahren unfassbar oft eine gute Möglichkeit gehabt hätte, das original Hellgelb zu vernähen? Alleine die ganzen Babysachen und die Kombination mit Grau wäre toll gewesen. Aber das Hellgelb war da leider leider schon Hellgiftgrün. Und alles Jammern hilft nicht – ich bin Designerin, die Farbenleere ist mir bekannt und ich weiß eigentlich auch, was passiert wenn man Farben mischt. Die einzig logische Erklärung was dieses Färbeexperiment angeht ist für mich  die niemalsnienienie einen hellgrünen Stoff kaufen würde (der nicht als mint durchgeht), dass ich geahnt haben muss, wie genial er zum Eisbär passt. Oder ich hatte doch kurz mein Hirn aus. Eines von beidem, sucht es euch aus...





Verlinkt: After Work Sewing
Schnitt: Basicshirt von Fadenkäfer und Freebook Regenbogenbody von Schnabelina, beides in Größe 98 genäht, Mütze selbstgebastelt
Stoff: Baumwolljersey Eisbär blau von Meterlimit














Mittwoch, 9. August 2017

Hot Summer Freebie *Blümchen auf Malle*



Schneidernmeistern's #hotsummerfreebie wurde bei mir zum #veryhotsummerfreebie. Für die Fotos im Morgengrauen in der Morgensonne auf unserer mallorquinischen Finca letzte Woche bin ich fast verglüht. Mittags hatte es gerne um die 40 Grad und Nachts wurden wir dank des freundlichen Babyphones auch darüber informiert, dass uns im Schlafzimmer noch knackige 32 Grad erwarten. Die Temperatur war also an diesem Morgen um halb 7 irgendwo zwischen 32 und 40 Grad.



Und so "spät" waren wir auch nur wegen der vorausgegangenen Diskussion, ob Blogfotos im Urlaub wirklich sein müssen (ja!) dran. Der schweißgebadete Minimann hat die Nacht schon deutlich früher für beendet erklärt und auch auf die dezent verkaterten Eltern (Urlaub mit Freunden und die Aussicht auf ein Schlafzimmer mit 32 Grad lassen einen lieber noch am Pool trinken...) keinerlei Rücksicht genommen. Ja, es gibt durchaus Bilder auf denen ich größere Augen habe...



Aber hey, egal, das Kleid ist genial! In diesem Urlaub hätte ich es gerne aus deutlich dünnerem Stoff gehabt, aber so kann ich es wenigstens im 15 Grad kühleren Deutschland auch anziehen.



An die Länge muss ich mich noch ein bisschen gewöhnen, aber da ich die gerundeten Säume #leidergeil finde, aus diesem Stoff aber nie wieder nähen möchte, kommt kürzen nicht in Frage. Lieber nähe ich mir noch eines in etwas kürzer oder gleich ganz auf Blusenlänge gekürzt, da habe ich auch schon ein tolles Beispiel gesehen.



Und bei einfarbigem oder weniger gemustertem Stoff würde ich eventuell auch mal die eigentlich vorgesehen französischen Nähte (statt Bruch) testen. Also vielleicht. Wenn ich ganz viel Zeit hab. Sommer 2032 womöglich.








Verlinkt: After Work Sewing
Schnitt: Hotsummerfreebie von Schneidernmeistern 
Der Name des Schnittes ist selbstverständlich Programm: den kompletten August lang bekommt ihr den Schnitt bei Monika kostenlos.
Stoff: Viskosewebware von Stoff&Stil













Mittwoch, 30. November 2016

Weihnachtsmann mit Gewinnspiel und Freebie-Plott

Weihnachten, das Fest der Liebe. Da ist es durchaus üblich, auch mal kurz an andere zu denken. Den Mann im Haus zum Beispiel. Der kommt nämlich nicht nur hier bei Genähtem oft zu kurz. Für Männer nähen ist oft wenig spannend, reicht das Repertoir der Farbwünsch doch meinst gerade so von dunkelblau über grau zu schwarz. Schlicht bitteschön. Ohne was dran. Kontrastfarbene Tasche oder Bündchen? Ach ne, lieber nicht. Da kann einen die Nählust schon mal verlassen.
Da es aber durchaus eine Vielzahl spannender Schnitte für Männer gibt und auch die Stoffwahl deutlich mehr hergibt als die üblichen Verdächtigen, möchte ich euch gemeinsam mit einigen anderen Mädels in der Weihnachtsmann-Blogtour zeigen. Wir haben Schnittmuster für Männer unter die Lupe genommen und uns bei Catrin im Stoffbüro passende Stoffe aussuchen dürfen. Dass es dabei nicht nur schwarz-grau wie hier zuging, sondern auch mal mandarine oder gar fuchsia ins Spiel kommt, hat die eine oder andere Dame überrascht, als sie den Mann auf der Stoffbüro-Seite alleine auswählen lies...



Überraschungen gab es bei uns nicht. Zumindest nicht was die Stoffwahl betraf. Schwarz mit grauen Ringeln sollte es sein. Fein, vielleicht bleibt ein Rest für mich!
Beim Schnittmuster schwankte ich zwischen Mr. Klassik von Konfetti Patterns und dem bekannten Walcheren von Schnittreif. Der Mann entschied sich für Walcheren, weil er so ein Shirt dringend braucht. Ach? Na dann ist ja gut.. Mr . Klassik kommt aber sicher noch, er schlummert schon auf der Festplatte. 
Bei Selina hat sich der Mann übrigens ebenfalls für Walcheren entschieden, dort könnt ihr die kurzärmelige Variante sehen.



Der Zuschnitt ging recht flott, auch wenn natürlich beim Streifenverlauf ein bisschen Konzentration nicht schadet. Am längsten hat es tatsächlich gedauert, bis ich eine Vorstellung davon hatte, wie welches Ärmel- und Passen-Schnittteil in welchem Stoff aussieht und wie alles gut zur Geltung kommt. So weit so gut. Bisher alles fein. Das letzte Schnittteil liegt auf dem Stoff, ich schneide beherzt drumrum und irgendwas kommt mir komisch vor... Genau, bei Teil 10 von 10. Nicht bei Teil 1 von 10. Wäre ja langweilig gewesen.

Mittwoch, 14. September 2016

Quatschkopf *DreamMustard*



Wie schon öfter in den letzen Wochen zeige ich euch heute ein weiters Shirt für den Minimann. Dream Mustard habe ich für mich zu einer Lupita von Milchmonster vernäht, dabei aber ärgerlicher Weise vergessen, dass ich Ärmel nähen wollte und statt dessen mit Bündchen eingefasst.



Klar, das schreit praktisch danach, die braunen Ärmel der Lupita dann wenigstens bei der Resteverwertung im Kindershirt zu benutzen. Theoretisch wäre das eine wahnsinnig gute Idee. Praktisch war es aber so, dass ich alles zugeschnitten und dann genäht habe. Die Schnitteile des Kindershirts lagen also neben den übrig gebliebenen Ärmeln. Saublöd.



Naja, gibt es eben bei der nächsten Gelegenheit noch zwei Sabbertücher mit brauner Rückseite – hier verkommt ja nichts!




Verlinkt: After Work Sewing (AWS)
Schnitt: Freebook Quatschkopf von Mamamotz in Größe 80, hier schonmal genäht
Stoff: Dream Mustard von Pieke Wieke für Lillestoff (erhältlich ab 17.09.2016)







Freitag, 2. September 2016

Regenbogenbody Babyshirt *I got stripes Studio*



Danke für eure vielen Vorschläge zum Thema Kinderschnitte! Ich hab direkt mal angefangen sie umzusetzen... man muss die Feste ja nähen wie sie fallen. Oder so. Den Anfang macht der zum Shirt verwandelte Regenbogenbody.
Dieses Freebook nähe ich sowieso ganz oft und das Shirt dazu stand schon lange auf meiner Liste – ich musste nur daran erinnert werden.



Bis auf ein mal habe ich den Regenbogenbody bisher immer mit amerikanischem Ausschnitt genäht. Als Shirt sollte es nun der Rundhalsausschnitt ohne Knöpfe sein.
Theoretisch gut, praktisch ist der Halsausschnitt in diesem Fall viel zu eng um ihn bequem über den Kopf zu ziehen und überhaupt ist das ganze Teil etwas slimfit geraten. Der Specki Minimann sieht darin nicht gerade vorteilhaft aus.

Montag, 29. August 2016

Quatschkopf *Giraffenshirt*



Wer mir auf Facebook folgt, hat kürzlich mitbekommen, dass ich erschrocken feststellen musste, dass  kleine Stoffreste plötzlich nicht mehr für Minimannklamotten ausreichen. So ein Body mit amerikanischem Ausschnitt in Größe 80 passt eben nicht mehr auf ein 40cm-Restchen. Und tatsächlich ist es so, dass ich von Kinderstoffen in der Vergangenheit oft nur Kleinstmengen gekauft habe. Grund genug, endlich mal durch den Schrank zu graben gucken um vielleicht noch ein paar Schätzchen zu vernähen bevor sie für den Specki Minimann nur noch als Kapuzenfutter/Ärmelabschluss/Halstuch/Mütze taugen.



Den Anfang macht heute das Giraffenshirt und ich finde er sieht darin einfach zum Anbeißen aus.
Was habe ich mich auf die Zeit gefreut, wenn er sitzen/stehen/laufen kann und ich schöne Tragebilder machen kann bei denen er nicht auf dem Boden liegt.
Mir war aber nicht ganz klar, wie anstrengend das mit einem sehr aktiven 11 Monate alten Kerlchen ist. Damit nicht alle Fotos komplett verschwommen sind, habe ich ihn mit verbotenen Dingen bestochen.
Dekogirlande anfassen? Bild! Pflanzen "streicheln"? Bild! Kugellampe anfassen? Bild!

Sonntag, 3. April 2016

JusThim mit yeah *Freebie-Plott*


Endlich mal wieder ein Schnitt für den Mann! Der war ja schon ein bisschen weinerlich, weil nur noch der Minimann Klamotten abgreift und wir neuerdings sogar im Partnerlook unterwegs sind.
Nun hat Frau Prülla aber Abhilfe geschaffen: JusThim ist da. Ein sportliches Shirt mit besonders raffinierter Nahtführung an der Schulter. Mit Covernähten betont oder durch andersfarbige Ärmel abgesetzt, kann man da richtig toll spielen. Und das ist ja auch genau das was ein Männerschnitt braucht, denn so richtig austoben kann man sich da farblich meistens nicht. Selten haben Männer das Bedürfnis nach Stickereien, putzigen Plotts oder wild gemusterten Stoffen ;-)


Meiner wollte also auch einen JusThim (auch liebevoll Justin genannt). Ein Laufshirt. Schlicht. War klar, geht für mich aber auch total in Ordnung und als ich tatsächlich nach einer nur knapp zweiwöchigen (!) Suche die restlichen 3 Meter grauen Coolmax (immer noch aus meinem ersten und bisher einzigen Ü-Packet) gefunden habe, war das Shirt schnell genäht. 
Der Mann war zufrieden, das Shirt passte gut, lediglich das Fotoshooting hat mich wirklich unglücklich gemacht. Die Bilder waren so langweilig! Fotos ohne Gesicht von einem grauen Shirt ohne irgendwas... Da hilft nicht mal die coole Schulternaht!

Ein Plott musste her. Das Yeah hatte ich eigentlich für einen neuen Sweater (für mich) geplottet und nur mal testweise ans Shirt gehalten. Da aber alle beteiligten sofort sehr begeistert waren, war die Sache klar. JustThim bekommt ein Yeah und gut ist. 


Und damit bei euch auch alles gut ist, möchte ich mein Yeah mit euch teilen. Toll, gell!? Oder auch #yeahyeahyeah, wie der Instagram-User sagt ;-)
Wenn ihr nett sein wollt, verlinkt gerne hierher wenn ihr euer yeah zeigt. Und auf Insta freue ich mich über eine Markierung, damit ich kein yeah verpasse!





Und jetzt alle so: yeah!


Schnitt: JusThim von Prülla, Shirt in zwei Ärmellägen
Stoff: Coolmax von Aktivstoff (dickere Ausführung)
Plott: Freebie für euch <3
Verlinkt: Plotterliebe