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Mittwoch, 5. Dezember 2018

Softshelljacke *Füchse*

Wenn mir bis vor einem Monat jemand erzählt hätte, dass ich mal Füchse vernähe, hätte ich sicherlich sehr laut gelacht.
Der selbe Jemand hätte womöglich noch vorausgesagt, dass ich eine Softshelljacke nähe. Ich wäre vor Lachen zusammengebrochen. Wirklich! Ich hab keine Zeit Jacken zu nähen. Und Füchse kann ich auch nicht brauchen. So einfach ist das.



Wie es nun also zu diesem Post kam, kann ich nicht mehr so ganz genau sagen. Carolin von Fafenkäfer schrieb mich an  und fragte, ob ich ihren neuen Schnitt nähen wollte und eine Woche später stolperte ich beim Stoffmarkt über den wohl schönsten Softshell der Welt. Grau und Schwarz plus ein bisschen Motiv ganz nach meinem Geschmack.
Ein Zeichen! Natürlich hab ich zugesagt und nicht nur diesen Stoff, sondern auch gleich noch einen für mich gekauft. Carolins Jacke gibt es für die ganze Familie und wenn man schon mal dabei ist, kann man ja auch gleich mehrere. Eine ist keine.



Die Jacke des Jungen war zuerst dran und ich war völlig im Glück mit meinem ersten Softshellerlebnis. Kein Witz, Softshell ist mein Material! Nie habe ich akkurater genäht. Ohne Bügeln wohl gemerkt! Ich hab mich kaum noch eingekriegt vor Begeisterung und hab die Nähte im Rückteil und an der Kapuze vor lauter Freude gleich doppelt abgesteppt und auf allen Kanälen ordentlich damit angegeben. Herrlich!

Es lief einfach zu gut mit mir und der Kinderjacke, darum hab ich beherzt zur Schere gegriffen und den perfekten Reißverschluss einfach mal auf die falsche Länge gekürzt. Kann man machen.
Natürlich gab es den perfekten Reißverschluss dann nicht mehr und ich hab die zweite Wahl nehmen müssen. Strafe muss sein. Wenigstens konnte ich mich beherrschen und hab nicht nochmal falsch geschnitten...



Und plötzlich kam der Moment, wo es auch mit dem Absteppen nicht mehr so fluffig lief. Vier Lagen plus Reißverschluss der möglicherweise auch etwas knubbelig eingenäht war waren zu viel für Nadel Nummer eins. Nadel Nummer zwei bis drei folgten ihr recht schnell in die ewigen Jagdgründe das ewige Nadelkissen.



Trotzdem wurde die Jacke fertig, und ich finde sie echt hübsch. Kleine Schönheitsfehler gehören offensichtlich bei mir einfach dazu. Und ohne zu sehr zu spoilern: morgen zeige ich euch meine Jacke und ratet mal was hier beim Reißverschluss passiert ist...






Verlinkt: After Work Sewing, Menschen(s)kinder
Stoff: Softshell vom Stoffmarkt
Schnitt: Softshelljacke von Fadenkäfer (momentan noch zum Einführungspreis zu haben!)

Montag, 29. Oktober 2018

Regenjacke Jara/Jaro *Friesennerz*



Noch nie hatte ich das Bedürfnis eine Regenjacke nähen zu wollen. Doch kann kam Julia von Kreativlabor Berlin mit ihrem Jackenschnitt Jara/Jaro ums Eck und ich bin da irgendwie so reingerutscht...
Der Schnitt ist eine Kinderjacke mit leichtem Retrolook, die je nach Belieben gefüttert oder mit Beleg genäht werden kann. Von Regenjacke keine Spur. Aber man kann ja praktisch aus jedem Schnitt eine Regenjacke nähen, wenn man wasserabweisenden/undurchlässigen Stoff verwendet. Und so sprang ich recht schnell auf Julias Hinweis an, dass ich ja einen Friesennerz nähen könnte. Ich finde die Kombi aus Gelb und schwarz-weißen Ringeln so cool, dass ich unbedingt auch eine für mich haben wollte.



Mit dem Ergebnis bin ich mehr als glücklich und ich finde, die Jacke sieht wirklich niedlich aus. Aber dennoch würde ich es nicht wieder tun. Zumindest nicht in dieser Form.



Jeder Stich in den Stoff muss von der Rückseite mit Nahtband versiegelt werden. Es gibt verschiedene Möglichkeiten dies zu tun (von mit dem Pinsel auftragen bis Aufbügeln ist alles dabei) und mir wurde im Stoffladen aufbügelbares Band empfohlen. Und ich sag es mal so: ICH kann es nicht empfehlen.



Etwas auf einen nicht bügelbaren Stoff aufzubügeln zu wollen ist einfach keine gute Idee. Ja, es geht wenn man sehr vorsichtig ist, aber zwischen das band hält nicht und der Stoff schmilz liegt ungefähr eine Millisekunde. Ich bin fast wahnsinnig geworden. Ein Bügelei hätte hier gute Dienste geleistet, aber mich hätte wahrscheinlich auch das nicht gerettet.
Um dem Regen weniger Angriffsfläche bzw mir weniger Bügelprobleme zu beschweren, habe ich die Kapuze komplett angenäht und nicht wie im Schnitt vorgesehen auf einem Steg befestigt und mit Knöpfen befestigt. Höhe ist trotzdem ausreichend da, selbst wenn der Junge noch eine Mütze in der Kapuze tragen würde.



Das Ende vom Lied: Die Jacke für den Jungen ist toll, aber am Ärmelansatz sicher nicht komplett wasserundurchlässig. Was allerdings viel schlimmer ist: ich bin so abgeschreckt von dem Material, dass ich mir keine Regenjacke nähen werde. Das wäre nämlich ja eigentlich der Folgeplan gewesen...






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Verlinkt: Menschen(s)kinder
Schnitt: Jacke Jaro/Jara von Keativlabor Berlin
Stoff: Ringel von Noshorganics, Regenbekleidungsstoff vom örtlichen Stoffladen















Donnerstag, 9. August 2018

Ringelshirt mit Applikation *hilco*



Auf dem BERNINA-Blog erzähle ich heute ein bisschen was über das Applizieren von Jersey anhand diese Sternenshirts. Wer mehr zur Vorgehensweise wissen will, darf sich gerne rüber klicken. Hier erzähle ich euch stattdessen, ein bisschen was die vernähten Stoffe und warum man manchmal nicht bei der ersten Idee bleiben sollte.



Die Stoffe stammen beide aus der Sweet Wood-Kollektion die ab jetzt für Händler vorbestellbar ist. Als Streifenfan war klar, dass ich die unbedingt haben muss. Alle anderen (die restlichen zeige ich demnächst ) finde ich zwar super, aber vielleicht doch auf den ersten Blick für den Jungen nicht ganz passend. Die Streifen passen perfekt zu allen Motivstoffen aus der Kollektion und ich musste dem spontanen Reflex widerstehen, erstmal ein ganz schlichtes Ringelshirt zu nähen.
Und zum Glück habe ich es nicht bereut: noch während ich den Stern applizierte der das schlichte Ringelshirt zu einem schlichten Ringelshirt mit Stern macht, wusste ich, dass es auch mir gefallen wird. Die Stoffe passen fein zusammen und durch Bündchen und Gern in "jungsigen" Farbtönen wird dem Stoff etwas die Zartheit genommen. Eben diese habe ich aber an anderer Stelle für Babykleidung voll ausgeschöpft. Ich mag es, wenn man Material flexibel einsetzen kann!



Der Junge findet es super. Zwar zieht er wirklich alles an, aber wenn ein Teil etwas motivlastiger ist und ein bisschen Schnickschnack bereit hält, gerät er in offensichtliche Verzückung. So war er auch in diesem Fall sehr angetan. "Ohhh, da ist ein Steeeern!"
Ich war übrigens sehr angetan von den schrabbeligen 60er-Jahre-Spielgeräten an unserer Fotolokation. Ich mag abgeplätterten Lack total und dass er farblich auch noch so gut passte... hach! Ich hoffe die Stadt Stuttgart merkt nicht so schnell, dass sie hier im Spielplatzerneuerungswahn einen komplett vergessen hat ;-) 






Stoffe: Sweet Wood-Kollektion von hilco
Schnitt. Quatschkopf von MamaMotz



Mittwoch, 1. August 2018

Kinderhose Alvin von Kreativlabor Berlin *Upcycling*

Hier seht ihr das gelungene Nachher eines ziemliches hässlichen Vorhers. Und jetzt alle so: hä?
Diese Hose Alvin von Kreativlabor Berlin ist komplett aus einer alten Cargoshorts entstanden, die schon länger auf ihre Entsorgung wartete. Also richtig lang... mehr Jahre als Monate.


Ich tu mich schwer beim Wegwerfen von Kleidung. Natürlich, noch tragbare Stücke kommen nicht in den Müll, sondern in die Altkleidersammlung oder ähliches, aber trotzdem: ich hänge an Textilien mehr als an Haushaltsgegenständen. 
Selbst wenn der Mann seinen Schrank aussortiert stehe ich daneben und erhebe Anspruch auf das ein oder andere teil. So ist es auch dieser alten Hose ergangen. Den Stoff finde ich schön und er war schon länger für eine Kinderhose bestimmt.
Hosenstoffe ist ja eh so eine Sache – nach Jeans und Cord bin ich da schnell unsicher, ob sich ein Stoff wirklich gut eignet – aber hier war die eindeutig: diese Karos haben Hosenerfahrung. 


Auf den passenden Schnitt zum Upcycling-Projekt habe ich bis vor kurzem gewartet, dann kam Julia mit ihrem Alvin ums Eck und das war DER Schnitt für mein Projekt.


Alvin gibt's seit heute neu bei Kreativlabor Berlin und natürlich ist im Schnitt auch eine langbeinige Version enthalten. Der Übertritt (heißt das so?) ist optional und statt des von mir verwendeten Bündchens können weniger faule auch wie im eBook beschrieben einen Gummi in den Hosenbund einnähen. Alvin ist sowohl für Jungs, als auch für Mädels gemacht und passt von Größe 92 bis 146.  
Insgesamt ein vielfältiger Schnitt den ich sicher noch öfter nähen werde. Spätestens wenn der Mann wieder aussortiert...



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Stoff: eine alte Hose des Mannes
Schnitt: Hose Alvin von Kreativlabor Berlin über Makerist,  Shirt Quatschkopf von Mamamotz


Mittwoch, 4. Juli 2018

Yellow Sky Jacke *Ich habe was was Du nicht hast*

Komische Überschrift, oder? Und da sind wir auch schon gleich beim Problem: ich habe was, das offensichtlich ziemlich viele nicht haben. Das alleine, wäre ok. Das Problem besteht darin, dass diese "ziemlich viele" es ebenfalls gerne hätten und denken ich könne es beschaffen...



Um deutlicher zu werden: es geht um ein Schnittmuster. Noch deutlicher: DAS Schnittmuster. Ich habe aufgehört zu zählen, aber die Yellow Sky Jacke ist sicherlich der am meisten genähte Schnitt für Kinder hier im Haus.
In der Schwangerschaft habe ich wohl homonumnebelt Herzchen in die Augen bekommen, als ich die optionalen Öhrchen am Schnitt gesehen habe und zugeschlagen. Ich erinnere mich nicht ganz genau, aber wahrscheinlich war meine erste Yellow Sky Jacke die einzige mit Ohren. Seit über drei Jahren nähe ich die Jacke für die eigene Brut, die von Freunden und gerne auch mal als Babygeschenk.
Es gibt etliche Babyjacken die ähnlich und ebenfalls ganz zauberhaft sind, ich habe mich aber nunmal für dieses Schnittmuster entschieden, nähe es seitdem regelmäßig und zeige die Ergebnisse hier und auf Instagram und Facebook.

Da ich am Ende meiner Posts die verwendeten Schnitte, Materialen und Co verlinke, gab es auch etliche Links zum Dawanda-Shop von Dino VanSaurier die diesen Schnitt erstellt hat. Ja, gab. Den Shop gibt es leider nicht mehr.



Das ist traurig, aber die Lösung für das Problem gibt es leider nicht bei mir. Nur weil ich diesen Schnitt nähe, heißt das nicht, dass ich aktuell weiß wo man ihn sonst noch bekommen kann und schon gar nicht, dass ich ihn weiterleite. Sicher nicht.

"Ich würde gerne die Jacke nähen, Dein Link führt aber ins Leere, kannst Du mir den Schnitt schicken" ist eine Mail wie ich sie regelmäßig bekomme. Versteht mich nicht falsch, ich will nicht undankbar sein und freue mich immer sehr, wenn ich Post von Leserinnen bekomme, aber das Weitergeben von Schnitten ist meines Wissens nach nicht legal, nur weil man ihn regulär nicht mehr kaufen kann.



Mir tut es wahnsinnig leid, dass ich stets die Überbringerin der schlechten Nachricht bin, aber ich kann einfach nichts tun außer ähnliche Jacken vorzuschlagen:

Von Klimperklein gibt es einen Jacken-Schnitt der toll sitzen soll. Es ist kein Raglanschnitt, die Rundung auf der Vorderseite fehlt und die Kapuze ist etwas kleiner, dafür kommt er aber mit Taschenoptionen und Co daher. Wem es speziell um die Raglanärmel geht, der sollte sich mal Paulines Bücher genauer angucken, da muss ein sehr ähnlicher Raglanschnitt enthalten sein, denn mir sind schön öfter Bilder von wunderhübschen Jacken über den Weg gelaufen die auf besagtes Buch verweisen.



Und nun eine weitere unangenehme Wahrheit. Ich hab weder den eben empfohlenen Jackenschnitt, noch das Buch. Deswegen musste ich für das hier gezeigte Babygeschenk wieder die Yellow Sky Jacke nähen. Ich hoffe aber inständig, dass durch diesen Post nun die Anfragen etwas zurückgehen. Damit ich trotzdem noch genug Post bekomme, freue ich mich aber stattdessen über eure Entdeckungen für Kinderjäckchen-Schnittmuster. Nur her damit, ich veröffentliche eure Vorschläge dann unter all meinen kommenden Yellow-Sky-Jacken-Beiträgen. Und wer weiß, vielleicht hol ich mir sogar auch mal eine Alternative...





Schnitt: ihr wisst schon...
Stoff: Biobaumwolljersey und -sweat von Nosh (leider verkauft Nosh keine Stoffe mehr ins Ausland, weswegen auch hier die Links fehlen)
Verlinkt: Ich näh Bio, Menschen(s)kinder, After Work Sewing











Dienstag, 29. Mai 2018

Bodyschnitt Milchmonster mit Wickeloptik * Tyrsky*



Bei Milchmonster gibt es mal wieder einen neuen Schnitt für Babys. Also vorerst einen – man munkelt es könnten noch ein paar folgen.



Jetzt hat es aber erst mal der Body in Antonias Shop geschafft. Ich war mir erst nicht ganz sicher, ob ich wirklich mitnähen sollte: der Wickelausschnitt erschien mir erst etwas babyhaft für unseren wilden Kerl der von Größe und Verhalten auch gerne mal älter geschätzt wird. Allerdings braucht der Junge noch ein, zwei kurze Teile bevor das Bodyzeitalter gänzlich Geschichte ist. Und ja, ich trauere der Babyzeit schon ein wenig nach – nicht nur, weil ich Bodys wirklich gerne nähe.
Da in der noch etwas frischeren Frühlingszeit kurzärmelig mittags schon nett ist, am Morgen aber beim Spielen nicht der komplette Rücken nackig sein soll, wurde der Body in den letzten Wochen auch schon reichlich getragen. Den Langzeittest hat er also auch bestanden.



Die einzige Schwierigkeit die ich nun wirklich nicht erwartet hatte, ist das Anziehen durch den Mann. Die zwei Schichten Stoff im Brustbereich verwirren ihn und beim ersten Mal hat er den Jungen auch schon durch den falschen "Ausgang" gesteckt. Männer...







Schnitt: Body von Milchmonster
Verlinkt: Ich näh Bio, Menschen(s)kinder
Stoff: TYRSKY Jersey (Silt Green/Vanilla) von Nosh Organics
Wie ihr wahrscheinlich mitbekommen habt, hat der internationale Nosh-Shop seinen Betrieb seit dem 25.05 eingestellt, deshalb kann ich nicht ordnungsgemäß zum verwendeten Stoff verlinken.









Mittwoch, 24. Januar 2018

Retro-Autos als Minimars *Freebook*



Es hat sich die "Unart" eingeschlichen, dass ich auf Instagram nicht nur einen kleinen Teaser eines genähten Stückes zeige, sondern vor lauter Freude gleich das ganze Teil. Das allein, wäre ja noch ok, blöd ist nur, dass ich dadurch dann den dazugehörigen Blogpost vergesse.
Da hier gerade jobtechnisch eine kleine Näh-Flaute seitens Damenbekleidung herrscht, werde ich also die nächsten zwei Wochen notgedrungen nutzen, um ein paar liegengebliebene Kindersachen zu posten.



Die meisten sind sowieso schon lange im Einsatz, das heutige Shirt sogar in heavy rotation ;-)
Erkennt ihr den Schnitt? Es ist Minimars, den ich in diesem Post schon einmal gezeigt habe. Habe ich das Oberteil damals testweise ohne Teilung genäht, durfte hier nun die charakteristische halbkreisartige Teilung ins Shirt.
Im Vorfeld dachte ich, dass der Minimann die Jerseybändel oder die Knöpfe sicher schneller abgezuppelt hat als ich ermahnend eingreifen kann, aber bisher hält alles. Lediglich die Länge der Schlaufen ist von mir etwas ungeschickt gewählt – sie sind ein wenig zu lang und so sind sie leider selten an den Knöpfen verankert.



Der wunderschöne finnischen Jersey mit den Retro-Autos hat mich im Stoffbüro so sehr angelacht, dass ich nicht widerstehen konnte. Und die Wahl war ein Volltreffer – die ganze Familie ist entzückt! Dr Mann hat sofort gewusst um welchen Fahrzeugtypen es sich handelt und wollte zu einem kleinen Vortrag über Automobildesign ansetzen  das habe ich aber in der Zwischenzeit schon wieder vergessen. Also den Fahrzeugtypen, den Vortrag habe ich sofort im Keim erstickt.



Kombistoffe zu schwarz weiß und petol/türkis finden sich in meinem Stoffschrank ja bekanntlich zu genüge. Das Entscheidungsproblem blieb hier aber aus, da ich in die Vollen gegangen bin und einfach zwei Ringel-Stoffe vernäht habe. Wer kann, der kann, ne!



Den Vintage-Cars-Stoff gibt es übrigens noch in grau. Von mir habt ihr das aber nicht, der ist nämlich auch #leidergeil und ich liebäugle ja ebenfalls schwer mit einem Autoshirt...
















Verlinkt: After Work Sewing, Ich näh Bio
Schnitt: Freebook MiniMars von Afflyns
Stoff: Biojersey Vintage Cars von Paapii Design in petrol über Stoffbüro, schwarz/vanille* Ringel von Nosh Organics, mint/weiße Ringel von Lillestoff


*Schwarz/weiße Ringel hatte ich leider nicht mehr, aber der Unterschied zum richtigen weiß fällt auch nur an der Knopfschlaufe auf, wo man einen direkten vergleich hat.



Dienstag, 5. Dezember 2017

Bernina 580 *Stickmodul Teil 4 – Kinderkleidung besticken*


Das mit dem Sticken und mir war ja nicht so geplant – Ich dachte, ich teste das mal ein bisschen und dann ist auch wieder gut. Aber wie es mit der Liebe auf den zweiten Blick angeblich ist, scheint sich da nun doch etwas festeres zu entwickeln.
Das Stickmodul der B580 und ich werden immer vertrauter und ich ertappe mich, wie ich Stoffe nach ihrer Bestickbarkeit aussuche.
Eine der wenigen Stickdatei für Kinder die mir gefällt ist Lila Lottas Lothar, den ich hier auch schonmal auf Handtücher gestickt habe. Natürlich sollte auf den Handtuch-Test auch ein Lothar auf Kleidung folgen und ohne zu viel zu verraten: es blieb natürlich nicht bei einem Teil. Möglicherweise macht das doch auch ein bisschen süchtig.
Da der dicke Winterjersey verglichen mit den flauschigen Handtüchern oder dem unregelmäßigen und sehr dünnen Jersey von meinem floralen Stickerlebnis völlig unkompliziert ist, klappte es mit der Stickerei auch besser.



Ich habe wieder das Klebestickvlies und die Anti-Glue-Nadeln verwendet, der Maschine genug Zeit gegeben und dann lief die Sache. Was ich aber wirklich unbedingt noch benötige ist eine feine Stickschere um den Stoff vor dem Sticken der Umrandungen sauberer abschneiden zu können. Da kam ich mit meiner Allzweckschere einfach nicht nah genug an die Naht ran beziehungsweise hatte einfach zu viel Sorge ZU nah an die Naht zu kommen. Aber es ist ja bald Weihnachten...
Hier finde ich es auch eigentlich ganz witzig, dass Lothar ein bisschen schrabbelig angezogen ist. Seine Kleider kommen auch ausschließlich aus meiner "für-Kleinigkeiten-hebe-ich-den-Ministoffschnipsel-mal-noch-auf-um-ihn-in-fünf-Jahren-dann-wegzuschmeißen"-Kiste. Ungelogen, bis zum Einzug der Stickmaschine habe ich noch nie etwas aus der Kiste genommen, sondern immer nur kräftig gefüllt. Und ja, ich könnte wohl 20 Jahre am Stück sticken und es gäbe noch Material. Aber ich finde ihn niedlich, so in seinem etwas runtergekommenen Look.
Irgendwann werde ich auch mal einen maximal perfekten Lothar aus feinen Stoffen sticken um ihn zu rehabilitieren. Bis dahin sieht der Gute eben weiter aus wie ich am Wochenende oder im Homeoffice.



Ich hab ja neulich schon mal angekündigt, dass ich im Winter öfter Kinderkleidung ohne Minimann drin fotografieren werde um den "Freizeitstress" etwas geringer zu halten. Für Lothar zeige ich nun zum ersten mal ein Flatlay mit "Kombikram".
Die Hose hab ich bei einem Kinderkleiderbasar gekauft und die Schuhe sind ebenfalls gebraucht erstanden und nicht perfekt geputzt. Sorry. Einzig das Tuch ist ebenfalls neu und natürlich selbstgenäht. Hier kommt meine neu entdeckte Liebe zu "gerollsäumten" Dreieckstüchern ins Spiel und so habe ich für den Minimann ein doppeltes genäht. Dazu das Viereck nicht in der Diagonale auseinanderschneiden und ringsrum versäubern, sondern einfach diagonal falten und die kurzen Schenkel zusammennähen. Mal abgesehen davon, dass das Tuch winterlich dicker wird, ist das auch eine schöne Möglichkeit um bei bedruckten Stoffen keine sichtbare Rückseite zu haben. Und da so ein Kindertuch natürlich kleiner ist, reichen hier schon 50 cm Stoff um bei voller Breite zwei doppelte oder vier Tücher mit Vorder- und Rückseite zu bekommen.



Aber ich muss auch warnen: fang am besten gar nicht damit an, es macht total Spaß, geht unfassbar schnell und Tücher braucht man immer. Man wird praktisch sofort süchtig. Ähnlich wie beim Sticken. Und damit verabschiede ich mich bis morgen – da gibt's dann ein gesticktes Teil für mich!





Verlinkt: Ich näh Bio, Menschen(s)kinder, Creadienstag
Stoff: grauer Winterjersey von Lillestoff, Rest von dieser FrauMarlene und Double Gauze von Nosh in senfgelb (in echt ein bisschen gelber als auf den Bildern!)
Schnitt: Basicshirt von Fadenkäfer

Stickdatei: Lothar von LilaLotta über Huups
Zubehör: AntiGlue-Nadeln und Avalon Film, beides von Madeira






Die Bernina B580 wird mir im Rahmen einer Kooperation von der Nähwelt Flach zur Verfügung gestellt, das Stickmodul für die Modelle B560, 570, 580 könnt ihr euch hier näher angucken.






Freitag, 24. November 2017

Pesukarhu und Myrsky *Basicshirt und Regenbogenbody*



Die KiTa des Minimannes hat Bedarf an Wechselklamotten angemeldet und mir kam das natürlich wie gerufen. Schon länger hatte ich ein paar finnische Stoffe mit Kindermotiv  hier liegen und hab nur noch auf den richtigen Anlass gewartet um sie in Body und Basicshirt zu verwandeln.



Der Regenbogenbody ist auch in Größe 92 oder 98 nach wie vor mein Favorit – hätte mir vor drei Jahren jemand gesagt, dass ich mal Bodys nähe, ich wäre in sehr lautes Lachen ausgebrochen. Da wußte ich aber weder wie schnell das geht, noch wie traurig der Markt an Kinderkleidung auf dem Jungs-Gebiet gerade in den schon etwas größeren Größen ist. Ja, Ringel gehen immer, aber ab Größe 92 sind Kleidungsstücke die nicht explizit für Mädchen sind praktisch nur noch in dunkelgrün, braun und dunkelblau erhältlich.



Ich hab ja nun wirklich kein Problem mit unifarbener Kleidung, aber im Winter würde ich mich doch über ein bisschen frische Farbe freuen und es ist mir ein Rätsel, warum man nicht wenigstens einen Body in gelb kaufen kann. Also kann man natürlich schon, aber dann hat er irgendwo mindestens ein kleines Schmetterlingchen oder Blümchen aufgedruckt. Gelb ist ja schließlich für Mädchen.
Es sei denn man kauft hippster Kinderkleidung. Die gibt es in grau, schwarz, weiß und gelb. Unisex. Wunderschön. Ohne Aufdruck, ohne Schnickschnack. Schön schlicht. Sogar bio. Nur leider bin ich nach wie vor nicht bereit für einen Body einen Kleinkredit aufzunehmen und so freue ich mich jedes mal, dass ich nicht in den Laden muss und die Klamotten des Minimannes an der Nähmaschine entstehen.



Die Waschbären habe ich im Sommer schon in mint vernäht und bei der letzten Nosh-Bestellung habe ich mir dann noch einen haben Meter in gelb gesichert. Mir ist das Motiv ja fast schon zu viel (jaja, es ist schwierig es mir recht zu machen), aber der Mann hat schon im Frühjahr Pesukarhu zu seinem Lieblingsstoff (am Minimann!) erklärt. Und da er sich nicht oft zu Stoffen äußert, kann ich davon ausgehen, dass er den Stoff wirklichwirklichwirklich gut findet. Da lass ich mich ja nicht zwei mal bitten...







Verlinkt: Ich näh Bio, Menschen(s)kinder
Schnitt: Basicshirt von Fadenkäfer (nicht nur als Papierschnit sondern auch als eBook erhältlich) und Freebook Regenbogenbody von Schnabelina
Stoff: Biobaumwolljersey Pesukarhu und Myrsky und schwarzes Bündchen von Nosh, gelbes Bündchen aus Biobaumwolle aus dem Stoffbüro


















Mittwoch, 15. November 2017

Yellow Sky Jacke *Panda auf mint*



Die Yellow Sky Jacke ist einfach mein liebster Schnitt für Babygeschenke und so machte sich auch dieses Exemplar von vor einigen Wochen auf die Reise zu einem neuen Menschlein.



Als Set gab es noch das Sabbertuch und die passende Hose aus den grau-schwarzen Ringeln dazu – leider hat es die auf kein Bild geschafft. Als ich mich in einer Nacht-und-Nebel-Aktion entschied noch eine Hose zu nähen, waren Wendejacke und Tuch schon fotografiert und es musste schnell gehen.



Die Stoffwahl machte mir bei diesem Projekt besondere Sorgen, da ich den Geschmack der Mama nicht wirklich kenne, aber natürlich kein typischen Jungs-Jäckchen nähen wollte. Eine blaue Jacke mit grinsendem Bagger drauf könnte man schließlich auch im Laden kaufen. Nun hoffte ich also sehr, dass die Eltern keine größere Abneigung gegen Pandas und mint haben...
Seit mal eine Bekannte meine für ihre kleine Tochter genähte Wimpelkette mit Blumenmuster in hellgrün, türkis und nur ganz wenig rosa als "ungewöhnlich für ein Mädchen" bezeichnet hat, bin ich dezent traumatisiert.



Der Stoff ist übrigens einer meiner ersten Onlinekäufe und dementsprechend schon ein paar Jährchen alt. Ich mag ihn sehr, aber dennoch ist er leider zur Schrankleiche geworden.



In den Anfängen meiner Nähkarriere hatte ich einfach wenig Ahnung von Stoffqualitäten und kaufe quer durch die Shops ein. Ich meine mich zu erinnern, dass ich ihn als Passe für ein schwarzes Shirt oder als Kapuzenfutter gedacht hatte. Ja, ja, für mich... Bitte macht das Kopfkino wieder aus! Dass Sweat in einer T-Shirt-Passe keine gute Idee ist und im Hoddie auch eher etwas dick ist, kam mir dann wohl auch irgendwann und so lag das Stöffchen im Schrank. Natürlich war es auch nur ein knapper halber Meter –  da war nicht an größere Projekte zu denken. Umso mehr freue ich mich, dass ich mich von ihm trennen konnte und er ein niedliches Jäckchen wurde.



Verlinkt: After Work Sewing, Menschen(s)kinder
Stoff: Pandas auf Sweat von Andrea Lauren, Ringel von Nosh
Schnitt: Yellowskyjacke von Dino van Saurier












Montag, 25. September 2017

Layerlook *Myrsky-Ringel*


Lagenlook mag ich ganz gerne, auf die Idee ein Shirt im Lagenlook zu nähen bin ich tatsächlich aber bisher noch nicht gekommen. Bisher hat es sich eher durch die Kombi von Langarmbody und Shirt ergeben. Und jetzt, da es fertig ist, frage ich mich, warum eigentlich erst jetzt? 


Gut, ich mag es schlicht und gerne auch einfarbig, da fallen verrückte Stoffkombis als Argument schon mal weg. Erinnert ihr euch, ich bin die die mit roter Folie auf rot plottet, damit es nicht zu auffällig wird! Allerdings kann man auch ganz unbunte Stoffe wunderbar in Szene setzen und Ringel gehen ja sowieso immer. Also ran an den Stoff! 


Genäht habe ich das Layerlookshirt in Größe 98, was eigentlich noch ein bisschen Reinwachspotenzial hat. In Fall des Minimannes in der Länge. Finde ich aber gut, denn kurze Shirts haben wir genug: viele Oberteile vom letzten Winter passen in der Breite noch, sind aber dem Riesenjungen nun deutlich zu kurz. 


Außerdem kommt der Minimann ja langsam in ein Alter, in dem man nicht mehr zwingend Bodys trägt, Muddi die kleinen Nierchen aber trotzdem schön warm wissen will. Auch von dieser Seite also 100 Punkte für ein Shirt mit reichlich Länge.


Es wird hier sicher nochmal ein Shirt im Lagenlook geben, schon alleine aus Gründen des Ehrgeizes:,ich werde mich dann darauf konzentrieren, dass die Covernähte auch wirklich auf beiden Seiten richtig passen. In Verbindung mit Ringeln und den zwei Lagen hat das hier leider nicht so ganz hingehauen...








Schnitt: LayerLook Shirt von Mommymade
Stoff: Biojersey Myrsky und Ringel in schwarz/vanille von Nosh