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Samstag, 7. September 2019

Maritimes Morningside Dress #morningsidesewtogether

Habe ich da Anfang August in totaler Urlaubsstimmung aus Versehen "hier" geschriehen/geschrieben, als auf Instagram gefragt wurde, wer mit Dominique, Sindy und Lara das Morningside Dress näht?



Ja, ich hab laut geschrien, aber es war kein Versehen! Den Schnitt kannte ich zwar bis dahin noch nicht, aber das Kleid sehr wohl. Ich gönne mir nämlich seit drei Jahren jedes Jahr ein solches welches womöglich in Kinderarbeit unter fiesen Bedingungen hergestellt wurde. Ja, ist so. Ich kaufe eigentlich nur Jeans (fair bei Armedangles), Jacken, Wäsche und hin und wieder Accessoires. Eigentlich. Denn gucken gehe ich natürlich schon und manchmal bleibt es nicht dabei. So habe ich eben vor drei Jahren dieses Kleid im schwedischen Kleidershop gesehen. Perfekt für mich. Genau mein Ding. Leider ist es von so mieser fragwürdiger Qualität, dass es eingeht und sich spätestens nach der dritten Wäsche nur noch als lange Bluse tragen lässt.
Im Jahr darauf verlieb eich mich erneut und werde eines besseren belehrt, beziehungsweise habe dann halt wieder eine Tunika. Ich bin einfach zu groß für das Kleid. Wenn es 5 cm eingeht ist das bei 160 cm vielleicht nicht schlimm, bei 180 cm sieht es aber echt grenzwertig nach vergessenem Unterteil aus.
Und mit diesem Problem im Hintergrund sehe ich das Morningside Dress. Meine Rettung! Es ist in der von mir gewählten Version so extrem nah dran an besagtem Kaufkleid, dass ich gar keine andere Wahl hatte als den Schnitt zu nähen.



Da ich mir selbst bei Schnittmustern mit mehr als fünf Teilen nicht über den Weg traue, hab ich einen günstigen Stoff aus dem Sale vernäht. Für den Schnitt nicht die optimale Wahl, denn er ist für Webware schon sehr dehnbar und durch die Crepestruktur wirklich in alle Richtungen flexibel – aber da musste ich durch.



Im Nachhinein hat es doch erstaunlich gut geklappt und ich bin super glücklich mit meinem Kleid. Verlängert habe ich es um 10 cm und die Ärmelaufschläge/Manschetten habe ich zwar zugeschnitten und zum Ring geschlossen, dann aber doch nicht angenäht und nur gesäumt. Die Ärmellänge ist so für mich sommertauglicher. Auf manchen Bildern sieht es so aus, als ob der Stoff etwas nach hinten zieht. Ich glaube aber, das ist eher der Tatsache geschuldet, dass es recht windig war und ich zudem etwas hektisch unterwegs war. Meine Fotolocation war an dem Tag extrem gut besucht, weshalb das  "ordentlich hin zuppeln" vor jedem Foto etwas zu kurz kam. Ich pose nicht so gerne vor Publikum...



Hab ich schon erwähnt, dass ich das Kleid wirklich, wirklich mag? Sicher, noch etwas akkurater nähen kann man so ein Kleid natürlich immer, aber es braucht ja Luft nach oben für das nächste, oder?




Schnitt: Morningside Dress von Frenchnavy (Style A ohne Taschen und ohne Knöpfe ;-))
Stoff: Viskose Crepe von MT Stofferie vor Ort im Sale gekauft 


Dienstag, 29. Mai 2018

Bodyschnitt Milchmonster mit Wickeloptik * Tyrsky*



Bei Milchmonster gibt es mal wieder einen neuen Schnitt für Babys. Also vorerst einen – man munkelt es könnten noch ein paar folgen.



Jetzt hat es aber erst mal der Body in Antonias Shop geschafft. Ich war mir erst nicht ganz sicher, ob ich wirklich mitnähen sollte: der Wickelausschnitt erschien mir erst etwas babyhaft für unseren wilden Kerl der von Größe und Verhalten auch gerne mal älter geschätzt wird. Allerdings braucht der Junge noch ein, zwei kurze Teile bevor das Bodyzeitalter gänzlich Geschichte ist. Und ja, ich trauere der Babyzeit schon ein wenig nach – nicht nur, weil ich Bodys wirklich gerne nähe.
Da in der noch etwas frischeren Frühlingszeit kurzärmelig mittags schon nett ist, am Morgen aber beim Spielen nicht der komplette Rücken nackig sein soll, wurde der Body in den letzten Wochen auch schon reichlich getragen. Den Langzeittest hat er also auch bestanden.



Die einzige Schwierigkeit die ich nun wirklich nicht erwartet hatte, ist das Anziehen durch den Mann. Die zwei Schichten Stoff im Brustbereich verwirren ihn und beim ersten Mal hat er den Jungen auch schon durch den falschen "Ausgang" gesteckt. Männer...







Schnitt: Body von Milchmonster
Verlinkt: Ich näh Bio, Menschen(s)kinder
Stoff: TYRSKY Jersey (Silt Green/Vanilla) von Nosh Organics
Wie ihr wahrscheinlich mitbekommen habt, hat der internationale Nosh-Shop seinen Betrieb seit dem 25.05 eingestellt, deshalb kann ich nicht ordnungsgemäß zum verwendeten Stoff verlinken.









Mittwoch, 28. März 2018

Acht Ideen einen Raglanschnitt zu unterteilen *Betula*

Gibt es jemanden, der nicht mitbekommen hat, dass am vergangenen Wochenende die h+h in Köln statt fand? Sicher nicht. Die, die dabei waren, sind noch voller Begeisterung und diejenigen, die es verpasst haben, schon dezent genervt von den vielen Berichten.



Ich belasse es also an dieser Stelle dabei und stelle euch direkt meinen neuen Pulli vor, den Katja von Schönstebastelzeit bei einem morgendlichen Shooting vor unserem Hotel am Rhein abgelichtet hat. Apropos Licht. Davon gab es viel, was bei schwarzem Stoff selten richtig toll ist. Bei lachsrosahummerdalienfarben übrigens auch nicht. Aber es ist wie es ist, die Gelegenheit war zu günstig als dass wir des Wetters wegen hätten umplanen können und ich schätze Fotoshootings mit Bloggerkolleginnen immer sehr. Die wissen einfach was sie tun. Lieben Dank Katja!



Die Farbe des dreieckigen Einsatzes ist nicht so leicht einzuordnen. Als ich das Paket von Nosh aufmachte, bin ich zuerst erschrocken, weil sie im düsteren Kunstlicht des Schlafzimmers so orange, gar grell aussah. Unter der Tageslichtlampe im Nähzimmer, fand ich sie dann neonrosa. Bei Tageslicht im Pulli vernäht trifft es "verblasster Hummer" für mich am besten. Offiziell heißt die Farbe Dahlia und dieser Name ist ganz klug gewählt, die Blume legt sich schließlich nicht auf einen Farbton fest.



Der Stoff ist einer der neuen Jacquards aus der aktuellen Kollektion die vor kurzem vorgestellt wurde. Überraschend glatt und kühl im Griff kommt er mit etwas Stand daher und erinnert mich im ersten Moment tatsächlich ein bisschen an Neopren. Für mich persönlich ist diese Qualität das Highlight unter den neuen Stoffen und genau mein Ding.

Auf Instagram habe ich in den Stories ein bisschen was zur Teilung des Pullis erzählt und warum diese Betula überhaupt geteilt sein musste. Wer detailliert nachhören will, klickt sich zu den Highlights durch, da ist es gespeichert.
Zusammengefasst: Ich hatte große Lust auf einen Farbtupfer, aber bitte nicht zu viel. Sportlich sollte es aussehen, aber bitte nicht zu sehr. Die vorherrschende Farbe sollte schwarz sein, die Bündchen in Ermangelung von Dahlia-Bündchen ebenfalls schwarz. Selbst mit diesen Einschränkungen gibt es bei einem Raglanschnitt etliche Möglichkeiten die für mich in Frage kommen und ebenfalls etliche, die sofort ausscheiden. Damit ich mich besser entscheiden kann und im Idealfall beim nächsten Pullover dieser Art eine Übersicht habe, habe ich die Teilungsmöglichkeiten ganz grob visualisiert.


Dafür habe ich mir den Pulli schnell gezeichnet und entsprechend eingefärbt. Nun werde ich alle acht Entwürfe ma auf die Nähliste setzen. Sicher, nicht alle als Pulli, ein Raglanshirt oder -kleid kann ja auf die gleiche Weise geteilt werden und es muss natürlich auch nicht für mich sein – der Junge und der Mann sind auch dankbare Abnehmer neuer Oberteile.








Verlinkt: After Work Sewing, Ich näh Bio
Schnitt: Betula von Fabelwald mit Teilung
Stoff: Ruutu mini Bio-Jacquard in Black und Dahlia



Und wer mit den acht Ideen fertig ist, kann hier weitermachen:

















Mittwoch, 14. März 2018

Lieblingspulli kopieren *Pietra // Hilco HW18/19*



Vor vier Jahren (Alter, schon so lang her!) habe ich bis zur totalen Näh-Langeweile einen gekauften Pulli kopiert. Der Schnitt saß damals super und ließ sich dank weit überschnittener Schultern bestens kopieren. Zuvor hatte ich bei Makerist einen Kurs gemacht der die Grundlagen des Kopierens von Kleidungsstücken erklärt. Die Betonung liegt hierbei auf Grundlagen, denn erklärt wird das Ganze an einem kurzärmeligen Shirt mit überschnittenen Schultern. Also genau zwei Schnitteile. Wirklich kein Hexenwerk, aber immerhin gab es doch zwei, drei Tricks die ich ohne das Video sicher nicht gekannt hätte.
Warum ich das Thema trotz des des Erfolgs von damals knapp vier Jahre habe ruhen lassen? Schuld ist die Tatsache, dass ich einfach keine Oberbekleidung, zumindest keine so einfache, gekauft habe und für Hosen und Jacken reicht so ein Kurs dann eben doch nicht.



Nun bin ich aber eingeknickt und konnte einem Pulli nicht widerstehen.  Ok, ich hatte kein Kaufverbot, also ist es kein Einknicken... aber trotzdem, ihr wisst was ich meine. Gekauft habe ich ihn schlußendlich aber natürlich nur für den Plan ihn zu vermehren.
Und weil ich rein zufällig das passende Stöffchen schon daheim hatte.
In der selben Woche war ich nämlich zu einem Besuch ins Musterzimmer von Hilco eingeladen und durfte mir die ein oder andere Stoffneuheit aus der kommenden Herbst/Winter-Kollektion mitnehmen.



Da lass ich mich natürlich nicht lange bitten und da ich eh auf der Suche nach einem großflächigen Blumenprint war, sprang mich der leichte Sweat Pietra sofort an. Damals dachte ich zwar noch in Ermangelung an Alternativen an einen locker sitzenden Raglanpulli, aber der Plan wurde bei der Entdeckung des Kaufpullis sofort über den Haufen geworfen. Allerdings nicht ohne mittelgroße Panik beim Zuschnitt, denn natürlich habe ich keinen Probestoff verwendet.



Wie ihr seht, ging aber tatsächlich alles gut und ich hab ein neues Lieblingsteil im Schrank. Gerade rechtzeitig zur h+h am übernächsten Wochenende habe ich also meine kleine Nähflaute überwunden und kann ein neues Teil mit nach Köln nehmen. Ich freu mich auf die Messe mit meinem neuen Pulli und vor allem auf ein Wiedersehen mit den vielen bekannten Gesichter vor und hinter den Messeständen – das wird sicher wieder sehr inspirierend.





Verlinkt: After Work Sewing
Stoff: Leichter Sweat "Pietra" von Hilco (die HW18/19-Kollektion kann aktuell von Händlern bestellt werden, ist aber noch nicht über den Onlineshop erhältlich)
Schnitt: von einem gekauften Pulli abgenommen – auf Instagram habe ich schon in den Storys versprochen, dass ich das mal noch genauer erklären werde. Wahrscheinlich dauert es noch bis nächste Woche, aber dann zeige ich mal ganz in Ruhe wie das funktioniert.











Donnerstag, 22. Februar 2018

Geodesic Raglanpulli *Mustermix Laine Slub*



Ab heute gibt's bei Nähconnection einen neu übersetzten Schnitt. Der Geodesic-Pulli ist in zwei Varianten, kurz oder lang zu nähen, wobei die lange Variante eigentlich Taschen enthält. Bei meiner Stoffwahl war mir das aber zu riskant, der voluminöse Laine Slubwar schon an den Spitzen der Dreiecke grenzwertig, da hätte ich ungerne mein Glück mit Taschen aus dem selben Material herausgefordert.



Aropos Stoff, ich bin nun glaube ich durch mit ihm. Nach drei Farben (korrigiert mich, wenn es doch mehr waren die ich vernäht habe...) ist es genug. Wobei ich noch schwarz habe der eigentlich für mich geplant war. Wer weiß, vielleicht fällt mir da noch ein Schnitt ein der sich deutlich von den bisher genähten unterscheidet.  In jedem Fall werde ich aber nochmal was für Babykleidung bestellen. Der ist einfach zu toll und gerade in den zarten Farbtönen perfekt um das Kleinzeug darin hübsch zu verpacken.



Für den Geodesic bietet es sich an mit den beiden Stoffseiten zu spielen und bei den Designbeispielen der Näh-Connection-Crew kann man sehen, dass ich nicht die einzige mit dieser Idee war – Lee hat eine traumhaft schöneUni-Version genäht.



Wer es experimentell mag, kann sich mit dem Schnitt richtig gut austoben, den das Kombinieren bietet sich wirklich an. Es ist ja nicht immer ganz leicht, sich mehr als zwei Farben in einem Oberteil vorzustellen, aber auch hierfür gibt es eine Lösung: einfach die Konstruktionszeichnung im eBook ausdrucken und mal zu den guten alten Buntstiften greifen. Ok, Bastelmuttis, äh Hipsterkinder dürfen natürlich auch ihr Scapbook, äh Buju bemühen. Der Effekt ist der selbe: man sieht sofort wie sich zum Beispiel helle und dunkle Stoffe auf den Schnitt auswirken. Gerade in der kurzen Version ergibt sich zum Beispiel leicht das Zeichen für Radioaktivität – hier würde ich persönlich eher auf gelb mit schwarz verzichten. Also ich, ihr dürft natürlich nach Lust und Laune.



Regelmäßige Anordnungen, Muster mit Mittelachse, Uni, Ganz bunt, alles ist machbar und sogar die Rückseite des Oberteils kann im Patchwork-Look genäht werden.
Ich hatte zwar relativ schnell den Stoff ausgewählt, war mir aber bis zum Schluss nicht sicher, ob das Ergebnis nicht nach Hippie-Fail aussehen würde. Ok, ich gebe zu, Entwarnung gab es sogar erst nach dem Fotoshooting: Wenn ich mit dem Pulli nicht gerade in einem Feld stehe und mit verträumtem Blick ein Pferd an der Leine grasen lasse, geht es eigentlich. An ein Pferd bin ich übrigens nicht gekommen, ich hätte das wirklich gerne für euch getestet...



Besser gefällt mir Geodesic aber in weniger ländlicher Umgebung, hierfür werde ich sicher nochmal einen Nähen. Allerdings ebenfalls in lang, die kurze Version würde mir nicht mal über den Bauchnabel reichen und individuelles verlängern oder anpassen sind zwar in der Anleitung gut beschrieben, aber durch den speziellen Dreiecks-Aufbau des Schnittes natürlich mit etwas Aufwand verbunden.





Verlinkt: RUMS, Ich näh Bio
Schnitt: Geodesic Sweater von Blueprints for Sewing in der deutschen Übersetzung bei Näh-Connection gerade zum Einführungspreis erhältlich
Stoff: Laine Slub von Nosh in gun metal und rose 

























Mittwoch, 7. Februar 2018

Gestickter Lothar auf Robin Hoodie *Stoffreste*




Wie im Januar schon angekündigt, habe ich ein bisschen was aufzuarbeiten: viele Kinderteile sind genäht, fotografier und sogar getragen, schafften es aber über die gemütliche Weihnachtszeit nicht in den Blog. Da sich das natürlich ändern soll, darf heute Lothar an die Öffentlichkeit. Oder vielmehr Robin mit Lothar.
Als ich Lothar aus einer Laune heraus (natürlich ohne Plan!) auf den graublauen Sweat vom Stoffbüro stickte, bediente ich mich recht Wahllos an meinen Webwareresten. Irgendein Pulli sollte es werden, im Zweifelsfall ganz schlicht nur graublau, davon hatte ich noch genügend Stoff vorrätig.
Umso größer war die Begeisterung, als ich später bei den Sweatresten die gleiche Qualität noch in Bordeaux fand und diese wunderbar zu Lothars Nase passte. Und yeah, da gab es auch noch weiß-graublaue Ringel die gerade für eine Kapuze reichten! So ein Schuss weiß bringt einfach noch ein bisschen Frische rein, das mag ich gerne, obwohl es mir ja sonst auch nicht dunkel genug sein kann.



Ich bin ja wirklich Fan von passenden Kombinationen, aber richtig glücklich macht es mich, wenn ich dabei auch noch Reste aufbrauchen kann. In diesem Fall lief also wirklich alles rundum perfekt. Nicht nur farblich passen die Stoffe, nein, auch die Stoffqualität ist aus einem Guss: alle drei Stoffe sind Albstoffe, zwei davon exklusiv für das Stoffbüro produziert. Insider wissen: Das heißt, dass es auch passende Bündchen in der exakten Garnfarbe gibt!



Die Bündchenfrage habe ich seinerzeit auf Instagram in den Storys diskutiert und die Meinungen gingen sehr weit auseinander. So weit, dass ich viele neue Ideen mitgenommen habe und auf jeden Fall noch einen bordeaux-graublauen Pulli mit gelben Bündchen und einen mit taupefarbenen machen muss ;-)



Entschieden habe ich mich aber für Ton-in-Ton. Das Bordeaux kommt ebenfalls vom Stoffbüro und es ist das selbe Garn verstrickt wie im bordeauxfarbenen Sweat. Natürlich hätte es auch das Blaugrau gegeben, aber das hatte ich nicht mehr zu Hause und die Freude an der Resteverwertung überwog: es durfte noch ein Bündchen von Lebenskleidung mit an Board. Das passt farblich jetzt nur zu 99 statt 100 % aber damit kann ich wunderbar leben.



Für die Kapuze des Pullis habe ich mir mal eine andere Möglichkeit getestet. Bisher habe ich ja Bändel eher weggelassen weil sie eine unnötige Gefahrenquelle an kleinen Kindern sind. So verarbeitet, ohne lose Enden ist es aber etwas anderes... und wenn schon eine Kordel im Vorrat so gut passt, muss das ja ausgenutzt werden. Da kann mal auch mal darüber hinwegsehen, dass eine Öse nicht ganz perfekt ist.






Verlinkt: After Work Sewing, Ich näh Bio
Schnitt: Robin Hoodie von Fabelwald (Größe 98)
Stoff: Bio-Sweat in graublau, bordeaux (gerade nicht vorrätig) und gestreift (leider ebenfalls gerade nicht in dieser Farbstellung vorrätig) von Albstoffe für Stoffbüro; Bio-Bündchen von Albstoffe und Lebenskleidung 





















Donnerstag, 30. November 2017

HoHoHo! Nikolausstiefel *Freebie-Schnittmuster*



Letztes Jahr am 5. Dezember bekam ich in der KiTa die Info, ich möge bitte dem Minimann am nächsten Tag eine Socke oder einen Nikolausstiefel mitgeben. Natürlich hatten wir keinen extra Stiefel und irgendetwas in mir sträubte sich auch gegen die Vorstellung, dem damals Einjährigen einen von Papas Socken (Vorschlag der Erzieherin, die Socken der Kinder seien zu klein...) mitzugeben um ihn darin die obligatorische Mandarine und den Keks in Empfang nehmen zu lassen.
Aber kein Ding, ich hatte ja eine neue Stickmaschine hier stehen! Also schnell ein Stickmuster für eine ITH-Datei gesucht und total motiviert losgelegt. Heraus kam ein zauberhafter kleiner Nikolausstiefel. Oder besser gesagt ein Nikolausstiefelchen. Ich schätzte es auf Größe 21/22, drei Walnüsse gingen gerade so rein, die Mandarine natürlich nicht. Gut, mein Fehler, die Datei ist eigentlich ein Adventskalender von dem ich nur einen Teil gestickt und die Zahl weggelassen habe und der darf ja durchaus kleiner sein. Mir fehlte einfach noch ein bisschen das Auge für die Größe einer Datei die im Stickrahmen fertiggestellt wird. Süß fand ich sie trotzdem und ich hab den Plan sie für nächstes Jahr tatsächlich als Kalender zu sticken. Ich schriebe das jetzt, damit ich nicht vergesse damit im Januar anzufangen. Ich kenne mich nämlich, 24 mal das gleiche Sticken macht mir bis zur 2. Wiederholung Spaß, danach werden die Abstände zwischen den Stiefeln sicherlich immer größer und mit Glück bin ich dann im November fertig.
Aber gut, eigentlich geht es hier nicht um das Stiefelchen des Vorjahres, sondern um den neuen. Der hat nämlich nun die perfekte Größe und statt einfach frei Schnauze drauflos zu schnibbeln, hab ich ihn vorgezeichnet und stelle ihn euch auch gerne zum Download zur Verfügung.



Die Nähanleitung ist denkbar einfach:


Ihr braucht Webware (in meinem Fall ein paar kleine Reste) und Volumenvlies nach Wahl (bei mir war es ein Rest von einer Decke der nicht aufbügelbar ist), und eine Stofflasche oder ein Lederband das als Aufnähung eingenäht wird.
Wer dieses dann einzunähen vergisst, braucht auch noch eine zusätzliche Öse... (fragt nicht!)

Ausgeschnitten werden zwei mal seitenverkehrt das Oberteil und das Unterteil und einmal Ober und Unterteil zusammengesetzt als Innenfutter. Hier habe ich übrigens auch die Schuhspitze etwas gekappt, damit da nichts drin hängen bleibt und das Wenden später leichter geht. Und ja, natürlich auch wegen zu wenig Stoff.... Ihr kennt das ja! Die Außenform braucht ihr dann natürlich auch aus Vlies oder dem Material das ihr zum Füttern nehmt.
Wer die Teilung besonders hübsch ausarbeiten will, bügelt das Vlies auf die Einzelteile auf und steppt das Unterteil des Stiefels getrennt ab. Ich finde diagonale Linien oder Rauten besonders hübsch, aber ihr könnt euch natürlich auch beim Nähmalen oder aufwändig quilten austoben!
Danach näht ihr Ober- und Unterteil rechts auf rechts aneinander. Da ich kein Vlies zum aufbügeln hatte und aus mehreren kleinen Teilen gestückelt habe, habe ich die Teile erst zusammengenäht, das Vlies mit Patchwork-Sprühkleber auf der Stoffrückseite fixiert und dann trotzdem nur den unteren Teil abgesteppt.
Jetzt die Außen- und Innenteile jeweils rechts auf rechts aneinander nähen und bitte beim Außenteil das Bändelchen nicht vergessen und beim Innenteil eine Wendeöffnung lassen.
Einen Stiefel wenden, Stiefel ineinander stecken und aneinander nähen. Wenden, ausbeulen, bügeln und oberen Rand absteppen. Fertig! Ach ne, die Wendeöffnung, die könnte noch geschlossen werden.
Jetzt aber: fertig!



Und nun schnell raus damit vor die Haustür – vorausgesetzt ihr habt euch Zeit gelassen mit dem Nähen und es ist schon der 5.12. ;-)
Wenn nicht, vertreibt euch die Zeit doch erstmal beim Adventskalender im Stoffbüro.
Catrin und die Stoffbüro-Crew öffnen von morgen bis zum 24. Dezember jeden Tag ein Türchen. Viele Rabattaktionen, Anleitungen und schöne Posts die euch die Adventszeit versüßen sollen.




Stoffe: weißer Rest mit roten Punkten von Tante Ema, roter Rest mit weißen Punkten unbekannter Herkunft
Schnitt: kostenloser Download