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Freitag, 24. Mai 2019

Sew&More Viskose Emmy als Suri



Letzte Woche war ich bei Sew&More auf der Burg in Blomberg. Ein ganzes Wochenende mit gleichgesinnten Nähfreunden, organisiert von Mira und Sandra.



Muss ich erzählen wir toll es war? Sicher nicht, aber ich möchte dennoch erwähnen, dass die beiden es wirklich bei der Planung haben krachen lassen und alles bis ins kleinste Detail total liebevoll ausgearbeitet war – ob an der Candybar oder bei der Tischdeko beim Abendessen.



Der Grund, warum ich aber nun meine aktuelle Blogfaulheit unterbreche, ist natürlich Stoff. Es gibt eine Stoffkollektion zum Sew&More-Event. Ziemlich genial und für jedes Nähprojekt die passende Stoffart: Kleingeblümter Sommersweat, florale Viskosewebware und Viskosejersey und leichter Canvas mit Retro-Touch. Allesamt eine tolle Qualität.



Ich hatte das Glück schon im Vorfeld zwei Designbeispiele zu nähen und zeige euch heute das erste. Eine Hose aus Viskose "Emmy", die ich ziemlich freestyle aus einem Short-Schnitt gebastelt habe.



Gerade geschnitten und am Knöchel gerafft, taugt sie sowohl für Garten als auch Strand.
Ok, Spielplatzsand ist erstmal realistischer, aber man wird ja wohl mal träumen dürfen.
Urlaub wäre trotzdem nicht schlecht. Wo ich noch vor ein paar Jahren nach einem durchgefeierten ereignisreichen Wochenende höchstens Montags müde war, brauche ich jetzt gefühlt die ganze Woche bis ich wieder einigermaßen klar komme.
Bei einem Nähtreffen zu feiern hat zwar den Vorteil, dass man danach neue Klamotten hat, aber eben auch den Nachteil, dass so viel Kram wieder im Nähzimmer verräumt werden muss.



Schnitt: Meine Suri von Meineherzenswelt, allerdings stark verändert
Stoff: Viskose Emmy von Lilalotta aus der Sew&More-Kollektion 





Dienstag, 5. Dezember 2017

Bernina 580 *Stickmodul Teil 4 – Kinderkleidung besticken*


Das mit dem Sticken und mir war ja nicht so geplant – Ich dachte, ich teste das mal ein bisschen und dann ist auch wieder gut. Aber wie es mit der Liebe auf den zweiten Blick angeblich ist, scheint sich da nun doch etwas festeres zu entwickeln.
Das Stickmodul der B580 und ich werden immer vertrauter und ich ertappe mich, wie ich Stoffe nach ihrer Bestickbarkeit aussuche.
Eine der wenigen Stickdatei für Kinder die mir gefällt ist Lila Lottas Lothar, den ich hier auch schonmal auf Handtücher gestickt habe. Natürlich sollte auf den Handtuch-Test auch ein Lothar auf Kleidung folgen und ohne zu viel zu verraten: es blieb natürlich nicht bei einem Teil. Möglicherweise macht das doch auch ein bisschen süchtig.
Da der dicke Winterjersey verglichen mit den flauschigen Handtüchern oder dem unregelmäßigen und sehr dünnen Jersey von meinem floralen Stickerlebnis völlig unkompliziert ist, klappte es mit der Stickerei auch besser.



Ich habe wieder das Klebestickvlies und die Anti-Glue-Nadeln verwendet, der Maschine genug Zeit gegeben und dann lief die Sache. Was ich aber wirklich unbedingt noch benötige ist eine feine Stickschere um den Stoff vor dem Sticken der Umrandungen sauberer abschneiden zu können. Da kam ich mit meiner Allzweckschere einfach nicht nah genug an die Naht ran beziehungsweise hatte einfach zu viel Sorge ZU nah an die Naht zu kommen. Aber es ist ja bald Weihnachten...
Hier finde ich es auch eigentlich ganz witzig, dass Lothar ein bisschen schrabbelig angezogen ist. Seine Kleider kommen auch ausschließlich aus meiner "für-Kleinigkeiten-hebe-ich-den-Ministoffschnipsel-mal-noch-auf-um-ihn-in-fünf-Jahren-dann-wegzuschmeißen"-Kiste. Ungelogen, bis zum Einzug der Stickmaschine habe ich noch nie etwas aus der Kiste genommen, sondern immer nur kräftig gefüllt. Und ja, ich könnte wohl 20 Jahre am Stück sticken und es gäbe noch Material. Aber ich finde ihn niedlich, so in seinem etwas runtergekommenen Look.
Irgendwann werde ich auch mal einen maximal perfekten Lothar aus feinen Stoffen sticken um ihn zu rehabilitieren. Bis dahin sieht der Gute eben weiter aus wie ich am Wochenende oder im Homeoffice.



Ich hab ja neulich schon mal angekündigt, dass ich im Winter öfter Kinderkleidung ohne Minimann drin fotografieren werde um den "Freizeitstress" etwas geringer zu halten. Für Lothar zeige ich nun zum ersten mal ein Flatlay mit "Kombikram".
Die Hose hab ich bei einem Kinderkleiderbasar gekauft und die Schuhe sind ebenfalls gebraucht erstanden und nicht perfekt geputzt. Sorry. Einzig das Tuch ist ebenfalls neu und natürlich selbstgenäht. Hier kommt meine neu entdeckte Liebe zu "gerollsäumten" Dreieckstüchern ins Spiel und so habe ich für den Minimann ein doppeltes genäht. Dazu das Viereck nicht in der Diagonale auseinanderschneiden und ringsrum versäubern, sondern einfach diagonal falten und die kurzen Schenkel zusammennähen. Mal abgesehen davon, dass das Tuch winterlich dicker wird, ist das auch eine schöne Möglichkeit um bei bedruckten Stoffen keine sichtbare Rückseite zu haben. Und da so ein Kindertuch natürlich kleiner ist, reichen hier schon 50 cm Stoff um bei voller Breite zwei doppelte oder vier Tücher mit Vorder- und Rückseite zu bekommen.



Aber ich muss auch warnen: fang am besten gar nicht damit an, es macht total Spaß, geht unfassbar schnell und Tücher braucht man immer. Man wird praktisch sofort süchtig. Ähnlich wie beim Sticken. Und damit verabschiede ich mich bis morgen – da gibt's dann ein gesticktes Teil für mich!





Verlinkt: Ich näh Bio, Menschen(s)kinder, Creadienstag
Stoff: grauer Winterjersey von Lillestoff, Rest von dieser FrauMarlene und Double Gauze von Nosh in senfgelb (in echt ein bisschen gelber als auf den Bildern!)
Schnitt: Basicshirt von Fadenkäfer

Stickdatei: Lothar von LilaLotta über Huups
Zubehör: AntiGlue-Nadeln und Avalon Film, beides von Madeira






Die Bernina B580 wird mir im Rahmen einer Kooperation von der Nähwelt Flach zur Verfügung gestellt, das Stickmodul für die Modelle B560, 570, 580 könnt ihr euch hier näher angucken.






Dienstag, 17. Oktober 2017

Bernina 580 *Stickmodul Teil 3 – Handtücher besticken*

Zum Einstieg noch mal kurz ein wenig #mimimi: meine Ovi ist noch immer in Reparatur. So langsam fehlt sie mir wirklich sehr. Ich hab in der letzten Woche vor lauter Verzweiflung sogar vier Täschchen genäht – trotz langjähriger Taschennäh-Abneigung – und ungefähr alles bestickt was sich nicht in Sicherheit bringen konnte.
Von dieser Seite gesehen, ist es also eventuell doch nicht ganz so furchtbar, dass die Ovi sich die Auszeit gönnt. Ohne die Zwangspause hätte ich mir das Stickmodul der B580 definitiv nicht so ausgiebig vorgenommen.
War ich doch noch vor einigen Monaten der Meinung, dass mir nie im Leben kindgerechte Stickdateien ins Haus kommen, bin ich dieses Wochenende eingeknickt. Den Lothar fand ich ja schon immer ganz niedlich auch wenn mir das ganze auf Stoff etwas zu viel des Guten gewesen wäre. Ein schwarzes oder dunkelgraues Shirt mit Lothar wäre da schon eher mein Geschmack, aber nur deshalb gleich die ganze Datei holen... ach, ich weiß auch nicht.
Und dann stand ich am Samstag im blaugelben Einrichtungshaus vor den dunkelgrauen Gästehandtüchern und hatte die Eingebung: Lothar kommt uns ins Bad! Der Minimann bekommt wenigstens kindgerechte Handtücher, wenn ihm schon so viel anderes Buntes erspart bleibt.



Da fragt ihr euch nun zurecht, warum sie im Ikea vor den dunkelgrauen Exemplaren steht und hier plötzlich hellbeigeweißeierschalefarbene zeigt. Ist doch klar, das ist die Probe! Ich begegne dem Stickmodul immer noch mit großer Vorsicht die ich auch in anderen Dingen mal an den Tag legen sollte und so taste ich mich langsam an die richtigen Materialien und Einstellungen ran.



In diesem Fall hätte ich aber gleich in die Vollen gehen können, ich hab nämlich tatsächlich das richtige Zubehör aus meinem Schrank gezogen und es hat alles bis auf eine Klitzekleinigkeit auf Anhieb geklappt. Gut, man kann sich sicher sein, dass Murphy bei den dunkelgrauen Handtüchern schon dafür gesorgt hätte, dass was nicht klappt. Der fransige Shabby-Look verzeiht sicher auch einiges aber gerade diese Art von Stickerei finde ich besonders hübsch – wenn es schon Figürchen sind, dürfen sie auf keinen Fall akkurat sein!




Beim zweiten Handtuch, dem mit dem Medaillon ist leider beim Sticken der Umrandung immer der Faden gerissen. Bisschen blöd, vor allem weil Lothars Barthaaransätze dadurch etwas gelitten haben. Deshalb hier nochmal die Info an alle (auch an mich für's nächste mal!!!): einfach kein altes Garn nehmen. Es macht nicht glücklich. Wirklich nicht!
Die gute Nachricht für Sparfüchse ist aber, dass es trotzdem nicht weggeworfen werden muss, sondern wunderbare Verwendung beim Binden von Tasseln findet. Ich habe dank Omas altem Nähkästchen Material für einen Tasselgroßversand... Vorher müsste ich dann allerdings die Frage klären, was der Unterschied zwischen Tassel und Quaste ist. Gibt es einen?



Bei meinen bisherigen Stickabenteuern war kein hochfloriges Material dabei und ich hatte trotz eigentlich fehlender Ahnung schon den Verdacht, dass man hier wohl ein Vlies von oben braucht um den Stoff zu "eben". Die Qualität des Frotteestoffes ist freundlich ausgedrückt echt lausig und ich wäre auch nicht überrascht gewesen, wenn er sich beim Sticken komplett aufgelöst hätte. Aber die Bernina war sanft genug (ja, ich sticke wirklich nur noch ganz langsam!) und die magische, wasserlösliche Stickfolie die sich ein bisschen wie eine ganz dünne Klarsichthülle anfühlt war die perfekte Wahl. So perfekt, dass ich gestern in der Stadt gerade nochmal 10 Meter gekauft habe. Man gebe mir Handtücher! Im Idealfall bevor die Overlock wieder hier ist...




Handtücher: Werbegeschenk von Buttinette
Stickdatei: Lothar von LilaLotta über Huups
Zubehör: AntiGlue-Nadeln und Avalon Film, beides von Madeira






Die Bernina B580 wird mir im Rahmen einer Kooperation von der Nähwelt Flach zur Verfügung gestellt, das Stickmodul für die Modelle B560, 570, 580 könnt ihr euch hier näher angucken.