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Montag, 11. November 2019

Mantel Frau Linda von Schnittreif #cozysewtogether



Nachdem unser #gustasewtogether ein voller Erfolg war, knüpfen wir praktisch nahtlos daran an, hielten dieses mal das Thema aber etwas offener. Hauptsache kuschelig! Unter #cozysewtogether findet ihr bei Instagram also vom Kuschelpulli in Herbstfarben bis zum warmen Mantel einiges.



Für meinen Beitrag, den Mantel Linda, brauchte ich definitiv den kleinen Schubser, den sozialen Druck, den das Gruppennähen mit sich bringt. Ich war mir einfach nicht sicher, ob Linda der richtige Schnitt für mich ist. Nun weiß ich: er ist es. Zwar nicht in Kaufgröße, aber wie bei Schnittreif üblich  nach einfach eine Größe kleiner und schon sitzt das Mäntelchen ganz fein. Verlängert habe ich trotz meiner Größe nicht.



Ich entschied mich schnell für einen von Mira vorgestellten Walk, der sich auch ganz großartig vernähen lies. Lediglich die kleinen fiesen Fusseln die beim Zuschnitt entstanden werden mich wohl noch eine Zeit lang zum öfter Staubsaugen animieren. Aber gut, das bringt das Material nun mal mit sich und es gibt wahrlich schlimmeres.
Walk ist nichts für superempfindliche Haut, beziehungsweise muss man bei dieser den Walk in der Schnittauswahl bedenken. Ich hab Schwierigkeiten mit reiner Wolle, aber beim Mantel Linda ist der Kragen weit genug vom Hals weg, so dass ich bei Bedarf den Schal innen tragen kann und mir so die naturbedingt etwas kratzige Wolle vom Hals halten kann.



Genäht ist Linda flott, da sie kein Innenfutter besitzt und auch eher schlicht designt ist. Ich persönlich hätte sie mit Futter zwar grundsätzlich schöner gefunden, aber nachdem ich sowieso etwas knapp mit der Zeit war, passte das dann doch ganz gut. Extra ein Futter basteln wäre mir aktuell zu aufwändig gewesen, dann hätte ich eher einen anderen Schnitt gesucht. Aber wenn Brid und Anja irgendwann mal noch ein Innenfutter nachlegen, wäre ich auf jeden Fall dabei ;-) 



Versteckte Druckknöpfe (bisher nur drei, ich erweitere aber nachdem ich die Bilder begutachtet habe definitiv um ein bis zwei) machen den mantel etwas eleganter und mit dem Partyknopf am Kragen lässt sich Lindas Stil noch ein bisschen unterstützen.



Ich habe mich nach langem hin und her für einen für meine Verhältnisse eher eleganten Knopf aus meiner Sammlung der traurigen Single-Knöpfe entschieden. Ganz weit Vorne mit dabei war aber auch ein gelber Knopf im Monstera-Blatt-Design.
Den spare ich mir jetzt aber lieber als Broschen-Erstz um ihn flexibler einsetzen zu können. Ein wirklich schlichter Mantel ist ja definitiv ein Must-have, der kommt auch gut ohne gelben Monstera-Knopf aus.







Schnitt: Frau Linda von Studio Schnittreif
Stoff: Wollwalk (gekochte Wolle) in anthrazit von Swafing über Mira – kleine Naht ganz groß (gibt es in ganz vielen Farben! Wer es etwas bunter braucht, ist bei dem Material auch gut aufgehoben)

















Sonntag, 29. September 2019

Kleid Gusta *Fibre Mood* #gustasewtogether



Oft muss ich mich ein halbes Jahr in Schnitte "reingucken" bevor ich sie dringend brauche. Manchmal geht es aber auch so schnell, dass ich selbst darüber erstaunt bin. Das Kleid Gusta aus der aktuellen Fibre Mood fand ich ok, aber die mit den Taschen kombinieren seitlichen Abnäher schreckten mich ab.



Dann kam Sindy und fragte, ob ich nicht Lust auf einen ganz schnellen #gustasewtogether hätte und zack, Gusta war auf meinem Nähplan.



Mira spendierte mir einen wunderbaren Chevron Quilt in dunklem Grün (schwer zu fotografieren, mit seinem leichten Petrolstich, aber um so schöner) und ich bin wirklich angetan vom Stoff. Die Farbe ist so sehr meins, dass ich die anderen Farbvarianten des Stoffes gar nicht angucken musste. Sie sind alle toll, da kräftigem gedeckte Farben. Aber dieses Grün ist echt der Wahnsinn. Und ja, ich habe gute Erfahrung mit Kleidern aus grünen Stoffen aus Rostock. Die Frau Yuma vom letzten Jahr habe ich rauf und runter getragen.




So ein Sewtogether ist eine ganz entspannte Sache, sorgt aber für den manchmal nötigen Druck ein Teil nicht wochenlang neben der Nähmaschine liegen zu haben. Über Whatsapp und Instagram hielten wir sechs Gusta-Näherinnen uns gegenseitig auf dem Laufenden und heute zeigen nun alle ihr fertiges Kleid. Und wir haben uns vermehrt – in der Woche haben einige Damen den Anschubser genutzt ebenfalls eine Gutsa zu nähen. Sozialer Druck ist wirklich eine feine Sache!





Kleid: Gusta aus der Fibre Mood 6
Stoff: Chevron Quilt von Mindthemaker über Mira – kleine Naht ganz groß















Freitag, 24. Mai 2019

Sew&More Viskose Emmy als Suri



Letzte Woche war ich bei Sew&More auf der Burg in Blomberg. Ein ganzes Wochenende mit gleichgesinnten Nähfreunden, organisiert von Mira und Sandra.



Muss ich erzählen wir toll es war? Sicher nicht, aber ich möchte dennoch erwähnen, dass die beiden es wirklich bei der Planung haben krachen lassen und alles bis ins kleinste Detail total liebevoll ausgearbeitet war – ob an der Candybar oder bei der Tischdeko beim Abendessen.



Der Grund, warum ich aber nun meine aktuelle Blogfaulheit unterbreche, ist natürlich Stoff. Es gibt eine Stoffkollektion zum Sew&More-Event. Ziemlich genial und für jedes Nähprojekt die passende Stoffart: Kleingeblümter Sommersweat, florale Viskosewebware und Viskosejersey und leichter Canvas mit Retro-Touch. Allesamt eine tolle Qualität.



Ich hatte das Glück schon im Vorfeld zwei Designbeispiele zu nähen und zeige euch heute das erste. Eine Hose aus Viskose "Emmy", die ich ziemlich freestyle aus einem Short-Schnitt gebastelt habe.



Gerade geschnitten und am Knöchel gerafft, taugt sie sowohl für Garten als auch Strand.
Ok, Spielplatzsand ist erstmal realistischer, aber man wird ja wohl mal träumen dürfen.
Urlaub wäre trotzdem nicht schlecht. Wo ich noch vor ein paar Jahren nach einem durchgefeierten ereignisreichen Wochenende höchstens Montags müde war, brauche ich jetzt gefühlt die ganze Woche bis ich wieder einigermaßen klar komme.
Bei einem Nähtreffen zu feiern hat zwar den Vorteil, dass man danach neue Klamotten hat, aber eben auch den Nachteil, dass so viel Kram wieder im Nähzimmer verräumt werden muss.



Schnitt: Meine Suri von Meineherzenswelt, allerdings stark verändert
Stoff: Viskose Emmy von Lilalotta aus der Sew&More-Kollektion 





Donnerstag, 20. Dezember 2018

Frau Yuma aus Tencel *Weihnachtskleid*



Den Schnitt Yuma habe ich mir seit dem Probenähen angeguckt und bin zu dem Entschluss gekommen, dass die umgekehrte Kellerfalte im Rücken einfach selten etwas für den Träger tut. Von Vorne wunderbar, von hinten ok, seitlich sieht man hingegen schnell aus wie Quasimodo. Da braucht es einen Stoff, der perfekt fällt und vielleicht auch etwas Mut.



Als ich von Mira diesen wunderbaren Tencel in Tannengrün geschickt bekam, war sofort klar, dass der ein Kleid werden muss. Ein ausgestelltes, schlichtes Kleid. Gerne mit Taschen. Die Yuma von vorne erfüllt diese Kriterien zu 100 Prozent. Bleibt die Sache mit der Falte. Weglassen wollte ich sie nicht, wäre doch die schöne Weite um die Hüfte dabei verloren gegangen. Und gerade an Weihnachten kann man in der Region ja jeden Zentimeter Mehrweite gut gebrauchen.. Umdrehen und eine mittig aufspringende Kellerfalte daraus machen war eine Möglichkeit. Die Kellerfalte, egal wie rum, nicht abnähen wie im Schnitt vorgesehen war ebenfalls eine Variante. Ich lies es mir bis zuletzt offen und habe mehr als einmal umgesteckt bis ich mich entscheiden konnte.
Im Endeffekt bin ich auf Risiko gegangen und hab wie in der Anleitung gesteckt, die Falte aber etwas weniger weit abgesteppt und auch die Quernaht am Ende der Falte nicht gesetzt. Letzteres hauptsächlich deshalb, weil ich mir eigentlich sicher war, dass ich die Falte wieder ein Stück auftrennen würde damit sie weiter oben aufspringt.



Der Stoff vernäht sich wunderbar, lediglich das Bügeln ist etwas tricky – Im Idealfall bitte nur von links um Abdrücke zu vermeiden. Bei den Eingrifftaschen hätte ich besser mehr gebügelt, die sind ein wenig wellig geworden, aber ich hab mich einfach nicht getraut.



Das ist aber tatsächlich das einzige was ich an meiner Yuma auszusetzen habe. Die Falte springt zwar je nach Bewegung wirklich seltsam auf, aber der Stoff fängt das wirklich gut ab. Ich werde sie genau so lassen wie sie ist und kann auch eine weitere Yuma nicht ausschließen. Allerdings nur aus einem Material welches sich genau so vorbildlich verhält wie dieser feine Tencel.



An dieser Stelle sei noch erwähnt, dass Tencel ein Markenname für Lyocell (industriell aufbereitete Cellulose) ist. Also ein Rohstoff wie Baumwolle. Die ist ja auch nicht Webware wie von Nähanfängern gerne angenommen, sondern kann zu Wirk- oder Webware verarbeitet werden. Bei Mira gibt es den Tencel von Meet Milk als Webware in verschiedenen Qualitäten. Alle fallen glatt und seidig, unterscheiden sich aber in Struktur und Schwere.
Mein Tuch habe ich aus der Qualität Medium genäht, das Kleid ist heavy und mit Struktur. Dadurch fällt es besonders schön und krabbelt nicht so leicht an der Strumpfhose die Beine hoch. Also zumindest meistens nicht...





Verlinkt: Du für Dich, Sew La La
Schnitt: Frau Yuma von Studio Schnittreif
Stoff: Tencel Twill in deep green und medium rouge von Meet Milk über Mira – kleine Naht ganz groß