Für die Testversion habe ich einen French Terry (mittlerweile weiß ich, dass das auch nur Sommersweat heißt ;-)) vernäht, der auf den ersten Blick nicht unbedingt meinem Fabbeuteschema entspricht. Zu wenig Stoff war es auch noch. Denkbar schlechte Voraussetztungen, aber der Stoffverbrauch ist bei so einem Cardigan natürlich nicht gerade gering und ich habe selten mehr als 1,5 Meter Stoff im Vorrat. Also habe ich gebastelt und einfach im vorderen Teil eine gute Hand voll Stoff weggelassen und den Rest so knapp ausgeschnitten, dass nur ungefähr 73 Gramm Stoff (in kleinen Fäden) übrig blieben. Ich bin Schwabe, ich kann das!
Und was soll ich sagen: getragen finde ich Laurelhurst klasse! Im Schnitt ist übrigens auch eine Kopf(loch)-Variante vorgesehen, ich lasse ihn aber erst mal offen oder greife zur Brosche. Hier habe ich je nach Tagesform vom Modell "Nähmutti" über Glitzerkram bis hin zu Omas Erbstück einiges zur Auswahl.
Eigentlich wird die Jacke nicht versäubert – der Sommersweat hat aber eine frotteeartige Rückseite und ungesäumt lassen war wegen definitiv keine Option (Fusselalarm!). Also habe ich ihn ohne mit der Ovi zu säumen gleich mit der Coverlock umgenäht und war erstaunt vom guten Ergebnis.
Nun, da ich Laurelhurstfan bin, suche ich nach dem perfekten leichten Strick in Schwarz oder Dunkelblau. Gerne auch gestreift mit weiß. Oder dunkelblau mit puder/lachs? Das wäre mein Traum. Doubleface wäre auch sehr schick...
Praktisch ist das Teil übrigens beim Stillen – der Sichtschutz ist ja gleich mit eingebaut. Unpraktisch ist es, wenn man schnell das Mulltuch zwischen sich und das im Strahl spuckende Baby ziehen will und dabei aber statt dem Tuch den Cardigan erwischt – bei zu viel Stoff verliert man halt schon mal den Überblick...
Stoff: French Terry in Taubenblau von Lillestoff
Schnitt: Laurelhurst Cardigan von Straight Stitch Design in der deutschen Version über Näh-Connection




